Schlagwort-Archive: Kasabian

El Mariachi Shot The Winterblues

Besinnlichkeit und Grübeleien allerorts, wir nähern uns dem dunkelsten aller Tage – but: The Sun Turns (metaphoricaly speaking, that is), bald zumindest. Bis dahin macht sich auch bei den lieben Blognachbarn der reflektierende Winterblues breit. Mir ist ganz dusselig im Kopf vom vielen Weihnachtssongs hören, allerdings muss ich mich auch durch viel unerträglichen Zuckerkram fressen um die wahren Indie-Weihnachtsperlen zu finden. Zum Glück gibt’s da noch die richtig dicke Eier-Musik. Für alle, die drohen, dem Winterblues zu erliegen. Hier ein paar heiße Klänge mit echten Kerlen!

Mariachi El Bronx – Holy from Our Videos on Vimeo.

Und natürlich: Kasabian. Unerklärlicher Weise hierzulande vollkommen unterschätzt.

Kasabian – Fire from Kasabian on Vimeo.

Viel Spass damit!


DifferentStars

500 essentielle Songs der Dekade – Teil 1

Wer dieser Tage Pitchfork ansteuerte, durfte mit hochgezogener Augenbraue die 500 wichtigsten Tracks dieser Dekade begutachten – oder vielmehr belächeln. Was hier inmitten verdienter Glanztaten an Schrecklichkeiten zu finden ist, deutet durchaus darauf hin, dass Plattenfirmen manch Sänger eine kräftige Fürsprache angedeihen haben lassen. Kelly Clarkson auf Platz 21 kann nur ein wirklich geschmacksverschleimtes Hirn ersinnen. Insgesamt ist diese Liste eine derart dumme, ärgerliche, in die Irre führende Angelegenheit, dass man sie nicht geflissentlich ignorieren kann und darf. Gerade Leute, die sich mit Musik eben kaum bis gar nicht beschäftigen, kommen am Ende durch solch Aufzählung auf den komplett absurden Gedanken, wonach der Mist, den Beyoncé verzapft, tatsächlich die Krone der audiophilen Hochgenusses sei.

Darum wollen wir in den nächsten Wochen und Monaten hier eine in jeder Hinsicht vielfältigere Auswahl präsentieren.  500 Songs dieser Dekade – in feinster subjektiver Manier handverlesen und durchaus mit einem gerüttelt Maß an objektivem Anspruch. Heute beginnen wir mit den ersten 50 Liedern.

500Tracks(Teil1)

kingdomofrustDovesKingdom Of Rust (2009)

bringmetheworkhorseMy Brightest DiamondWe Were Sparkling (2006)

straightfromthefridgeJames HardwaySpeak Softly (2002)

skilligansislandThirstin Howl IIIWatch Deez (feat. Eminem) (2002)

gulagorkestarBeirutPostcards From Italy (2006)

frenchteenidolFrench Teen IdolShouting Can Have Different Meanings (2005)

addinsulttoinjuryAdd N to (X)Plug Me In (2000)

convictpoolCalexicoAlone Again Or (2004)

pleasedtomeetyouJamesGetting Away With It (All Messed Up) (2001)

Musikalischer Quartalsbericht 2009 (II)

Nun sind also April, Mai und Juni ins Land gegangen und unter das zweite Quartal des Jahres 2009 darf ein dicker Schlussstrich gezogen werden. Was bleibt sind eine erkleckliche Anzahl an denkwürdigen Liedern und Alben. Ich glaube vermelden zu dürfen, dass viele kleine und große Meisterwerke in diesem Frühling erblüht sind. Werfen wir einen kurzen Blick zurück und schnuppern noch mal ausgiebig an den prächtigsten Blüten.

Alben09

Die Eels vermochten mit Hombre Lobo ein einzigartiges Album zu erschaffen, dessen Intensität und Virtuosität alles in den Schatten stellte. Diese Scheibe wird noch die Hirne nachdenklicher Menschen beackern, wenn all die Kritikerlieblinge wie St. VincentActor ist eine unsägliche, pseudo-experimentelle Zumutung – längst schon mit der wohlverdienten Vergessenheit geschlagen sind. Die seichten Befunde der Kritikerzunft zu Hombre Lobo waren schlichtweg ärgerlich – oder im Falle Pitchforks einfach lächerlich. Eine weitere chronisch unterschätzte Truppe lieferte mit Journal For Plague Lovers eine rundum gelungene Sensation ab. Die Manic Street Preachers haben Substanz – ein Fremdwort heutzutage. Während man in dem Falle durchaus von einer Rückbesinnung auf alte Stärken sprechen konnte, brachen Placebo mit alten Gewohnheiten und zu neuen Ufern auf. Battle For The Sun wird wohl nicht zum besten Album der Band gewählt werden, eine Bereicherung freilich stellt es jedoch zweifelsohne dar. Und wenn wir gerade über Acts von der Insel schwärmen, sei auch nochmals Kingdom Of Rust der Doves positiv hervorgehoben und auf Kasabian nicht vergessen.

