Slow Moscow

Slow Moscow from Andrey Stvolinsky on Vimeo.

Moscow in slow motion.
Camera and montage – Andrey Stvolinsky
Music – Kilimanjaro Darkjazz Ensemble

Die Mysterien der musikalischen Seelenverwandtschaft sind unergründlich:

Simon von Mein Mio stammt aus Russland, so nennt sich eines seiner Nebenprojekte dann auch Simon the Russian. SomeVapourTrails liebt nicht nur Mein Mio, sondern auch das Kilimanjaro Darkjazz Ensemble. Der Filmemacher Andrey Stvolinsky hat ein sehr eindringliches Werk geschaffen, das nun Moskau und die Musik des Kilimanjaro Darkjazz Ensembles verknüpft.

Auf Facebook postete Simon eben jenes Video, nun erscheint’s hier auf unserem Blog. So schließt sich der Kreis.

… außerdem wohnt er nur 5 Gehminuten von uns… Wir sollten uns alle 3 mal astrologisch in Bezug aufeinander analysieren lassen 😉

DifferentStars

‚O Sole Mein Mio – Eine Band feiert ihr Debüt

Die von mir an dieser Stelle vor wenigen Tagen gepriesene Band Mein Mio gab sich am Samstag im Festsaal Kreuzberg die Ehre und lud zum Record-Release-Konzert. Natürlich wollte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, die werten Herren in Aktion sehen zu können. Das ist durchaus mehr als nur kurzweilig, denn vor allem Gitarrist Simon Goldfain ist auf der Bühne ein Derwisch, der gleich einem Rhythmusmonster mit viel Vergnügen über die Bühne trapst. Sänger Sebastian Block wirkte wie ein Vater mit zurecht vor Stolz geschwellter Brust, welcher nach überlanger Schwangerschaft endlich sein Baby feierlich vorzeigen durfte. Und ich bleibe auch nach dem nunmehr zweiten Live-Auftritt, den ich Augenschein nehmen konnte, dabei, dass diese Truppe sich in jeder Beziehung wohltuend vom oft durchaus talentierten Rest abhebt. Da wäre einerseits die Authentizität zu nennen, mit der zu Werke geschritten wird. Unprätentiös, ungekünstelt werden mit nachdenklicher Leichtigkeit eingängige Songs präsentiert, denen man sich – zumindest als Deutsch-Pop-Fan – kaum entziehen kann. Das mag auch die überwiegend positive Rezeption erklären. Die bis dato einzige negative Kritik, welche ich über das Debüt Irgendwo in dieser großen Stadt las, strotzte nur so vor Gehässigkeit und machte Mein Mio Radiotauglichkeit zum Vorwurf. Da sei Gott vor, dass nun Pop sogar Funk und Fernsehen erobert!

MeinMio(live)

Doch ich schweife ab. Ein weiterer Pluspunkt der Band liegt in der Instrumentierung. Mal rückt das von Daniel Darius gespielte Klavier in den Vordergrund, dann wieder die Gitarre. Bei Live-Auftritten wird die Band von einem zweiten Gitarristen, Michél Kroll, verstärkt. Der abwechslungsreiche, nie eindimensionale und eben nicht langweilige Sound gefiel auch gestern. Spätestens bei Es gibt immer verfiel auch die zahlreiche Zuhörerschaft dem Charme des Abends, der Mein Mio nun bangen lässt, ob das Album Käufer findet. Sofern man heutzutage nicht ultraleichgeschürzt über die Bühne huscht oder als DSDS-Schönling permanente Fernsehpentration erfährt oder gar vor über 20 Jahren eine feine Platte aufgenommen und danach nur durch Pigmentstörungen und spektakuläres Löffelabgeben von sich reden gemacht hat, sofern all dies nicht zutrifft, scheint pekuniärer Erfolg schwer möglich. Nun gut, manchmal reicht es sogar sich krümmend über die Bühne zu hampeln, aber Chris Martin bleibt Chris Martin – und ist noch nicht mal wirklich gut. Abgesehen von Clocks sticht mir bei Coldplay nichts ins Ohr.

