Schlagwort-Archive: Peter Doherty

Unsere Lieblingslieder 2016

Nach einer kleinen gesundheitlichen Zwangspause geht es jetzt munter weiter…

Musik ist für die Ewigkeit gemacht. Sie läuft nicht davon. Gerade im Zeitalter digitaler Verfügbarkeit nicht. Es muss wohl diese Erkenntnis gewesen sein, die mich 2016 dazu veranlasst hat, viele – sehr viele – Platten bewusst nicht zu hören. Ich habe noch in keinem Jahr meines Bloggerdaseins mir aus verschiedensten Gründen so viele Alben geliebter Künstler aufgespart. Etwa das Vermächtnis Leonard Cohens, die Trauerbewältigung Nick Caves, und viele mehr. Paul Simons diesjährige Scheibe werde ich erst 2017 so richtig hören, auch The Divine Comedy muss noch warten. Und ob ich je tiefer ins jüngste Werk Radioheads eintauche, wird die Zeit zeigen. Und diese neu gewonnene Seelenruhe soll sich 2017 auch stärker auf dem Blog äußern. Eine Platte verliert nicht an Relevanz, nur weil sie bereits den einen oder anderen Monat oder sogar Jahr am Buckel hat. Natürlich ist mir bewusst, dass sich Promotionfirmen und Labels geballte Berichterstattung ums Datum der Veröffentlichtung wünschen. Das sollen aber Magazine leisten. Ein Blog ist ein Blog – und kein Einmannmagazin. Da sich die Co-Bloggerin und meine Wenigkeit 2016 intensiv in der Flüchtlingshilfe engagiert haben und dieses Engagement nicht abnehmen wird, wird dieser Blog 2017 noch mehr Hobby sein denn je zuvor. Ein Hobby aber, das wir nicht missen möchten. Und nun genug der Vorrede. Hier sind die Lieder, die uns im letzten Jahr über den Weg gelaufen sind. Die uns erfreut und bewegt haben. Unsere liebsten Lieder halt!

1. James – Nothing But Love (Review)

2. Kevin Morby – I Have Been to the Mountain (Review)

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Schatzkästchen 77: Peter Doherty – I Don’t Love Anyone (But You’re Not Just Anyone)

Dieser Tage prasseln erfreuliche Neuigkeiten auf den Musikfan ein. Was gegen Ende des Jahres noch an Platten veröffentlicht wird, bringt all die Magazine in die Bredouille, die bereits gefühlt Anfang Oktober mit dem Musikjahr abschließen und halbgare Bestenlisten veröffentlichen. Wenn ein gewisser Herr Peter Doherty für Dezember ein neues Soloalbum ankündigt, dann müssen sämtliche Jahresbestenliste halt erst im Januar erscheinen! Hamburg Demonstrations nennt sich die neue Platte. Und sie ist in mehrfacher Hinsicht erfreulich. Zunächst ist es toll, dass Herr Doherty alle Krisen überstanden hat. Wer hätte vor 10 Jahren denn wirklich voll Optimismus darauf wetten wollen, dass Doherty 2016 noch immer am Leben und am Musizieren sein würde? Es grenzt fast an ein Wunder. Und wenn ein Song wie I Don’t Love Anyone (But You’re Not Just Anyone) als erste Single aus den Boxen schallt, dann darf man wirklich Glücksgefühle verspüren. Dass dieser Titel, den das ewige Enfant terrible bei Konzerten bereits oft gespielt hat, nun endlich in voller Pracht erhältlich ist, war überfällig! Doherty ist ein musikalischer Exzentriker, wie es ihn in jeder Generation nur einmal gibt. Das ist kein Geheimnis. Was bei dem über Jahre kultivierten Rabaukentum freilich gern übersehen wird, sind die famosen, fast balladesken Liebeslieder, die mit zunehmenden Alter immer besser ausfallen. Schatzkästchen 77: Peter Doherty – I Don’t Love Anyone (But You’re Not Just Anyone) weiterlesen

