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Unsere 20 Lieblingssongs 2013

Bestenliste_Song_2013

Was haben wir in diesem Jahr nicht alles für großartige Songs gehört. Sie aufzuzählen, das würde Bücher füllen. Wir wollen uns heute auf 20 Tracks beschränken, die uns 2013 unheimlich viel Freude bereitet haben. Diese Lieder haben uns in diesem Jahr begleitet – und werden es auch in Zukunft tun.

1. LowJust Make It Stop

Just Make It Stop, ein geradezu beschwörerisches, mit der Welt haderndes Lied. Vielleicht das beste Stück, welches Low je komponiert haben, vermutlich der beste Song, der 2013 veröffentlicht wird.

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Unsere 10 Lieblingsalben 2013

Während der Feiertage lässt sich das Musikjahr 2013 gut Revue passieren, ich persönlich halte nämlich nichts davon, schon Anfang November mit der Flinte herumzufuchteln und das Fell des Bären zu verteilen, noch ehe er erlegt wurde. Ende Dezember sieht die Chose jedoch anders aus. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und jede gottverdammte Neuerscheinung ist mittlerweile gehört und einem Urteil unterworfen worden. Außer geschätzten 100 Platten, die sich noch in meinem CD-Regal stapeln. Da sind vermutlich wahre Schätze dabei, Juwel und Diamanten freilich, die erst 2014 nach und nach ausgebuddelt werden. Das schöne an der Flut von Musik ist ja, dass man immer Perlen findet, deren Glanz ganz und gar erfreut. Die gehörten Platten haben Freude ohne Ende beschert. Und vielleicht entdecke ich in den nächsten Monaten noch das eine oder andere Werk, dessen Lüster noch ein wenig heller strahlt. Es soll nicht Schlimmeres passieren, für den Moment jedoch habe ich meinen Frieden mit einem wunderbaren Musikjahr geschlossen. Ich finde es ja immer ein wenig pampig, wenn Menschen die Erscheinungen eines Jahres mit einem lässigen „durchschnittlich“ abtun. Wer in den zehntausenden Alben, die 2013 erschienen sind, keine Freude findet, weiß entweder nicht zu suchen oder vermag das Herz nicht zu öffnen. Die liebste Co-Bloggerin und meine Wenigkeit haben uns in diesem Jahr vorwiegend von alten Bekannten betören lassen. Auch wenn wir die Indie-Attitüde nicht verbergen wollen, hat es oftmals durchaus einen Grund, warum Musiker oder Band nicht nur eine Handvoll Likes auf Facebook haben. Das Obskure ist genausowenig Qualitätssiegel wie der Charts-Erfolg. Wir haben uns also auf eine Liste von Lieblingsalben verständigt, die unserer Lebenswirklichkeit entspricht. Unsere 10 Lieblingsalben 2013 weiterlesen

Indie-Track-Auslese 2013 (März/April/Mai) – Teil 1

Heute wollen wir nochmals ein paar Songs hervorstreichen, die bei uns in den letzten drei Monaten für Enthusiasmus gesorgt haben. Dies ist der erste Teil einer kleinen Indie-Track-Auslese, welche hoffentlich die eine oder andere Empfehlung bereithält!

ScannersControl (Großbritannien) Album: Love Is Symmetry (VÖ: 28.03.2013 auf Unter Schafen Records)

Small BlackFree At Dawn (USA) Album: Limits Of Desire (VÖ: 17.05.2013 auf Jagjaguwar)

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Gravitätische Eleganz und schmissige Rotzgörigkeit – Scanners

Wer kennt dies destruktive Element nicht? Entweder aus eigener – vielleicht gar schmerzhafter – Erfahrung, oder weil der zerstörerische Trieb tief im inneren Selbst schlummert. Es bereitet oft geradezu diebische Freude, anderer in mühevoller Arbeit vollbrachte Herzensangelegenheiten mit einem Rumms zu plätten. Ob nun als Jungenstreich, der Opa Meiers liebevoll arrangierte Gartenzwergkolonie in Scherben bricht, oder in der Boshaftigkeit des Erwachsenenalters, welches neidvoll die Grillfreuden des Nachbarn mit großer Wonne zu vergällen trachtet. Immer wieder denke ich mir, dass die Besprechung von Film, Musik oder Literatur oft auch nicht ohne gerüttelt Maß an destruktiver Veranlagung auskommt. Denn was ein wahrer, unbestechlicher Kritiker sein möchte, der muss mit dem Lob haushalten, es dadurch adeln, dass in der Regel eher Geifer spritzt. Das alles kam mir in den Sinn, als ich auf Rote Raupe eine Rezension zum Album Love Is Symmetry der britischen Indie-Rock-Formation Scanners las. Stirnrunzelnd stand ich vor ausufernder Gehässigkeit, zumal ich das neue Werk als wunderbar empfinde, ein gewisse Begeisterung nicht verbergen mag. Ihm kein Haar krümmen möchte.