Doch ich verfehle abermals das Thema. Die Mannen um Herrn Block wagen sich demnächst auf eine kleine Deutschland-Tour. Nach dem überzeugenden Auftritt im Festsaal Kreuzberg kann man einen Konzert-Besuch nur anraten. Gut gelaunt und bescheiden präsentierten sie ihre Songs, mit viel Freude am Spiel. Eine rundum sympathische Band mit richtig feiner Mucke. Demnächst vermag der werte Leser – im Rahmen unseres Specials – Mein Mio hier in einem Interview noch näher kennenzulernen. Und dies lohnt sich – da habe ich keine Zweifel daran.

Tourdaten:

11.09.2009 BERLIN, Hofperle Neukölln, Benefizkonzert zugunsten von Krebshilfe e.V.
25.09.2009 MAGDEBURG, Sackfabrik
26.09.2009 BRANDENBURG, Haus der Offiziere
03.10.2009 LEIPZIG, Horns Erben
09.10.2009 USEDOM Heringsdorf, Kursaal Maritim Hotel Kaiserhof
10.10.2009 HAMBURG Silber mit der rest
11.10.2009 NEUMÜNSTER mit Enno Bunger
12.10.2009 SCHWERIN, KuBu mit Enno Bunger
16.12.2009 BERLIN, Schokoladen mit Tim Brownlow / BELASCO

Link:

MySpace-Auftritt

SomeVapourTrails

Unverschlumpft und gefühlsecht – Mein Mio

Deutschsprachige Lieder zu hören – das ist für mich meist nicht minder schmerzhaft als das dämonische Sirren eines gezückten Zahnarztbohrers. Während die englische Sprache schlichte und deutungsoffene Präzision anbietet, fühlt sich in hiesigen Breiten jeder sofort zum kongenialen Schwippschwager Goethes berufen. Pseudointellektuelle Texte dürfen nie das Ende der Fahnenstange sein. Ab und an gibt es tatsächlich auch erfrischend intelligent-einprägsame Ansätze, die man nicht oft genug anhören mag. Es gibt abseits vom nervig-verschlumpften Geschrammel von Angelika Express und und dem überzogenen Marketing-Hype um Jennifer Rostock eine Qualität, die nur darauf lauert, dass man sie entdeckt. Selbige nennt sich Mein Mio.

MeinMioBand

Ich habe mich bereits mehrmals als Fan dieser Berliner Band geoutet, weil sie unkitschigen Pop mit starken Lyrics verbindet. Die Mannen um Sänger und Texter Sebastian Block liefern nie überfrachte, immer fokussierte Songs ab, die zwar das Rad nicht neu erfinden, sondern vielmehr frisch und keinesfalls abgedroschen klingen. Nun da das Album Irgendwo in dieser großen Stadt erscheint, werden wir in den nächsten Tagen ein knackiges Special vom Stapel lassen: Interview, Konzertbericht – und hier und heute einige Gedanken zu dem wahrlich formidablen Debüt.

IrgendwoindiesergroßenStadt

Warum sollte Mann und Frau in die gut sortierten Plattenläden des Landes pilgern oder auf amazon.de herumwuseln, um der Platte habhaft zu werden? Dafür gibt es 11 triftige Gründe. Bereits das locker vom Hocker zum Mitwippen einladende Wenn wir wüssten, welches auch zur ersten Single auserkoren wurde, gibt den Takt vor, zeigt die Fähigkeit der Gruppe zu flockig-dynamischen Pop-Arrangements, die die Balance aus Unbeschwertheit und Nachdenklichkeit exakt treffen Was sich der werte Herr Block so zusammenreimt, ist absolut al dente. „Ich sehe mich in dir, du läufst in meinen Spuren, lauf doch neben mir“ hat Biss, erweckt mit wenigen Worten ein nette Vorstellung. Nichts was hilft stupst mit dem Refrain „Wir bauen alles auf und reißen’s wieder ein, nur die Erinnerung bleibt und wir mit ihr allein“ abermals den Kosmos der Möglichkeiten an, scheint handfeste Melancholie durch. Die Außenseiter-Ballade So wie ihr deutet an, warum Mein Mio ihre Lieder als moderne Großstadtmärchen verstanden wissen wollen. Zwischen Fremdheit und Verlorenheit bäumt sich die Sehnsucht nach Nähe auf. Gerade die Momente des Innehaltens im alltäglichen Leben, in denen sich Wünsche und Irritationen gleichermaßen manifestieren, werden auf der gesamten Scheibe mit oft konziser Leichtigkeit thematisiert, ohne jeglichen Holzhammer der Bedeutungsschwere. So auch beim rotznasig-frechen Keine Lust auf morgen, das seinem Ärger Luft macht, eine trotzige Anarchie ausruft und gegen das eigene Pflichtbewusstsein rebelliert. Frag mich nochmal skandiert das Bedauern über das Ende einer Beziehung und lädt zu exzessivem Schwenken sämtlicher Feuerzeuge ein. Eben diese zum Ende hin kräftige Gitarren-Ballade, für die Simon Goldfain kräftig die Saiten zupft, generiert authentische Romantik, wie man sie in solch Vehemenz zu selten hört. Nach einer Hymne auf den Sommer folgen drei absolute Highlights des Albums. Mit Es gibt immer tänzelt Sebastian Block am Zenit seines lyrischen Schaffens, ist ein fröhliches Stück Mitsingsang gedrechselt, welches  in unverkrampfter Manier erwartungsvolle Hoffnung weckt. Der füllige, ausgelassene Sound verstärkt die Lust, das Lied wieder und wieder zu erlauschen. Für solch ein Werk mit Gassenhauer-Potential würde manch Band über Leichen gehen. Darum: Bodyguards für Mein Mio!