Auch Singer-Songwriter setzten gewichtige Akzente. John Vanderslice verstaute auf Romanian Names die phänomenale Ballade Too Much Time. Brett Dennens endlich auch in Deutschland erschienenes Hope For The Hopeless schenkte Hörvergnügen ohne Ende, dagegen wirkt ein Conor Oberst ganz schön alt. Der Schotte Paolo Nutini beschenkte uns mit Sunny Side Up – ein durch und durch kurzweiliges, unterhaltsames Album. Unverzeihlich freilich wäre es, in diesem Zusammenhang die Great Lake Swimmers und ihr absolut geniales Lost Channels unter den Tisch fallen zu lassen.

Aus deutschen Gefilden vermag ich in den letzten Monaten nicht allzu viele Lichtblicke zu zählen. Cargo City empfahl sich mit on.off.on.off. als Versprechen für die Zukunft. Highlight freilich blieb Lars Rudolphs Projekt Mariahilff, dass in jeglicher Hinsicht – vor allem aber textlich – zum Besten zählt, was seit langer Zeit in Deutschland verbrochen wurde.

Kommen wir nun zu den Kleinoden, deren verkaufte Exemplare sich wohl in überschaubaren Größenordnungen bewegen. Die Flare Acoustic Arts League offerierte mit Cut hochgradig intelligentes, oft augenzwinkerndes, aber immer unterhaltsames Songwriting. Viarosa rockten derart famos auf Send For The Sea, dass man sich nur wundern kann, warum sie die Nick-Cave-Fetischisten nicht mit offenen Armen empfingen. Yppah enttäuschte mich ebenfalls nicht und konnte mit dem Electronica-Album They Know What Ghost Know einen wahren Volltreffer landen. Stell dir vor, da geigt einer auf – und fast niemand merkt dies. Trespassers William beackterten auch 2009 das Metier Shoegaze und veröffentlichten The Natural Order Of Things – eine nette Scheibe, die nicht ganz das Niveau früherer Werke hält, aber dennoch sehr hörenswert ist.

Zu guter Letzt sei nochmals an The Alexandria Quartet erinnert, deren Debüt wir auf diesem Blog viel Tribut gezollt haben. Vermutlich schon bald dürfen wir uns dafür auf die eigenen Schultern klopfen und mit Selbstlob überschütten. Keine Frage, diese Norweger werden eine Karriere aufs Parkett legen – die Musik ist so toll, da steppt jedweder Elch dazu.

Verweilen wir einen Moment bei den weniger perfekten Fabrikaten aus den weltweiten Plattenschmieden. Grizzly Bear und die CD Veckatimest sind nettes Mittelmaß und werden völlig ohne triftigen Grund über den Klee gelobt. Gediegene Langeweile ist meines Erachtens noch nicht zur Kunstform erhoben. Green Day und der Rebellions-Rock mögen simple Parolen für die schweißgetränkte Meute in ausverkauften Stadien auf Lager haben, musikalische Relevanz darf sich davon nicht ableiten lassen. Ärgsten Feinden sollte man die Schenkung des Album von La Roux erwägen – und weil diesen Gedanken bereits viele Menschen hatten, erklären sich auch die vorzeigbaren Verkaufszahlen.

Doch schwelgen wir lieber in schönen Erinnerungen. Die unzähligen Duftmarken hinterließen einen bleibenden Flair in unserem CD-Regal. Hoffentlich tat die eine oder andere Scheibe dies auch in den Sammlungen unserer geneigten Leser.

SomeVapourTrails

Schönes dicke-Lippen-und-wir-sind-cool-Breitwand-Psycho-Brit-Pop-Brett

Gut geklaut ist besser als schlecht selbsterfunden und besser kann man die neue Kasabian eh nicht beschreiben 🙂 Spaß beiseite – die neue Kasabian ist… hm… sagte ich: “ Spaß beiseite?“ – Geht irgendwie nicht bei den Kasabians… auch wenn sie zur Zeit selber ein wenig mit ihrem Image hadern. Wer Musik macht, die in erster Linie Spaß machen soll, wird von ernsthaften Rezensenten halt nicht für ernsthaft gut befunden. Macht aber nichts – denn West Ryder Pauper Lunatic Asylum ist ein wahres Vergnügen (oder um weiter darauf herum zu reiten: Macht Spaß!)