SCANNERS_band

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Unsere 75 Lieblingstracks 2012

Hier ist sie also nun, die Jahresbestenliste unser Lieblingssongs. Eine Momentaufnahme, zugegeben. Wenn wir am Ende des Jahres die persönlichen Favoriten Revue passieren lassen, dann stellen wir oft ganz verdutzt fest, welch zweifelslos prima Musik uns in jedem Jahr wieder durch die Lappen gegangen ist. Doch das Jahr hat eben nur 365 Tage, selbst wenn man jeden zweiten Tag ein neues Album für sich entdeckt, hat man gerade einmal 180 Alben gelauscht. Das ist nichts im Vergleich zur Fülle an Neuerscheinungen. Dazu kommen noch einzelne Tracks, die sich der geschäftige Blogger tagtäglich so anhört. Das ergibt in der Summe mindestens 3000 neue Tracks pro Jahr, gar nicht die gefühlten Millionen Tracks mitgerechnet, welchen man mit leidendem Augenaufschlag begegnet, die man bereits nach wenigen Sekunden auf Nimmerwiederhören verabschiedet. Von daher ist eine jede Bestenliste eines Blogs nur ein klitzekleiner Ausschnitt einer Gesamtwirklichkeit. Zugleich ist solch eine Zusammenstellung auch programmatisch zu verstehen, sie stellt den eigenen Geschmack zur Schau, grenzt sich ab. Wir machen nicht den Diener vor einer cleveren PR-Kampagne von Frank Ocean, finden Tame Impala schauerlich. Diese Liste will weder hip noch obskur und auch in keinster Weise vollständig sein. Sie soll unsere von Herzen kommenden Empfehlungen dieses Jahres nochmals unterstreichen. Mehr nicht.

Songliste2012

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Free Mp3: Scanners – State of Wonder

Scanners State of Wonder

Lang erwartet, heiß ersehnt, endlich was Neues von den Scanners, noch dazu eine Christmas Single als Free Download. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr. Zu verdanken haben wir dies dem  Dim Mak 12 Days of Christmas. Die Scanners gehören neben Metric zu den besten „female fronted“ Indie-Rock-Bands der letzten Jahre, klar das ich hier ganz aus dem Häuschen bin. Im kommenden Jahr gibt’s noch mehr Grund zum Jubeln, State Of Wonder ist Vorbote für das neue Album Love Is Symmetry. Free Mp3: Scanners – State of Wonder weiterlesen

Scanners – AllSaints Basement Sessions + Konzerttermine

 

Live-Sessions packen mich selten wirklich, Youtube quillt über mit Wohnzimmer- bzw. Balkon- bzw. Taxi- bwz. was-weiß-ich-noch-Sessions. Dank entsprechender Iphone-App ist sowieso alles Kunst und schnell im Kasten, Können und Kamera obsolet. Bei meinen Lieblingsbands hör ich dann aber doch immer wieder hin, meistens schnell wieder weg, heute jedoch bin ich länger dran geblieben  und bin sehr begeistert.

Scanners „Salvation“ – AllSaints Basement Sessions

Scanners „Babyblue“ – AllSaints Basement Sessions

Tatsächlich finde ich die Songs live noch intensiver als auf Platte, das gibt’s bei mir selten. Ich habe mir anders als mein Co-Blogger und Bettnachbar bisher kein einziges Live-Album irgendeiner noch so verehrten Lieblingsband gekauft und liebe wohle polierten Studiosound. Die AllSaints Basement Session macht aber Lust, die Scanners endlich mal auf der Bühne zu erleben, daher hab ich gleich die Konzerttermine rausgesucht. Ab in euren Terminkalender damit und hingegangen, dürfte toll werden. Einige Temine sollen noch dazu kommen, ich hoffe Berlin wird mit dabei sein.