Peter Doherty – Flags of the Old Regime

Seien wir doch ehrlich. Selbst die leidenschaftlichsten Fans von Peter Doherty würden diesem neben Wahnsinn und Genie auch eine große Portion Egozentrik unterstellen. Der werte Herr, der für mich immer das Ausnahmebürschchen Pete bleiben wird, hat mich schon immer fasziniert, auch weil er dank Ruhm, Geld und Drogen immer mit einem Fuß über dem Abgrund zu taumeln scheint und dennoch seit Jahr und Tag großartige Musik macht. Und allmählich gewinnt man fast den Eindruck, dass nicht Doherty im Sumpf, sondern der Sumpf in Doherty strampelnd feststeckt. Doherty mag Enfant terrible und Exzentriker sein, Gefühllosigkeit darf man ihn jedoch keinesfalls attestieren. Das unterstreicht die Anfang März erscheinen Ballade Flags of the Old Regime, die der 2011 verstorbenen Amy Winehouse Tribut zollt. Dieses Lied erzählt von einem Scheitern im Rampenlicht, von der Last der Bekanntheit, von innerer Zerbrochenheit, von einer Abgestumpftheit gegenüber dem eigenen Tun. Es ist ein toller, einfühlsamer Song, dem man Dohertys aufrichtigste Verbundenheit gegenüber Amy Winehouse jederzeit anmerkt! Die Erlöse der Single werden der Amy Winehouse Foundation zugutekommen.

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Berlin Festival – Viel Lärm um fast nichts

Meine Präferenzen werden wohl immer kleinen, intimen Club-Konzerten gelten, in welchen der Interaktion von Bands/Interpreten mit der leider zu oft überschaubaren Anzahl an Besuchern ein wichtiger Teil des Charmes innewohnt. Und trotz massiver Zweifel am Line-Up habe ich mich mit mindestmöglicher Unbefangenheit in die Sphären einer mittleren Großveranstaltung gewagt. Das Berlin Festival 2009 versuchte den Spagat zwischen angeberischem Pathos eines Events und dem Anspruch an einen imaginären Indie-Spirit. Das Ergebnis kann sich letztlich aus verschiedenen Gründen nicht sehen lassen. Und genau auf diesen Makeln will ich herumtrampeln, gleich den den Tempelhofer Beton malträtierenden Besuchern.

Geschichtsträchtige Atmosphäre, anreisegünstige Lage, dem Unbill des Wetters trotzend – es gäbe genügend handfeste Argumente für eben diesen Austragungsort, die allesamt kein Blabla darstellen. Doch blanke Theorie bastelt noch lange keine Realität. Was in der am Computer generierten 3-D-Animation schick und schlau aufgereiht, erwies sich in der Umsetzung als Blindgänger. Durch die charismatischen Hallen des ehemaligen Flughafens durfte man auf das Gelände schlurfen. Gleich beim Eingang – unter dem riesigen, halbkreisförmigen Vordach – war die Second Stage untergebracht. Links davon verlief die ebenso überdachte Verpflegungsmeile bis hin zu einem Hangar, welcher die Hauptbühne beherbergte. Bereits hier befiel mich eine Verwunderung. Warum zum Teufel wurde das Herzstück des Festival ins Abseits gestellt, in eine Halle gepfercht, welche zwar groß, aber dennoch räumlich begrenzt ist? Im Grunde ist ein Festival eine Freiluftveranstaltung. Und auch ich hänge der These an, dass diese Location genug Grünflachen für die Ausrichtung eines zünftigen Musikfestes vorrätig hätte. Die gen Wettergott ausgestreckte Zunge mag die Herzen der Veranstaltern betört haben, insgesamt freilich erwies sich die Konzeption als Stimmungstöter. Eine mit der Kulisse des Flughafengebäudes im Rücken gepflanzte Mainstage hätte mehr Flair und Platz geboten, der Hangar als Dancefloor für DJ-Kunststückchen besser getaugt.

BerlinFestival2009

Die Auswahl der Akteure mutete ebenso holprig an. Die Headliner Peter Doherty und Deichkind passten mehr schlecht als recht zu dem Electro-Pop-Schwerpunkt (wie durch Telepathe, Saint Etienne und Zoot Woman repräsentiert) und dem gerne mit bis zum Anschlag plärrenden Gitarren vorgebrachten Indie-Rock (zum Beispiel The Rifles oder The Thermals). Dazu holte man sich noch nervtötend experimentelle Acts wie These New Puritans oder die komplett schrecklichen 1000 Robota ins Boot. Was die hervorragenden Dear Reader in diesem für sie wenig geeigneten Umfeld zu schaffen hatten, blieb ein Mysterium. Ich komme nicht umhin, den Macher Inkonsequenz zu attestieren. Entweder engt man die Ausrichtung auf 2-3 Musikstile ein oder aber man agiert vielfältig – dann jedoch dürfte die Mischung ruhig wesentlich bunter ausfallen. Singer-Songwriter – wo waren sie abgesehen von Herrn Doherty? Hip-Hop und Rap (Dendemann, also wirklich!) lediglich aus deutschen Gefilden? Die derzeit zurecht angesagten folkigen Töne fehlten zur Gänze.