MeinMioBand2

Freitag mit dem simplen, effektiven Pianospiel, für das Daniel Darius verantwortlich zeichnet, und den Streicherelementen gerät zum nachdenklichsten Stück, erwägt abermals den Wunsch nach Weltflucht. Mit dem titelgebenden Track Irgendwo in dieser großen Stadt hagelt es ein allerletztes Mal ganz großes Kino, wird die Sinnsuche in Cinemascope zelebriert. Durch die Straßen der Metropole schmiegt sich hier ein geradezu greifbar banges Sehnen. Vorsicht an den Türen wiederum bietet krawallige Rockigkeit, bevor Am Ende einmal mehr die balladeske Ausdrucksstärke der Formation untermauert.

Unter den derzeit im Genre Deutsch-Pop agierenden Bands gehören Mein Mio zur Crème de la Crème. Melodien mit hohem Wiedererkennungswert treffen auf gefühlsechte Texte, die schön sentimental-wehmütige Stimme Blocks auf ein immer inspiriertes Ensemble, welches ein Lied nicht nur als Demonstration der eigenen Fertigkeiten versteht. Aus diesen Ingredienzien resultiert ein formvollendetes, hochklassiges Debüt, dem man gar nicht genug Beachtung schenken kann.

Link:

Offizielle Homepage

MySpace-Auftritt

SomeVapourTrails

Free Mp3: Mein Mio – Wenn wir wüssten

mein mio

Pressefoto: www.philux.net

Wer hier öfter vorbei schaut, der kennt sie schon… 😉 Mein Mio stehen kurz vor der Veröffentlichung ihres Albums Irgendwo in dieser großen Stadt (VÖ: 28.8.09). Vorab gibt’s jetzt für 2 Wochen die Single Wenn wir wüssten als kostenlosen Download auf ihrer neuen Homepage. SomeVapourTrails wird euch den Longplayer dann im August in voller Länge und Breite vorstellen.

Mein Mio – Wenn wir wüssten – ive@Lindenpark Potsdam

Links: www.meinmio.de, Myspace

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Glückwunsch!

myspacefeaturedmeinmio

Mein Mio haben’s geschafft und sich u.a. von mir und SomeVapourTrails zum Myspace featured Artist der Woche wählen lassen. Als Dank fürs Voten verschenken sie auf ihrer Myspace-Seite den Song Freitag (akustiksommerurlaubsversion).

Link: Myspace

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Wenn es dir spanisch vorkommt, ist es russisch!

Nun, ich gestehe gerne, dass meine musikalischen Ohren im Regelfall gen Westen schlackern. Gewissen Ländern und den dort verorteten Künstlern gehört meine vollste Aufmerksamkeit. Kanada mit seinen Post-Rock-Apologeten fällt in die Kategorie, ebenso das von sanft-verträumten Stimmungen geschwängerte Island. Von meinem Scheuklappenblick missachtet bleibt hingegen nahezu jegliche Musik aus dem ehemaligen Ostblock, nicht aus einem Prinzip heraus, vielmehr weil es sich nicht aufdrängt. Abgesehen von den Post-Rockern Klever (aus Sankt Petersburg), welche ihre Kunst instrumental darbieten, gähnt die Leere in meinen Playlisten, wenn ich selbige nach russischen Klänge durchforste.