 

Live erleben:

 

Juni
3.6.11 Homberg (Efze) – Musikschutzgebiet Festival (Headline)
4.6.11 München – Atomic Café
6.6.11 Saarbrücken – Kleiner Garage Club

August

4.8.11 Freiburg -Swamp
5.8.11 Basel – Im Fluss Festival
6.8.11 Salzburg – Stuck! Festval
9.8.11 Wiesbaden – Schlachthof
10.8.11 Bremen – Tower

Link: Scanners Homepage

Lie In The Sound präsentiert: 30 Alben, die 2010 bereicherten

Endjahresbestenlisten verkörpern neben dem Geschmack des Erstellers vor allem eine blogpolitische Message: Sie möchten triftige Gründe liefern, warum der Leser auch im kommenden Jahr das eine oder andere Mal dem Blog oder Magazin seine Aufwartung machen soll. Nun kann die Strategie dahinter in der Platzierung bekannter Namen und Alben liegen, welche ins Auge springen und dem Besucher das Gefühl geben, sich auf vertrautem Terrain zu bewegen. Eine andere Verfahrensweise besteht in der Nennung des Obskuren und Außenseiterhaften, was wiederum den Entdeckerdrang des Lesers besonders anregt, zugleich eine Underdog-Romantik bedient. Oder aber der Lister packt die Last der Musikwelt auf seine Schultern, filetiert einen allumfassenden Querschnitt, der sämtliche Genres und Stile berücksichtigt, die nicht ausschließlich von moldawischen Entenzüchterchören betrieben werden. Einfach um seinen Kunden zu suggerieren, dass man musikalisch alles, schlichtweg alles geboten bekommt, was nur irgendwie ein Instrument in den Händen zu halten vermag.

All die aufgezählten Zugänge winken verheißungsvoll. Und würden mir dennoch ein Gähnen entlocken, da der unter die Oberfläche tauchende Leser bereits ohnehin erkannt hat, wie es um die Grundausrichtung des Blogs bestellt ist. Warum also nicht eine Auflistung, welche auch dem, der handverliest, einen Spannungsmoment beschert? Aus besagtem Grunde will ich die 30 Lieblingsalben unseres Blogs, davon wurden ja bereits 10 vor 2 Wochen genannt, nach Provenienz sortieren. Welche Aussagekraft lässt sich aus der Herkunft unserer Favoriten ableiten? Einerseits könnte man ihr Hotspots entnehmen, an den von uns verehrte Musik entsteht. Ein weiterer Zugang würde die Weite unseres Horizont determinieren. Und eine dritte – allgemein gültigere – Betrachtung könnte skizzieren, dass auch in Zeiten des ach so globalen Internets gewisse kulturelle und sprachliche Barrieren dazu führen, dass dem neugierigsten Zeitgenossen – nämlich mir – Musik von ganzen Kontinenten de facto verschlossen bleibt. Doch seien nun ohne längere Umschweife die 30 Platten des Jahres präsentiert:

