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Eine kleine Geschichte über Migration – Sarathy Korwar

Von den Siddi, einer afrikanischstämmigen Bevölkerungsgruppe in Indien, können wir eine ganze Menge lernen, speziell die euphorischen Befürworter und dezidierten Gegner der Globalisierung unter uns. Ob Chancen oder Gefahren, im gegenwärtigen Diskurs wird gern so getan, als wäre die globale Welt Fluch oder Errungenschaft der vergangenen Jahrzehnte. Vielleicht sollten wir um die Globalisierung ohnehin keinen solchen Lärm machen, denn sie ist in ihrer derzeitigen Form nur vorläufige Momentaufnahme eines seit Menschheitsbeginn andauernden Prozesses. Und hier kommen die Siddi ins Spiel, die als Sklaven, aber auch Seefahrer und Händler teils wohl schon vor mehr als tausend Jahren nach Indien gelangten. Die Siddi sind ein Beispiel für eine über Jahrhunderte erfolgte, fraglos oft forcierte Migration. Ihr bis heute andauerndes Schattendasein in der indischen Gesellschaft belegt, dass Migration nicht zwangsläufig früher oder später zu Integration führt. Das Volk mag sich im Lauf der Zeit angepasst haben, wuchs vermutlich überhaupt erst in der Fremde zu einer Ethnie zusammen, vergaß im Zuge dessen aber auch auf die eigenen sprachlichen Wurzeln. Lediglich in ihrer Musik haben sich uralte afrikanische Elemente erhalten. Die Siddi leben heute hauptsächlich im westindischen Bundesstaat Gujarat. Und eben dorthin hat sich der in den USA geborene, in Indien aufgewachsene und nun in London beheimatete Musiker Sarathy Korwar aufgemacht, um quasi als Musikethnologe trancehafte Gesänge und polyrhythmische Percussion aufzunehmen. Diese Folklore hat er anschließend mit Jazz und elektronischen Komponenten zu einer spannenden Platte namens Day To Day geformt.

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Die ebenbürtige Zwillingsschwester – Marissa Nadler

Kummer, insbesondere Liebeskummer, führt sehr häufig dazu, dass wir uns vom Leben zurückziehen, in einer Art Blase gefangen sind, durch die die Umgebung außerhalb meist nur fahl und trüb wahrnehmbar scheint. Makellos wirken dagegen die wie mit Photoshop geschönten Erinnerungen, die in der Blase blubbern, bis sie platzen! Und der Schmerz spaltet sich in viele scharfe Rasierklingen, die die Seele filetieren. Das Unangenehmste am Verweilen in der Blase ist jedoch, dass man trotz Abgeschiedenheit nicht unbeobachtet bleibt, das Umfeld die selbstgewählte Gefangenschaft in der Blase durchaus mitleidig registriert. Auch kreative Menschen sind vor diesem Schicksal nicht gefeit – und doch haben viele von ihnen in dieser Situation einen entscheidenden Vorteil. Denn auch der kreative Prozess findet gern in strenger Zurückgezogenheit statt. Möglicherweise hat das neue Album der US-Singer-Songwriterin Marissa Nadler wirklich in einer Blase des Kummers seinen Ursprung genommen und alles Leiden schließlich in allerschönste Musik verwandelt. Strangers ist von eremitischer Katharsis geprägt, von melancholischer Traurigkeit und bitterer Erkenntnis. Nadler orientiert sich dabei unüberhörbar an einer gewissen Lana Del Rey. Letzterer ist nämlich zu verdanken, dass lange als chic geltende mauerblümchenhafte Erkenntnisklänge in den vergangenen Jahren vermehrt von divareskem Schwelgen abgelöst wurden.

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Großstädtische Liebesgespinste – Andrew Butler

Einen Troubadour mit Vorliebe für melancholische bis moribunde Klänge möchte ich den werten Lesern heute ganz besonders ans Herz legen. Im vergangenen Herbst hatte ich den Briten Andrew Butler bereits hier vorgestellt, im Februar nochmals auf einen gradiosen neuen Song hingewiesen, nun endlich gilt es, sein Debütalbum Chalk ausgiebig zu würdigen. Butler besticht als distinguierter Singer-Songwriter, der großstädtische Liebesgespinste, viktorianische Schauermärchen und kammerspielhafte Wehmut zu einer in wirklich jeder Hinsicht famosen Platte formt. Chalk verbindet die poetische Erzählkraft eines Leonard Cohen mit den scheiternden Lebemännern eines frühen Tom Waits. Der Vortrag gestaltet sich mindestens so zärtlich wie vornehm, die Musik stellt sich als edler Folk dar. Doch genug der Vorrede, schauen wir uns das Album einfach näher an!