Dieser Umstand erfährt gerade ein erfreuliches Ende. Dies ist dem in Berlin lebenden Tausendsassa Simon Goldfain zu verdanken. Den werten Herrn lernten wir im Zuge unseres Interesse an MEIN MIO kennen, wo er als Gitarrist fuhrwerkt. Diese vielversprechende Band wird – so viel sollte in einem Nebensatz erwähnt sein – am 28. August ihr Erstlingswerk Irgendwo in dieser großen Stadt veröffentlichen, und diesen Termin haben wir uns schon dick im Kalender eingekringelt. Doch zurück zu dem vielseitigen Herrn Goldfain und einem ansehnlichen Nebenprojekt. Als Simon The Russian fabriziert er seit geraumer Zeit in russischer Sprache dargereichten Trip Hop, welcher ungemein intensiv, atmosphärisch dicht erschallt und mit wippendem Flow begeistert.

uselesssumma

Musik Of A Useless Summa nennt sich sein bis dato letztes Werk, welches dieser Tage in einer limitierten, handgemachten Digipack-Ausgabe beim Künstler selbst erhältlich ist. Eine Entdeckung der zumindest für meine Gehörgänge zunächst fremd anmutenden Tracks lohnt sich. Musikalisch orientiert sich Simon The Russian an bester Portishead-Tradition und überzeugt mich mit sprechgesanglichem Talent für Zwischentöne davon, dass die russische Sprache für eine Trip-Hop-Darbietung gerade prädestiniert scheint. Der Titelsong hoppelt mit hohem Wiedererkennungswert durch die Boxen und schiebt Sprachbarrieren beiseite. Die Stimmung, das Gefühl regiert – und dies wird zum Beispiel bei What Are You Thinking Of (When You Sleep With Me) überaus spürbar. Toll!

Was mir anfangs spanisch vorkam, entpuppte sich als entspannt auf Russisch geträllerter Trip Hop. Ich kann jedermann nur dringend auf ausgiebige Hörproben, welche als kostenlose Downloads auf der offiziellen Homepage lauern, verweisen und dem sympathischen Musiker jede Menge neuer Fans wünschen.

Link:

Offizielle Homepage

SomeVapourTrails

Mein Mio – Vorsicht an den Türen

Kleines Recap zu Was der Einen ihr Lenz – ist der Anderen ihr Mio!

Mein Mio live@Roter Salon, Berlin – Vorsicht an den Türen


Mein Mio live@Roter Salon, Berlin – Frag mich noch mal

mehr Mein Mio@Roter Salon Videos: Pueppi1105 Youtube

Konzerttermine:

17.04.09 BERLIN Lido Support für Chapeau Claque
18.04.09 BRANDENBURG Panorama Bar
24.04.09 KÖLN Blueshell zusammen mit Miao Mio und Gigi Homercording
25.04.09 MÜNSTER AMP Support für Jeremy Warmsley
07.05.09 BAYREUTH Galshaus zusammen mit Der Elegante Rest
12.05.09 POTSDAM Nil Club zusammen mit Enno Bunger
13.05.09 BRANDENBURG Baikonur zusammen mit Enno Bunger
14.05.09 TBA
15.05.09 OLDENBURG Polyester zusammen mit Enno Bunger
16.05.09 HAMBURG Kukuun zusammen mit Enno Bunger
17.05.09 BERLIN Dunker Dark Poetry Session
06.06.09 WORMLAGE Benfizfestival für Kinderkrebshilfe

Link: Mein Mio Myspace

DifferentStars

Was der Einen ihr Lenz – ist der Anderen ihr Mio!

SomeVapourTrails hat  mit leuchtenden Augen versprochen, dass der Konzertbericht folgt, geschrieben von – natürlich von mir. Liegt vielleicht auch daran, dass ich  das Debüt Album Augen Auf Und Durch von Lenz sehr gelobt habe. Dieses stellte das Berliner Trio am vergangenen Samstag live im Roten Salon vor,  supported von Mein Mio.

Beweis Nr. 1, dass DifferentStars nicht mit SomeVapourtrails neuem tollen Handy umgehen kann.