Kommen wir zu kleinen Ärgernissen. Warum das Wiederbetreten des Festivalgeländes mit der Begründung, dass die Auflagen der Flughafen-Verwaltung es untersagen, den denkmalgeschützten Platz der Luftbrücke und seine Anwohner durch abhängende Festivalbesucher zu stören, verweigert wird, mutet seltsam an. Bei ein paar Tausend Zusehern hätte ein auf selbigem Platz installierter Wachdienst und humanere Getränkepreise am Festivalgelände die Bedingung sicher erfüllt. Und auch ein vor allem in der Halle offenkundig grottenschlechter Sound kann und darf nicht hingenommen werden. Wer die an sich durchaus gute Band The Thermals gehört hat, wird mir zustimmen.

Das Berlin Festival 2009 bot ein paar gute bis sehr gute Auftritte,  vor allem die Show von Saint Etienne war zum Fingerschlecken. Nichtsdestotrotz bietet das Gesamtergebnis der beiden Abende Anrecht auf Enttäuschung. Uncharmant lässt sich bilanzieren: Viel Lärm um fast nichts.

SomeVapourTrails

Berlin Festival – Bei Rüpel-Pete rüpelten nur die Weiber

So meine lieben Leser, wir starten unsere Berlin-Festival-Berichterstattung mal mit meinem persönlichen Headliner des Abends, der werte SomeVapourTrails leckt derweil noch seine Wunden. Insgeheim hatte der Liebste wohl darauf gehofft, mich trösten zu dürfen, dass Pete doch nicht kam. Irgendwie hat ja kaum jemand damit gerechnet, dass Mr. Doherty wirklich erscheint. Seine Rüpel-Attacken fielen dann auch sehr enttäuschend aus – die BZ versuchte zwar nen Skandalbericht draus zu schustern und nur weil sie Peter gefühlte 100 Mal Rüpel-Pete nennen, die Rüpel-Ausbeute des Abends blieb eher traurig. Gerade mal ein Flugzeug verpasst, nur 50 Minuten zu spät in Berlin und einem lausigen Fotografen gegens Schienbein getreten. Seine Fans können da mehr – aber dazu später.

Nachdem wir beim Saint-Etienne-Konzert zum ersten Mal am Abend wirklich Stimmung und Star-Appeal erlebt hatten, setzte bei uns erstmal das Warten ein. Kurze Versuche anderen Acts ne Chance zu geben, scheiterten und ließen uns lieber auf dem Asphalt platznehmen. Wie man bei einem so tollen Gelände ausgerechnet den Rasen zur Sperrzone erklärt und lieber auf unterkühlte Hallenatmophäre setzen kann, ist uns beiden ein Rätsel. Sommerfestivals erlebte ich bisher anders und ähm… die Grundstimmung des ganzen Events war dann auch unterdurchschnittlich.

Also Warten auf Pete, mit Bier, dessen Farbe, Aussehen und Geschmack  im milchfarbigen Plastikbecher einer Pinkelprobe beim Arzt glich. Warsteiner war das glaub ich, trink ich sonst auch nie freiwillig, jetzt auch bestimmt nie wieder…

Aber ach was, es geht hier ja um Musik und so begaben wir uns zurück in die Halle, die sich erst gemächlich füllte und uns in der 7. Reihe brachte. Pete ließ nur ein wenig auf sich warten… dafür nahmen nach und nach immer mehr Konzertgäste immer öfter immer weniger freundlichen Körperkontakt mit uns auf.

Dann geschah das, was kaum jemand erwartet hatte: Pete stand auf der Bühne. Ohne Tamtam, ohne Band, nur mit Klampfe in der Hand und 2 im aktuell total en vogue-em Elfenlook gekleideten Ballerinas. Surreale Erscheinungen der dritten Art – aber ich mag so was ja. Für Rock ’n‘ Roll sorgen nur die weiblichen Fans, die mittels Ellbogen, Fingernägel und Tritten sich in die vorderen Plätze vorzukämpfen versuchten. Aber ich bin ja auch schon alt, so über 30 und geh trotzdem nicht aus dem Weg.