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Photo Credit: Joe Warren

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Ein Frage der Attitüde – 50FOOTWAVE

Hmm, habe ich in all den Jahren des Bestehens dieses Blogs tatsächlich noch nie ein Wort über Kristin Hersh verloren? Asche auf mein Haupt. Denn ihre Soloalben der Neunziger habe ich sehr gemocht, ihrem Wirken bei den Throwing Muses dagegen seltsamerweise immer zu wenig Beachtung geschenkt. Hersh ist ohne Zweifel eine der interessanteren Indie-Gestalten der vergangenen Jahrzehnte. So interessant sogar, dass ein würdigendes Porträt sicher lohnen würde. Dieser Tage, in Zeiten des Fussballs, müssen es einige Zeilen zur neuen EP ihres Projekts 50FOOTWAVE tun. Die sechs Songs der EP Bath White stehen in bester, griffiger Alternative-Rock-Tradition, verkörpern alles, was Female-Fronted-Rock so attraktiv macht. 50Footwave gehen es geradezu puristisch an, Hersh ist für Gitarre und Gesang zuständig, Bernard Georges für den Bass und Rob Ahlers fürs Schlagzeug. Das Trio holt aus dieser kompakten Instrumentierung einen ungemein satten, an die Hochblüte der Neunziger erinnernden Alternative-Sound heraus. Die Texte speien oft eine nach Veränderung gierende Unzufriedenheit aus. Solch rohe, kompromisslose Attitüde hätte zumindest ich nicht unbedingt von einer Band erwartet, deren Frontfrau in wenigen Wochen 50 Jahre alt wird. Wie gut, wenn man sich nicht vom eigenen biologischen Alter zur Räson bringen lässt.

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Poesie abseits von Je t’aime – Radio Elvis

Wenn sich eine Band nach EPs, die ich freudig goutiert habe, endlich an ein Debütalbum wagt, bange ich manchmal ein wenig, ob es denn auch klappt. Eine EP mit ungefähr 15 Minuten Spielzeit ist leichter zu fabrizieren als eine Platte, die schon auf 45 Minuten und mehr kommen sollte. Nun könnte man natürlich auf die grandiose Idee kommen, den Erstling als Best-of bereits veröffentlichter EPs zu konzipieren. Ob man damit allerdings Fans der bisherigen EPs einen großen Gefallen tut? Vielleicht haben solche Gedanken die Entstehung des Albums Les Conquêtes geprägt. Für die französische Formation Radio Elvis habe in den vergangenen 12 Monaten nur Lobeshymnen übrig gehabt und den Song Goliath sogar zu meinem Lieblingslied des Jahres 2015 gekürt. Gerade deshalb war ich doch einigermaßen überrascht, dass sich besagtes Goliath nun nicht auf dem Debütalbum wiederfindet. Vermutlich wollte die Band das Best-of-Szenario vermeiden. Les Conquêtes offeriert stattdessen überwiegend neue, unverbrauchte Lieder. Und tut dies verblüffend unaufgeregt. Man kennt das ja, dass die Ambition, die sich bei einem Debüt aufgestaut hat, oft nur bedingt mit dem Resultat korreliert. Nicht so bei diesen doch sehr abgeklärt wirkenden Franzosen! Ich zumindest habe bei dieser Platte nie das Gefühl, dass Radio Elvis Hits mit der Brechstange fabrizieren wollen. Eher neigen sie zu Understatement, sofern dies bei diesem in Sound, Darbietung und Optik markanten Mix aus Chanson, Pop und Indie-Rock denn möglich ist.

Schon im Februar habe ich bei der Ankündigung des Albums die Qualitäten der Formation herausgearbeitet. Der Sänger Pierre Guénard sieht dank Brille und Ohrring wie ein Nerd aus der Provinz aus, den nur die Gnade der späten Geburt von seiner Aufmachung freispricht. Seine Visage hat noch dazu etwas milchbubihaftes. Doch spätestens wenn er zu singen beginnt, weichen äußerliche Irritationen. Weil dann gesangliche beginnen. Denn diese Stimme scheint zunächst zu fein für Pop, zu weich für Indie-Rock und zu jugendlich für das große Chanson. Poesie abseits von Je t’aime – Radio Elvis weiterlesen