Um das Ereignis gebührend würdigen zu können und auch einfach nur einen guten Abend zu haben, machten wir uns dann zu dritt auf. DifferentStars, SomeVapourTrails und der nicht-bloggende Musik-Connaisseur Mario. Eine sehr gute Mischung, da Mario in der Regel was Musik betrifft meiner Meinung ist – also einen guten Geschmack hat. Abgesehen davon, dass er die Fleet Foxes für die Entdeckung 2008 hält, freiwillig Devendra Banhart hört  und The Verve + Travis immer gerne als Mädchenmusik bezeichnet (dazu später mehr/ und mögen tut er sie doch auch).

Gemeinsam arbeiten müssen wir auf jeden Fall noch am Coolness-Faktor und uns künftig mindestens ein halbe Stunde pünktlich nach Konzert-Beginn verabreden. Allerdings konnten wir so dass notwendige Tratschen vorher erledigen und ich beginne hier erstmal mit ner kleine Publikumsbeschimpfung 😉

Record-Release-Publikum kann mühsam sein. Die stehen erstmal mit verschränkten Armen da – kennen die Band sowieso oder haben über die geschrieben oder (noch schlimmer)  sind sonst irgendwie wichtig. Gehen hin, weil sie auf der Gästeliste stehen, sich zeigen und natürlich während dem Konzert furchtbar wichtige Gespräche führen müssen. Ich bin wirklich keine Freundin von andächtiger Stille…nur Leute, sich ab und zu mal im Takt wiegen tut auch nicht weh. Ok – waren zum Glück auch Leute da, die Begeisterung zeigen konnten, hatten auch beide Bands verdient allerdings auch ein besseres Publikum.

Zuerst betraten Mein Mio die Bühne und meine Jungs waren ganz fasziniert ob der sehr individuellen Performance, Gestik und Mimik  der Gitarristen. Völlig im Kontrast stehend zur zurückhaltenden Aura des Sängers. Ganz nett, fand ich die Musik – die beiden Herren mochten’s sehr.

In der Pause entwischte mir SomeVapourTrails schnell unter Zuhilfenahme einer nahe liegenden Ausrede – nur um kurz darauf strahlend mit der käuflich erworbenen Mein Mio EP zurück zukehren. Damit ich nicht auf die Idee komme, von Mein Mio eine Presse Review Kopie anzufordern. Demnächst folgt von ihm die Besprechung und ein Manifest zum Thema Support Your Local Artist. All dies wurde mir mit eindringlichstem Blick mitgeteilt, flankiert von einem ich weiss, du würdest mich jetzt gerne schimpfen. Nein – tu/tat ich nicht. Ich hab auch nur aus Versehen irgendwo gelesen, dass die bald ne CD rausbringen und das Label etwa 5 Gehminuten von uns residiert. Keine Angst, komme nicht in eurem Büro vorbei – schicke lieber ne Mail von unserem Wohnzimmer Büro aus 😀

Beweis Nr. 2 - aber mit Gutem Willen, kann man die Band erkennen 😉

Jetzt aber zu denen, um die es überhaupt ging: Lenz! Sehr feines Konzert, sympatisch und durchaus rockbar. Vorab war ich ein bisschen skeptisch, wie die aufwendig produzierte Platte live in Dreierbesetzung wirken würde. Gutes Songwriting ist aber eben schon die halbe Miete – talentierte und spielfreudige Musiker die andere. Gefiel mir richtig gut und nach ner Weile taute auch das Publikum auf und hier und da wurde freudig rumgehüpft.

SomeVapourTrails konnte nicht anders, als mich damit aufzuziehen, dass Mario und er Mein Mio besser finden – und Lenz „nur“ ganz gut. Bemängelt wurde von den Herren die gestylte Professionalität (die mir durchaus gefiel) – Mein Mio seien da purer und Lenz doch mehr Mädchenmusik. Ich würd mal sagen, Lenz haben beste Popstar Qualitäten. Und schließe mit den Worten: Sorry – ich verweigere mich dem Schreiben von seriösen Konzertberichten – damit hab ich mal mein Geld verdient – zwar nur für ne Lokalzeitung – dafür aber sehr ernsthafte Konzerte (und musizierende Vereine, Dorfgemeinschaften…über die Dörfer tingelte Don Kosaken…). So eine Tätigkeit geht nicht ohne Schaden an einem vorbei.

DifferentStars

Links: Meine Review von Augen Auf Und Durch, Lenz Myspace, Mein Mio Myspace