Großes Kino – Westernsound im Cinemascope-Format trifft auf The-Door-sche Reisen durch psychedelische Galaxien, (einfach nur) spielfreudigem Britpop und wunderschönen Balladen wie Happiness.

kasabian

Natürlich ist es ein wenig gefährlich, einen Song Underdog zu nennen – und dann im Jahr der Superkrise nicht ernsthafte, sozialkritische Lyrics zu liefern. Mit sowas kann man beim Spiegel nicht punkten. Band und Fans haftet eh ein Rowdy- und Assi-Image an – nichts für Feingeister und Intellektuelle. Als ausgesprochenes Riotgirl sind sie da bei mir an der richtigen Adresse 😉

Das Quartett aus England präsentiert auf ihrem neuen Album EINFACH NUR GUTE MUSIK. Lautstärke auf Anschlag drehen und genießen ist hier die Devise. Willkommen in der Irrenanstalt der fetten Beats! (Das West Riding Pauper Lunatic Asylum wurde 1818 bei Yorkshire gegründet und  war die erste Irrenanstalt für Arme in England.)

West Ryder Pauper Lunatic Asylum ist sowas wie Tarantino für die Ohren. Immer rotzig, immer flirtend mit dem Trash,  bestes Recycling vergangener Jahrzehnte, dabei immer eines: Unverwechselbar Kasabian – die letzten, einzig wahren Britpopper. Liebenswerte Chaoten, die sich selbst zum Glück nicht zu ernst nehmen. Experimentierfreudige Soundtüftler sind sie noch dazu. So quillt das aktuelle Album über von Soundzitaten, die Einflüsse reichen von Ennio Morricones Soundtracks über Surfpop, Neo-Psychedelica, Country, Wave, Breakbeat bis zu Punk.

Meine Highlights sind das hypnotische West Ryder Silver Bullet, das laszive, klangliche Gangster-Road-Movie Fire und last but not least – Where Did All The Love Go?. Vorsicht gilt jedoch: Man sieht viele bunte Bilder, wüste und ekstatische Filmszenen. Diese Musik hat Nebenwirkungen – unversehens geht man auf dem Trip… ganz ohne Drogen… man fühlt sich nur ein bisschen so.


Kasabian – Fire


kasabiancovr

West Ryder Pauper Lunatic Asylum

Tracklist:
01. Underdog
02. Where Did All The Love Go?
03. Swarfiga
04. Fast Fuse
05. Take Aim
06. Thick As Thieves
07. West Ryder Silver Bullet
08. Vlad The Impaler
09. Ladies And Gentlemen (Roll The Dice)
10. Secret Alphabets
11. Fire
12. Happiness

VÖ: 5.06.2009
Label: Columbia/SonyBmg

Link: Kasabian, Album Stream auf MTV, Myspace

DifferentStars

Kasabian – Fire

Dankbarerweise wildern Kasabian nicht auch noch in den 80er Synth-Pop-Gefilden wie viele ihrer Kollegen, sondern kommen mit fettem Westernsound daher. Das Video im Tarantino-Style featured die Band als Bankräuber… wobei die fette Beute dann etwas noch Wertvolleres als erwartet ist.

Die Single Fire verheißt in jedem Fall Gutes  für das kommende Album West Ryder Pauper Lunatic Asylum (VÖ: 5.06.2009/SonyBmg). Laut Pressetext erwartet uns:

Ein Zweiundfünfzig-Minuten-Mix aus großartigen Melodien, Elektropunk-Riffs, Morricone-artigen Arrangements, Mariachi-Einlagen und Psychopop-Schlafliedern. Das Album ist gleichsam Ausdruck des unbeugsamen Willens der Band und setzt der Rockmusik des Jahres 2009 einen neuen Maßstab, an dem sich alle anderen zu messen haben. Es ist ein Schlag ins Gesicht der heutigen Wegwerf-Popkultur.

Na denn – bin ich mal gespannt 😉

kasabiancovr

Link: Kasabian

DifferentStars

Free Download: Kasabian – Vlad The Impaler

So jetzt isses soweit… incl. dem  Video, starring Noel Fielding als Vlad.

[vodpod id=ExternalVideo.804060&w=425&h=350&fv=]

more about „Vlad„, posted with vodpod

Die Mp3 könnt ihr euch hier downloaden.

Mein erster Eindruck: Ziemlich klamaukig und trashig. Das Lied zusammen mit dem Video ist ganz witzig. Gab die letzte Zeit aber schon besseres… Mal schaun, wie das Album so wird…

Kasabian veröffentlichen am 8 Juni  The West Rider Pauper Lunatic Asylum. Vorab gibt’s den Track Vlad the Impaler als kostenlosen Appetizer. Diesmal gilt es jedoch aufgepasst!: Nur für 4 Tage gibt’s den Track gratis.

vlad1

Kasabian will be releasing their new track Vlad the Impaler as a free download from Kasabian.co.uk for a limited period of 4 days only.

The download will be available from 7:30 on March 31st until Midnight Aril 3rd only from Kasabian.co.uk.

The single is taken from their forthcoming album The West Rider Pauper Lunatic Asylum, out Jun 8th and the first physical single release will be Fire, out June 1st.

Link: Kasabian.co.uk

DifferentStars