Ein Treffen der Temperamente – Monoswezi

Die Prämisse ist bewährt und nie aus der Mode. Das Aufeinanderprallen von Gegensätzen funktioniert immer. Da wäre zum einen eine quirlige afrikanische Lebensfreude voller Traditionen, zum anderen nüchterne skandinavische Coolness im Hier und Jetzt. Aus jener Verschiedenheit heraus bezieht die Formation Monoswezi ihren musikalischen Ansatz. Sogar der Name der Band spielt auf die verschiedenen Herkunftsländer an. Die Buchstaben Mo stehen für Mosambik, No für Norwegen, Swe ist das englische Länderkürzel für Schweden und Zi verweist ebenfalls auf die englische Schriftweise von Simbabwe. Monoswezi machen aus ihrer Intention also wirklich kein Hehl. Und dieser ehrliche, schnörkellose Zugang trägt bei der Platte Monoswezi Yanga Früchte. Die Folkore Südostafrikas trifft auf nordeuropäische Jazz-Vorlieben. Aus diesem Spannungsfeld heraus entsteht ein sehr klischeearmes, unverkramptftes Crossover-Album, bei dem sich Kulturkreise auf Augenhöhe begegnen.

Ein Garant für das Gelingen des Werk ist wohl der Vortrag von Hope Masike. Ihr Gesang wirkt angenehm zurückhaltend, schön erzählerisch. Masike kommt nicht über die überbordende Emotion, ihre Eindringlichkeit tritt erst bei genauerem Hinhören hervor.  Weiterlesen