Zurück zu dem Herrn auf der Bühne. Stimmlich nicht ganz auf der Höhe, sich kunstvoll auf der Gitarre vergreifend, immer wieder so aussehend, als ob er gleich umkippe… lieferte der Gute doch ne gute Show ab. Schwer zu sagen, was hier Attitüde oder echter Wahnsinn. Niemand wischt sich den Schweiß so schön von der Stirn wie Pete mit der eigenen Krawatte 😉

Dank YouTube hier zwei Videos des Auftritts:

Peter Doherty – Lady don’t fall backwards (live at Berlin Festival 2009)

Peter Doherty – Music when the lights go out (live at Berlin Festival 2009)

Fazit: Das Warten hat sich gelohnt, nochmal werd ich mich aber nicht so hauen, um einen Blick auf den Herrn werfen zu können. Wer auf die Idee kam, Peter Doherty in der kleine Halle auftreten zu lassen, die in den hinteren Reihen nur stickige Luft und schlechte Soundqualität bot, gehört mit sofortiger Wirkung seines Jobs enthoben. Generell ist Tempelhof ja ne vielversprechende Location, die von den Organisatoren des Festivals vollkommen fehl- und verplant wurde. Die Durchmischung des Line-Ups unglücklich… aber wir haben einen der raren, nicht abgesagten Auftritte von Peter Doherty erlebt. Werd ich mir nicht unbedingt auf meinen Grabstein meißeln lassen. Ist aber wenigstens was.

Setlist und Fotos vom Konzert gibt’s auf dem taz-Blog.

PS: SomeVapourTrails denkt drüber nach sich, auf Last.fm ne neue Freundin zu suchen, die auf rein zivilisierte Dreampop-Klänge steht und nur Konzerte mit fester Sitzplatz-Verteilung besucht…

PPS: Er ist aber Fan der Babyshambles und selber schuld, dass er sich mich ausgesucht hat 😀

DifferentStars

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Pressefoto: Sibilla-Calzolari

Sag Niemals Nie – Pete(R), Ich und das Berlin Festival

Irgendwann hab ich mal irgendwo und vielleicht auch hier behauptet, ich würde NIE auf ein Konzert von Pete Doherty oder den Babyshambles gehen. Einfach weil ich’s doof finde zu warten und zu warten und dann vielleicht auch noch umsonst gewartet zu haben. Dass ich die Soloplatte von Peter Doherty sehr mag, hab ich ja schon hier geschrieben. Auch die Babyshambles sind immer wieder gern gesehene Gäste in meinem Mp3-Player. Und jetzt? … steht das Berlin Festival direkt vor der Tür. Also fast. Morgen geht’s los und wenn ich zu Fuß los gehe, bin ich in etwa 20 Minuten dort.

SomeVapourTrails hat sich schon über meine heutige, blödelnde Kalauerei beschwert… ihr müsst jedoch damit leben, er auch. Punkt.  Ich wiederum werde morgen warten und hoffen und vielleicht Pete mit und ohne „r“ sehen und wenn er doch nicht kommt, dann waren auf jeden Fall ne Menge anderer toller Bands da.

BF-Bigsize-Banner

Morgen auf jeden Fall anschauen werden wir uns Dear Reader (19.00 Uhr/Main Stage) und Saint Etienne (21.30 Uhr/ Main Stage)… ansonsten werden wir uns ein bisschen treiben lassen. Das komplette Lineup findet ihr hier.

Über Samstag wird noch diskutiert… meine Favoriten sind Jarvis Cocker (22.30 Uhr/Main Stage) und The Rifles (19.30 Uhr/ Main Stage)… mal schaun.

DifferentStars

Free Mixtape: UK Sounds & Indie Rock

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Meine Lieblingskassette von tapedeck.org sieht anders aus… nur britische Musik klingt selten wirklich happy… daher werd‘ ich mir das Bild für ein späteres Mixtape aufheben. Tapedeck.org hat sich zur Aufgabe gemacht, die alten Audiokassetten in allen Farben und Formen in Erinnerung zu rufen und bietet eine schön-skurille Bildergalerie. Vorbei schauen lohnt sich auf jeden Fall.

Ich wiederum sammle fleißig kostenlose Mp3s, um die Tipps dann an euch weiterzugeben. Da ich immer noch in meiner „klingt britisch und ist es vielleicht auch„-Laune bin, hab ich mal die besten Mp3s der ersten Jahreshälfte (die noch online sind) zusammengestellt.