Made in Germany, ha! – Klaus Johann Grobe

Deutschland, deine Künstler! Backen wir uns doch einen! Die Zutaten sind rasch zur Hand. Man nehme ein bisschen vom Charme deutscher Chansons der Sechziger und Siebziger, denke dabei an eine Hildegard Knef oder einen Manfred Krug, und füge das Easy Listening eines James Last hinzu. Man geize nur ja nicht mit krautigen Elementen, denn bekanntlich ist es das Genre, das Deutschland zur Musikgeschichte der letzten Dekaden beigesteuert hat. Auch auf NDW-Textlichkeit darf unter keinen Umständen verzichtet werden. Ein wenig Andreas Dorau ist ohnehin nicht verkehrt. Nicht vergessen, die Chose dann mit einer ordentlichen Portion PeterLicht zu würzen! Wenn man all dies kräftig verquirlt, erhält man Klaus Johann Grobe. All die Ingredienzien schreien förmlich nach Musikvergnügen made in Germany. Und tatsächlich ist das Album Spagat der Liebe purer Genuss! Doch einen Haken hat die Geschichte. Das Duo, das hinter dem für eine Band reichlich skurrilen Namen steckt, stammt aus der Schweiz!

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Schlaglicht 54: Fortressless

Auf Wimmelbilder voller wunderlicher Stimmen hat es das Hamburger Duo Fortressless laut Presseinfo bei seinem Debüt Neoteny abgesehen. Und tatsächlich wird hier Spoken Word mit eher verquerem Electro-Pop vermengt. Die Chose wirkt ertüftelt, fast ein wenig zu streberhaft. Die EP entwickelt Momente, in denen sie ausgelassen herumhüpft, allerdings auch Passagen, in welchen man das Gefühl hat, dass hier die Vertonung eines Poetry Slams aus dem Ruder gelaufen ist. Vor allem die Nummer Let Alone the Sequence und der Titeltrack Neoteny lassen ein wenig ratlos zurück. Denn ja, es wimmelt, jedoch zu viel. Allerdings ist so ein Debüt wohl dazu gedacht, sich auszuprobieren. Und schon Hale and Hearty gelingt es, traumwandlerische Electronica mit entrückten Melodien und Hip-Hop-Untertönen zu einem spannenden Ganzen zusammenzufügen. Als Prunkstück der EP erweist sich aber Smoke Bomb Blisters – und eben dieser Track ist speziell der Grund, warum ich den Lesern Neoteny als Hörempfehlung ans Herz legen möchte. Eine sonnendurchwirkte Wärme durchflirrt Smoke Bomb Blisters, ab und an aufgelockert von einem hibbeligen Singsang. In seiner ganzen Stimmung erinnert dieses Schwelgen an isländische Vorbilder, entwickelt eine Qualität, die zu entdecken lohnt!

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Natur ist kein harmloser Erlebnispark – Dana Falconberry & Medicine Bow

Der Natur und den Elementen ganz nah zu sein, das haben wir längst verlernt. Und damit meine ich nicht nur Stadtmenschen. Auch auf dem Land findet sich mehr Kulturlandschaft als ursprüngliche Natur. Die Macht, die Natur über Menschen hat, ist uns oft nicht länger bewusst. Berge, Täler, Wiesen und Wälder kennen wir zwar aus Dokus im TV, aber selbst in den prächtigen Bildern geht etwas verloren. Ich bin eigentlich nicht übertrieben mystisch aufgelegt, doch meine ich, dass ein Erleben von Natur in der Abgeschiedenheit eine große spirituelle Erfahrung darstellt. Baum und Tier, Gipfel und Himmel beginnen zu erzählen. Viele Singer-Songwriter folgen dem Trend, unserer hochtechnisierten Welt zu entsagen und sich zurück zur Natur zu orientieren. Was mir dabei manchmal zu kurz kommt, ist die Schilderung der Natur. Manch Singer-Songwriter kommen zwar aus der Wildnis, wirken jedoch adrett und geläutert, so ganz ohne Kratzer oder gar verdreckte Klamotten. Bei hipsterigen Vertretern ist man oft sogar geneigt zu glauben, dass der Bart vorm Gang in den Wald viel länger war als hinterher. Allerdings ist Natur kein harmloser Erlebnispark. Vielmehr bedeutet sie eine existentielle Erfahrung. Wie diese aussehen kann, vermag das Album From The Forest Came The Fire auszumalen. Dana Falconberry & Medicine Bow imponieren mit einem überaus poetischen, anschaulichen und besonders lebendigen Chamber-Folk mit Dream-Pop-Elementen.

