Playlist: BitterSweet Christmas (Lieblingsweihnachtslieder Teil 1)

 

Das Fest der Liebe ist vor allem eines: Das Fest der Sehnsucht. Zu keiner Zeit im Jahr lässt sich so unverfroren dem Herzschmerz frönen. Zwischen bitterer Kälte und kuscheliger Wärem entfaltet die Liebe ihren janusköpfigen Zauber. Mit Teil 1 unserer Lieblingsweihnachtssongs bekommt ihr die volle bittersüße Pracht zum  Sehnen, zum Schwelgen und zur gepflegten Melancholie.

 

1. The Lonely Wild — Holidays
2. Scanners – State Of Wonder
3. Summercamp – I Don’t Wanna Wait Til Christmas
4. Smoke Fairies – Wild Winter
5. Great Lake Swimmers – Gonna Make It Through The Year (Free Mp3)
6. MENACE BEACH — Holidays Are Heavy
7. Kasabian – Bow Morning Zone for Christmas Day
8. The Green Apple Sea — December
9. Metric — The Fatal Gift
10. SHY NATURE – Christmas Lullaby
11. PINS — Kiss Me Quickly (it’s Christmas)  Weiterlesen

Schatzkästchen 10: PINS – Too Little Too Late

Sie stammen aus Manchester, sie sind 4 Frauen mit Hang zum Post-Punk. Und man nehme sich besser vor ihnen in Acht! Wie die PINS in ihrem jüngsten Video zu Too Little Too Late unter Beweis stellen, ist ihnen Übellaunigkeit nicht fremd. Ob dies an den Fummeln aus der Kollektion von Saint Laurent liegt? Denkbar. Die PINS charakterisieren dieses Lied als „a middle-finger-to-the-world kind of song“.  Danach klingt es denn auch, trotzig und ganz schön lärmig. Too Little Too Late ist Musik für Tage, an denen das Huhn in der Pfanne verrückt wird. An denen man ausschließlich Idioten begegnet, an denen sich alles gegen einen verschworen hat. Dieser Song ist ausgesprochen gereizt. Schon ihr Albumdebüt Girls Like Us (2013) hat manch Haken in die Magengrube versetzt, dass man Blut gleich Konfetti spucken musste. Am auf Attacke getrimmten Sound hat sich erfreulicherweise nichts geändert. So wie Too Little Too Late auf Krawall gebürstet scheint, darf man vor dem für Anfang Juni angekündigten Album Wild Nights durchaus ein bisschen zittern, ja geradezu bangen, dass sie den Titel nicht überwörtlich nehmen. Bis Juni wandert dieser Track jetzt einmal ins Schatzkästchen. Dort hat man ihn jederzeit griffbereit, wenn es mal eben einer ordentlichen Portion Grummeligkeit bedarf.

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Free EP: Das unweihnachtliche Geschenk der PINS vor der Adventszeit

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Wie der Titel des Posts schon sagt, bin ich musikalisch zur Zeit mal wieder in ganz anderen Gefilden unterwegs. Nicht vor Ende November hatte ich mir selbst geschworen, eigentlich, sollte es mit weihnachtlicher Musik hier auf dem Blog losgehen. Wird jetzt aber wohl doch eher morgen oder übermorgen werden. Es gibt besondere Musiksnob-Festtage, die gehen das Jahr über vollkommen spurlos an mir vorbei. Eine der Jahresjubelfeiern der wahren Musikkenner wäre da der Cassette-Store-Day, welcher gleich gefolgt vom Record-Store-Day pure Ignoranz meinerseits erntet. Ich gehöre zu der Generation, die Bleistifte nicht zum Zeichnen kunstvoller Gemälde, sondern dem Wiedereinfädeln des Kassetten-Bandsalats verwendete. Meine Beziehung zur Vinyl ist ähnlich herzlich. Beim Immer-Wieder-Hören-Wollen meiner Lieblingslieder krachte die Plattennadel zu oft auf die Schallplatte und hinterließ denkbar ungeliebte Kratzer. Wie gut, dass irgendwann die CD erfunden wurde und dann ja auch die Mp3. Langer (Vor-)Rede, kurzer Schluß:

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Indie-Track-Auslese 2013 (Juli/August/September)

Obwohl wir in den vergangenen 3 Monaten ungewöhnlich viele Größen der Musik besprochen haben, fand doch auch der eine oder andere Indie-Künstler Erwähnung auf dem Blog. Hier eine nochmalige Auflistung manch toller Tracks.