England

Her Name is CallaThe Quiet Lamb

ScannersSubmarine

RPA & The United Nations of SoundUnited Nations of Sound

Grasscut1 Inch / ½ Mile

BonoboBlack Sands

The Strange Death of Liberal EnglandDrown Your Heart Again

Betty and the WerewolvesTeatime Favorites

Exit CalmExit Calm

Allo Darlin‘Allo Darlin‘

Wales

Tom JonesPraise & Blame

USA

Clem SnideThe Meat of Life

Damien JuradoSaint Bartlett

The PostmarksMemoirs At The End Of The World

Sharon Van EttenEpic


EelsEnd Times

BlockheadThe Music Scene

InterpolBroken Bells

Broken BellsBroken Bells

Island

Pascal PinonPascal Pinon

Schweden

SambassadeurEuropean

Nina KinertRed Leader Dream

JunipFields

Norwegen

Jaga JazzistOne-Armed Bandit

Deutschland

Mardi Gras.bbVon Humboldt Picnic

Get Well SoonVexations

Philipp PoiselBis nach Toulouse

HundredsHundreds

Österreich

Francis International AirportIn The Woods

Kanada

Thee Silver Mt. Zion Memorial OrchestraKollaps Tradixionales

Mali

Ali Farka Touré & Toumani DiabatéAli and Toumani

Welche Blöße gibt sich diese Liste? Außer dem bereits erwähnten Umstand, dass sie ganze Kontinente zu weißen Flecken erklärt, Asien, Australien und Südamerika mangels Angeboten negiert. Weiters enthüllt sie, dass nur eine Handvoll Alben nicht die englische Sprache als Mittel des Ausdrucks wählen. Als zusätzliche Information sei erwähnt, dass uns 11 der 30 Platten aktiv von Promotoren angepriesen wurden, während wir bei 19 selbst schon lange mit dem Fernrohr Ausschau haltend harrten oder Breschen durch den Veröffentlichungsdschungel schlugen, um sie zu entdecken. Von den 30 Interpreten waren 13 darunter, von denen wir zum ersten Male ein Platte erlauschten, 8 davon können sich ihres Albumdebüts rühmen. Die Bandbreite der vertretenen Stile reicht von Post-Rock über Twee, Indie-Rock, Downtempo und ähnlichen elektronischen Spielereien hin zu Pop, Folk und gar World Music.

Natürlich kann man nicht jedes 2010 publizierte Werk in Augenschein nehmen. So lebt die Auflistung auch von schmerzhaften Auslassungen. Die aktuelle Scheibe der Manic Street Preachers fehlt ebenso wie Gisbert zu Knyphausens jüngster Release. Auch Sun Kil Moon blieb noch ungehört oder sogar Fran Healys  Alleingang. Daher bedeutet eine etwaige Absenz keinesfalls, dass wir ein Album verdammen. Xiu Xiu fabrizierte einen der besten Track des Jahres und glänzt doch durch Abwesenheit, ähnliches gilt für Johnny Cashs posthume Auferstehung. Vielen davon wird bei unserer Reihung der besten Songs Gerechtigkeit widerfahren. Für heute jedoch gilt, mögen unsere Lieblinge des Jahres beim Leser auf fruchtbaren Boden fallen.

SomeVapourTrails

Lie In The Sound präsentiert: Die 10 besten Alben des Jahres

Heute wollen wir unser geschmackssicheres Füllhorn ausgießen und nach langem Grübeln die 10 besten Alben des Jahres kundtun. Wir haben das ganze Jahr über viele wirklich gute Platten erlauscht und manchmal auch besprochen, mit Sicherheit versteckten sich leider auch viele feine Werk im Gewimmel der Veröffentlichungstermine. Alben sind wie Menschen, die wirklich penetranten, aufdringlichen, anmaßend jovialen bekommen weit mehr Aufmerksamkeit, während die bescheidenen wie begabten Geister im Hintergrund bleiben. Unsere Taschenlampe jedoch leuchtet besonders die hintersten Winkel der Musikszene aus, überschweifen dabei jene, die sich allzu beharrlich Indie auf die Stirn tätowiert haben. Aber sogar manch Rabauke oder bärbeißige Zeitgenosse aus der ersten Reihe verdient Anerkennung, fährt gegenüber geschniegelten Mainstream-Fratzen die Ellbogen aus. Wir hören sie alle, erhören nur einige. Die Welt mag gaga sein, wir sind es jedoch nicht, so erklärt sich unsere Selektion.

1. Her Name is Calla – The Quiet Lamb

Und eben jene Vielschichtigkeit spottet jeder Beschreibung, macht mich ratlos, mit welchen Worten ich empfehlen soll, was doch für sich selbst spricht, wenn man nur das Wagnis eingeht, dieses Album anzuhören. Und ja, das sollte man um jeden Preis tun, wenn man die heiligen Momente der Musik zu ergründen wünscht. (Mehr hier)

2. Clem Snide – The Meat of Life

The Meat of Life erfüllt alle Anforderungen, um als wahres Kleinod den Liebhaber tief- wie eingängiger Musik zu erfreuen. Eine sanfte Melancholie paart sich mit Ironie, zeitlos warme, wunderbar altmodisch umgesetzte, niemals sterile Melodien bestechen. (Mehr hier)