DovesBirds Flew Backwards (Alternative Version) (Download Link)

ElbowForget Myself (Download Link)

Mp3: Ian ArcherBoy Boy Boy

Manic Street PreachersBag Lady (Download Link)

Peter DohertyNew Love Grows On Trees (Download Link)

Mp3: MokeHere Comes The Summer

Mp3: The Alexandria QuartetThe Dark Side Of The Blues

Mp3: The HorrorsSea Within a Sea

Light In Your LifeSmile That Smile (zip)

The MaccabeesNo Kind Words (Download Link)

The VeilsThree Sisters (Download Link)

Mp3: White LiesDeath

The RakesThe Loneliness Of The Outdoor Smoker (Download Link)


We Are The StormWhere we used to be Heroes

(Download Link)

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Abwasch oder Rezension!

Irgendwann setzten wahrscheinlich bei jedem Musikblogger mal Overkill-Phasen ein. Wenn man mit seinem Co-Blogger zusammenlebt, wird einem dies natürlich ausgiebig unter die Nase gerieben, mit den Promozetteln der wartenden Rezensionen gewedelt und ein schlechtes Gewissen bereitet. Zur Strafe für schlurfendes Rezensieren, durfte ich in den vergangenen 2 Wochen dafür mehr Haushalt erledigen. Mit der logischen Begründung, dass ja zumindest Einer, bzw. der Eine, genug Zeit braucht, um sich um den Blog zu kümmern. Sonntagnachmittag hat mir der liebste Herr dann mitgeteilt, er wolle von nun an Rezensions-Gott genannt werden. Mir scheint, da müssen Gegenmassnahmen ergriffen werden.

Meine Lieblingsradiostation ist zur Zeit die meines Last.Fm-Zweitwohnsitzes. Da spielt alles, was so grob in die Kategorien Britpop und Britrock passt.

Vergangene Woche hab gleich zwei zum Radio passende Veröffentlichungen schöner Videos verpasst. Nicorola war hier eindeutig wesentlich schneller, ich total vertrant, also via ihm kommen jetzt:

Peter Doherty – Broken Love Song

und

Mando Diao – Mean Street

DifferentStars

Pete hat ein "r" locker – oder vielleicht doch nur der NME

Das schnellste und beste Musikmagazin der Welt – ist nach eigenen Angaben der NME – New Music Express. Schnell vor allem damit, jede Woche eine neue Next Big Thing-Sau durchs Dorf zu jagen. Noch schneller damit, die absurdesten Gerüchte in die Welt zu setzten – sich nicht zu blöd zu sein, den allergrößten Schwachsinn zu publizieren. Immer jedoch, mit einem großen Unterhaltungswert und einer  Seriosität, die uns  im Bilde hält, was so im Reallife der Stars wirklich und wahrhaftig passiert.

Absoluter Darling ist und bleibt Pete Doherty – und eben nicht Peter Doherty. Auch ich habe in meiner Review von Grace/Wastelands das Ernsthaftigkeit stiftende „r“ unterschlagen.

Da Pete langsam selber gelangweilt von den eigenen Drogeneskapaden, Kate Moss auch von Dannen… muss nun die Katze aus dem Sack… und des Skandaljungen Verhältnis zu Haustieren fabuliert werden.

Und dies geht so: Pete hatte ne Katze, die ist überfahren worden. Der traurige Pete wollte ne Seebestattung und warf die Mieze in den heimischen Teich. Blödes Vieh wollte nicht untergehen, dann wurds Winter… doofer Teich fror zu und gruselige Katze blickte Steven King mässig den armen Knaben an.

Hier die Originalmeldung:

Pete Doherty has revealed that he buried one of his cats in his pond – but to the Babyshambles man’s horror, the animal remained on the water’s surface until it froze. „The cat got run over so I thought I’d give it a burial at sea – well, the pond,“ he said. „But it didn’t sink, it floated and then froze over. So there was this dead cat under the ice looking up at me. It was terrible“

(Quelle: NME)

DifferentStars fragt sich selber, wieso sie diesen Unsinn auch noch lustig findet, obwohl sie Katzen sehr liebt und kein Wort dieser Geschichte glaubt. Achso – die eigentliche Meldung ist: Der neue Küntlername ist Peter Doherty – und kein Schreib-oder Druckfehler. DifferentStars wird aber weiter Pete schreiben.