Human PyramidsRelapse (Großbritannien) Album: Planet Shhh! (VÖ: 15.07.2013 auf Oxide Tones)

PINSLost Lost Lost (Großbritannien) Album: Girls Like Us (VÖ: 27.09.2013 auf Bella Union)

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Ungeschliffene Rohdiamantinnen – PINS

Nicht jede Existenz einer auf Aufmüpfigkeit getrimmten Girl-Band ist gleich als feministisches Statement zu werten. Dennoch bin ich durchaus der Meinung, dass es ruhig mehr weibliche Wucht in der Musik geben darf. Solch Bands sind das nötige Pendant zu all den musikalischen Püppchen, die Musik zur Anschauungssache machen. Nun existieren sicher nicht wenige großartige Singer-Songwriterinnen, die bereits beträchtlichen Anteil am emanzipatorischen Fortschritt in der Musik haben, aber rein weibliche Formationen begraben auch etablierte Vorurteile, wonach bestimmte Musikinstrumente nicht für Frauen gemacht seien. Die vier Damen der aus Manchester stammenden Formation PINS sind aber nicht einfach nur Quotenmädels, die mächtig drauflos lärmen. Die PINS sind vielmehr ungeschliffene Rohdiamantinnen, an die besser kein Label Hand anlegen sollte.Das dieser Tage erscheinende Albumdebüt Girls Like Us besticht als Parforceritt, zeitigt einen atemberaubenden eigenen Sound. Dass dieses Werk von einer Girl-Band stammt, scheint bestenfalls das Tüpfelchen auf dem i.

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Photo Credit: Elle Brotherhood

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Release Gestöber 44 (200, Land of Kush, PINS)

200

Natürlich darf man Kuriositäten mild belächeln. Was wäre die Welt ohne Exoten, etwa einen kenianischen Skirennläufer oder einen guatemaltekischen Oktoberfestbesucher. Derart kurios mutet freilich auch eine Punk-Rock-Band von den Färöer Inseln an. Was verbindet man mit dieser knapp 50000 Einwohner zählenden Inselgruppe? Doch wohl das ausgiebige Fischerdasein und eine eigene Fußballnationalmannschaft, die es vor über 20 Jahren einmal geschafft hat, in einer EM-Qualifikation der Fußballmacht Österreich eine historische Blamage zuzufügen. Als musikalischer Hotspot sind die Färöer Inseln – im Gegensatz zu Island – bisher nicht in Erscheinung getreten. Wenn ich jedoch das Rambazamba der Formation 200 anhöre, dann mag zwar die Herkunft der Band ungewöhnlich sein, musikalische Hinterwäldler sind die Musiker keineswegs. Das Album Vendetta! gönnt sich ordentliche nordische Härte, die jenseits aller Textlichkeit Schweiß, Rotz und Renitenz versprüht. Zu den Grundpfeilern leidenschaftlicher Authentizität zählen die unter einer Minute angesiedelten Tracks Punkurin frá helviti, Hakka blokkin und Miðfingurin til miðflokkin. Sie geben die Attitüde vor, die bei Titel wie Makka rætt brachial hard-rockig ausgestaltet wird. Eher schon in Richtung Southern Rock geht Við love skuldu vit land byggja, das Highlight dieser Platte. Als ähnlich gut entpuppt sich das düster-psychedelisch veranlagte Brúka tína makt. 200 sind auf Vendetta immer auch für eine Überraschung gut, so lässt der auf Bossa Nova getrimmte, ramschige Heimorgelsound von B-A-D-H durchaus ein Stirnrunzeln zu. Solch Moment verrät dann doch ein musikalisches Exotentum. In der Summe freilich ist diese Platte vom Jux weit entfernt, mehrheitlich ungezügelt und voll Passion. Schon deshalb sollte man Vendetta! ein Ohr leihen.

Vendetta! erscheint am 23.08.2013 auf TUTL.

Land of Kush

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Unsere 10 Newcomer des Jahres 2012

Wir machen weiter mit unserer Rückschau auf das abgelaufene Musikjahr. Nun wollen wir einen Blick auf Newcomer werden, die uns doch ein wenig beeindruckt haben. Nun ist der Begriff Newcomer ohnehin ein schwammiger. Der Duden definiert den Newcomer so: „Jemand, der in einer Branche, einem Geschäft o. Ä. neu ist, noch nicht viel Erfahrung [aber schon einen gewissen Erfolg] hat“. Der kritische Punkt in jener Beschreibung liegt eindeutig beim gewissen Erfolg. Gerade im Indie-Bereich ist Erfolg ein herrlich unscharfer Begriff. Hat man schon den Durchbruch erzielt, wenn man über 1000 Likes auf Facebook erlangen konnte? Oder wenn eine Band bei einem Konzert nicht bloß in bestens bekannte Gesicher in den Zuschauerreihen blickt, darf man dann schon von einer Karriere sprechen? Angesichts dieses Dilemmas haben wir einfach Acts aufgelistet, die uns 2012 über den Weg liefen und denen wir für ihre musikalische Zukunft viel Glück wünschen. Denn Erfolg ist letztlich Glücksache – und keine Frage des Talents.

Beste Newcomer

1. WALL (Großbritannien)

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Stream: Pins – Kiss Me Quickly (It’s Christmas)

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Die Indie-Weihnachts-Sensation 2012 kommt aus Manchester und schaffte es auf zahlreichen Musikgazetten groß gefeatured zu werden, zu Recht wie ich finde. Kiss Me Quickly (It’s Christmas) ist ein ganz famoser Song, wunderbar versurrt, musikalisch beheimatet irgendwo zwischen den Dum Dum Girls und den Raveonettes. Wenn nicht alles mit dem Teufel zu geht, sollte 2013 das Jahr der Pins werden. Ich bin gespannt, was da noch kommt.  Weiterlesen