3. Sambassadeur – European

Neben extrovertiertem Pop gibt’s natürlich auch ruhige Seelenschmeichler auf der Platte wie den Track Albatross. Eingängiges Songwriting paar sich hier mit dem charmanten Vortrag von Anna Persson. Zurecht im englischsprachigen Feuilleton gefeiert, zu Unrecht im deutschsprachigen Raum übersehen/unterschätzt, bleibt mir nur ein Fazit: Unbedingt hören, kaufen, lieben! (Mehr hier)

4. Jaga Jazzist – One-Armed Bandit

Eine Platte, die Jazzfunk mit dem hehren Wesen des Minimalismus durchmengt, eine CD, welche fast schon verschwenderisch mit der Verwendung von Instrumenten umgeht und dabei doch ein harmonisches Gesamtwerk kreiert, bei dem jeder Mosaikstein am richtigen Platz liegt, exakt so zeigt sich One-Armed Bandit. (Mehr hier)

5. Damien Jurado – Saint Bartlett

Nie war Damien Jurado zwingender, nie die Harmonie von Musik, Lyrics und Vortrag vollkommener als auf Saint Bartlett. Man vermag sich schwerlich eine Steigerungsmöglichkeit ausmalen. Die Grazie des Werks schwillt in all dem Sehnen, Trauern, Leiden, Suchen und Hoffen zu einer majestätischen Wucht an, welche das tiefste Innere des Hörers in schönste Aufruhr versetzt. (Mehr hier)

6. Scanners – Submarine

Nicht ganz so wütend wie Emily Haines, dafür aber mit der Laszivität der ravonetteschen Sharin Foo darf sich Sarah Daly mit den Scanners spätestens nach dem zweiten Album zur ersten Riege der “Female fronted”-Bands zählen. (Mehr hier)

7. Mardi Gras.bb – Von Humboldt Picnic

Was nun bekränzt Von Humboldt Picnic – abgesehen von der qualitativen Hochwertigkeit? Wohl auch der Umstand, dass Mardi Gras.bb aus Deutschland kommen, das gesamte Ensemble um Mastermind Doc Wenz aber mit der Finesse kosmopolitischer Musik-Koryphäen agiert. So darf diese Expedition in aller Herren und Frauen Länder als hochgradig gelungen erachtet werden. (Mehr hier)

8. The Postmarks – Memoirs At The End Of The World

So wie die Wunderwaffe der Postmarks in jedem Moment die Fähigkeit ihrer Sängerin ist, immer die Gratwanderung zu meistern, zwar lieblich und betörend, nie aber überzuckert zu klingen. Ein Balanceakt, der nur wenigen Interpretinnen gelingt. Ihre Bandkollegen Jonathan Wilkins und Christopher Moll verschaffen die perfekte musikalische Kulisse, vor deren Hintergrund Tim Yehezkely als Hauptdarstellerin zwischen Opfer, Heldin und Schurkin agiert. (Mehr hier)

9. RPA & The United Nations of Sound – United Nations of Sound

Das Schlechteste an dieser Platte ist der Bandname, welchen Richard Ashcroft für sein neues Vehikel gewählt hat. Denn sonst besticht United Nations of Sound als zutiefst schmissige Platte, die ordentlich Rabatz macht und sich zugleich eine vertraute erhabene Opulenz gönnt. (Mehr hier)

10. Get Well Soon – Vexations

Konstantin Gropper vermochte mit Vexations seinen Ruf als Wunderkind zu zementieren. Anspruchsvoller, more sophisticated kann Pop nicht klingen – und freilich auch kaum besser.

Und weil es mit diesen 10 Alben nicht getan ist, die Regeln von Top of the Blogs aber genau dies vorsehen, noch dazu eine Reihung verlangen,  werden wir demnächst weitere Werke nachreichen, die diese Ehre nur knapp verpasst haben.

SomeVapourTrails

Konzerte, die man nicht verpassen sollte (III)

Wenn ich dieser Tage Ha anstimme, dann verbirgt sich hinter diesem Ausruf keine soeben getätigte musikalische Entdeckung, es folgt vielmehr ein schnödes tschi! Aus unsäglichen, erkältungstechnischen Gründen gibt es heute deshalb eine abgespeckte Variante unserer Konzertlichtblicke.

Scanners:

Eine der absoluten Lieblingsbands meiner werten Co-Bloggerin DifferentStars begibt sich soeben auf ausgedehnte Deutschlandtournee. Die Scanners haben wir ja schon mehrfach ins Rampenlicht gestellt, da und dort beispielsweise. Das aktuelle Album Submarine ist wahrlich nicht von schlechten Eltern und hat am 24.09. nun endlich auch seinen Deutschland-Release auf Unter Schafen erlebt.