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Photo Credit: Jorge Sanhueza-Lyon / Dana Falconberry

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Sein größter Feind – Richard Ashcroft

Man muss mit Kritik auch umgehen können! Ein Mesut Özil muss es sich gefallen lassen, dass seine Körpersprache auf dem Fußballplatz gerügt wird. Gerne und oft von „Fans“, die den Stinkefinger heben. Auch ein Musiker muss harte Worte aushalten. Von Hörern, deren einzige Befähigung in zwei intakten Ohren – Glückwunsch! – und einer mehr oder minder großen Plattensammlung besteht. Diese Voraussetzungen langen, um Melodien durch den Kakao zu ziehen oder Songtexte mangelnde Tiefe vorzuwerfen. Eine Kunst des Erfolgs besteht auf alle Fälle darin, Kritik nicht unter die Haut gehen zu lassen. Richard Ashcroft scheint damit so seine Probleme zu haben. Während kaum jemand bestreiten wird, dass er mit seiner Band The Verve den Britpop der Neunziger entscheidend mitgeprägt hat, sind seine seitdem veröffentlichen Solowerke nicht besonders gut angekommen. Nun kann man ja auf Feuilleton und Musikpresse unterschiedlich reagieren. Sie vielleicht nicht mal ignorieren, sie mit einem müden Lächeln abtun – oder aber meinen, es allen zeigen zu müssen. Das neue Album These People wird von letzterer Motivation angetrieben. Ein Fehler!

Ashcroft wurde United Nations of Sound von 2011 derart durch den Kakao gezogen, dass er sich wohl auf Beratungsresistenz versteift hat. Eigentlich hat der Bombast des letzten Albums nach gute Ergebnisse gezeitigt, wäre er nur konsequent weitergeführt worden. Stattdessen wartet Ashcroft stellenweise mit Dance-Beats auf, die vermutlich völlig hip gemeint sind, allerdings eher nach dem Beitrag Aserbaidschans beim Eurovision Song Contest 2017 anmuten. Der werte Herr macht den Fehler, den alle machen, die am Puls der Zeit sein wollen. Aufgedrehte Streicher für die Emotion und Eurodisco zum Abhotten sind leider das exakte Gegenteil, darüberhinaus ein gefundenes Fresser für Kritiker. Die guten Momente des Opener Out Of My Body finden genau dann statt, wenn der Song auf Gitarre und Gesang zurückfällt. Vier Personen sind in den Credits fürs Programming aufgeführt, darunter auch der bekannte Mirwais Ahmadzaï. So sehr diese Plastikekstase auch für eine auf Diva getrimmte Hochglanzhupfdohle aus Baku prädestiniert scheint, so unpassend und auch textlich oberflächlich lässt es sich für einen Mittvierziger an. Ashcroft kommt über eine starke Stimme, die in Balladen das imaginäre Gegenüber streichelt und bei Hymnen mit weltschmerzigem Schmelz punktet. Zu Tode produzierter Über-Pop steht ihm nicht zu Gesicht. Was er wirklich drauf hat, tritt beim zweiten Song zutage. This Is How It Feels zeigt Ashcroft in veritabler Bestform! Sein größter Feind – Richard Ashcroft weiterlesen

Einem schweifenden Blick hinterherflatternd – Helgi Jonsson

Melancholische Luftschlösser, Pianofantasien aus dem Elfenbeinturm, in diesen Sphären bewegt sich die EP Vængjatak des Isländers Helgi Jonsson. Über Jonsson haben wir in der Vergangenheit gerne und oft geschrieben, sein letztes Album Big Spring hat jedoch mittlerweile auch schon 5 Jahre auf dem Buckel. Der werte Herr war in der Zwischenzeit freilich keineswegs untätig, etwa als Begleiter Tina Dicos aktiv. Doch tut es fraglos gut, endlich wieder Jonsson in Reinkultur zu vernehmen. Zumal diese EP Überraschungen bereit hält! Der Track What Now? weckt mit jedem Hördurchlauf mehr Assoziationen mit den Radiohead der frühen 2000er. Es ist ein irrlichternder, introspektiv kreisender Song, der immer gleich einem Flipperautomat die Frage „What Now?“ hervorblubbert, während Jonsson dazwischen in zunächst getragener, mit Fortdauer dann eindringlicher Manier ein brüchiges, elegantes Lamento anstimmt. Dem steht das konventioneller gestrickte, wunderbar sacht gesungenes Slow gegenüber, das von vorsichtigen Aufbrüchen und hoffnungsvollen Schritten kündet, ein mantrahaftes „Let’s go“ auf den Lippen trägt. Mögen sich die beiden Lieder auch in ihrer Stimmung unterscheiden, beide eint ein sehr edles, dominates Piano, das Akkorde vielfach wiederholt. Der daraus resultierenden Minimalismus fällt wunderbar kontemplativ aus. This Solicitude gefällt als gediegene Singer-Songwriter-Ballade voll erhebender Emotionalität. Bei Hundred Miles sorgen quakende Backgroundvocals für ein Aufhorchen. Beim zweiten Hinhören sticht vor allem Jonssons Gesang hervor. So bedächtig er oft klingt, so schön entfaltet er sich gerade in hohen Passagen. Der Isländer verfügt über keine Ausnahmestimme, weiß diese aber perfekt in Szene zu setzen.

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