Schlagwort-Archive: Lee Bannon

Indie-Track-Auslese 2014 (Januar/Februar/März) – Teil 1

Hier eine Auflistung einiger Tracks, die wir in den ersten drei Monaten 2014 so gehört und für sehr gut befunden haben. Da sich noch die eine oder andere feine CD des jungen Musikjahres in unseren Regalen stapelt, wird es im April einen Nachklapp zu dieser Liste geben. Für den Moment jedoch gilt: Viel Vergnügen beim Anhören!

Mikko JoensuuLand of Darkness (Finnland) EP: Land of Darkness / Lake of Fire (VÖ: 07.03.2014 auf Fullsteam)

Doug PaisleyIt’s Not Too Late (To Say Goodbye) (Kanada) Album: Strong Feelings (VÖ: 24.01.2014 auf No Quarter)

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Kein Frankenstein – Lee Bannon

Wenn Rezensenten ein Album loben und zugleich Warnschilder aufstellen, dass die Platte nun wahrlich keine leichte Kost und nicht für jedermann geeignet sei, wecken solch Hinweise meine Neugier. Denn ich schätze Herausforderungen, solidarisiere mich gern mit Nischengeschmäckern. Nun gehe ich zwar nicht vor jedem kruden, massenuntauglichen Werk anbetungsvoll in die Knie, aber schwierigen Klänge begegne ich mit einem Vertrauensvorschuss. Doch spätestens nach dem zweiten Track des Albums Alternate/Endings hat mir Lee Bannon mein anfängliches Wohlwollen längst vergolten. Der bisher als Hip-Hop-Produzent in Erscheinung getretene US-Amerikaner Bannon hat eine Platte aufgenommen, die man in den Genres Jungle und Drum ’n’ Bass verorten darf. Nun sind das vielleicht nicht die einfachsten Musikrichtungen, ob man Alternate/Endings deshalb gleich als Frankenstein von einem Album titulieren sollte, wie das etwa Exclaim! tut, wage ich trotzdem zu bezweifeln. Dieses Werk ist nicht von aussätziger Genialität getrieben, es verströmt keine Absonderlichkeit, es ist schlicht leidenschaftlich subkulturell, stets von Energie beseelt.

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