Konzerttermine:

06.10.10 Berlin – Lido
08.10.10 Hamburg – Grünspan
09.10.10 Köln – Stollwerk
10.10.10 Stuttgart – Universum
11.10.10 München – Ampere Club
12.10.10 Leipzig – Sweat Club
13.10.10 Dresden – Beatpol
14.10.10 Frankfurt/Main – Batschkapp
15.10.10 Münster – Sputnikhalle
16.10.10 Kassel – Schlachthof
19.10.10 Köln – Blue Shell
20.10.10 Frankfurt/Main- Sinkkasten
21.10.10 Koblenz – Circus Maximus
22.10.10 Weinheim – Cafe Central
23.10.10 Freiburg – Swamp

Carla Bozulich:

Prince Of Truth

Carla Bozulich wurde vor mir vor kurzem von das klienicum empfohlen. Nun war mir ihr Name durchaus ein Begriff, aber Namen sind mitunter Schall und Rauch. Brav folgte ich seiner Empfehlung und habe mich in die letzte Platte Prince Of Truth eingehört, an der sie als Frontfrau der Band Evangelista mitgewirkt hat. Was soll ich sagen. Was soll ich sagen, außer dass ihre raue, markante, eindringliche Stimme dem anspruchsvollen Hörer Schauer um Schauer über den Rücken zaubert. Laienhaft formuliert, wie ich sie behelfsweise als sinister-experimentelle Inkarnation einer PJ Harvey titulieren. Aufgepasst: Frau Bozulich befindet sich auf Europa-Tour.

Prince Of Truth – EVANGELISTA by Constellation Records

Konzerttermine:

15.10.10 Schorndorf – Manufaktur
16.10.10 Delémont (CH) – S.A.S.
18.10.10 Genf (CH) – L’Usine
02.11.10 Graz (A) – Postgarage
06.11.10 Wels (A) – Music Unlimited Festival
07.11.10 Wels (A) – Music Unlimited Festival

Natureboy:

Über Natureboy habe ich bereits genügend Worte verloren, schone daher meine angekratzte Stimme und belasse es bei einem nochmaligen Ausrufezeichen bezüglich der anstehenden Tournee.

Na gut, einen Titel als Hörprobe will ich zur stärkeren Verlockung noch ins Feld führen:

Mardi Gras.bb

Über die im Frühjahr zur Welt gekommenen Platte Von Humboldt Picnic habe ich mich ja rundum positiv ausgelassen. An einer Erwähnung in den Top 10 meiner Jahresbestenliste besteht kein Zweifel. Mardi Gras.bb sind eine feine Gruppe. Von daher sei auch ein Konzertbesuch angeraten.

Konzerttermine:

08.10.10 Leipzig – Schaubühne Lindenfels
14.10.10 Köln – Stadtgarten
15.10.10 Koblenz – Café Hahn
30.10.10 Bern (CH) – Mahogany Hall
04.11.10 Hamburg – Knust
05.11.10 Bremen – Lagerhaus
06.11.10 Nürnberg – K4
20.11.10 Stuttgart – Merlin

Hundreds:

Und nochmals alte Bekannte, die ich zuletzt hier zur Live-Betrachtung ans Herz legte. Hundreds haben soeben auch ein neues Video zum Song Solace fabriziert.

Tour-Daten:

20.10.10 Essen – Zeche Carl
21.10.10 Bielefeld – Bunker Ulmenwall
22.10.10 Würzburg – Café Cairo
23.10.10 Wiesbaden – Schlachthof
26.10.10 Köln – Studio 672
27.10.10 Karlsruhe – Tollhaus
28.10.10 Tübingen – Club Voltaire
29.10.10 Lüneburg – Salon Hansen
30.10.10 Osnabrück – Glanz & Gloria
02.11.10 Neubrandenburg – Mixtape
03.11.10 Rostock – MS Stubnitz
04.11.10 Potsdam – Waschhaus
05.11.10 Weyer (A) – Bertholdsaal
06.11.10 Salzburg (A) – Rockhouse

Das soll es auf die Schnelle gewesen sein. Viel Vergnügen!

SomeVapourTrails