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Indie-Lieblingslieder 2015 – Ein Zwischenstand (Teil 2)

Ein wenig atemlos hechle ich stets der Musik hinterher. Irgendwann im Jahre 2016 werde ich vielleicht einmal den Jahrgang 2013 endgültig verdaut haben. Ich bin also vielleicht nicht der geeignetste Blogger, um in einer Art Zwischenstand meine ganz persönlichen Indie-Highlights des Musikjahres 2015 aufzulisten. Ich tue es dennoch, denn so einige Highlights habe ich in diesem Jahr bereits entdeckt. Und gute Musik kann man nicht oft genug erwähnen! Hier nun der 2. Teil der Glanzlichter:

BinoculersWhere The Water Is Black (Deutschland) [Das Album Adapted To Both Shade And Sun ist 19.06.2015 auf Insular erschienen.] (Ankündigung)

East Cameron FolkcoreOur City (USA) [Das Album am 10.04.2015 auf Grand Hotel van Cleef erschienen.] (Review)

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Schlaglicht 18: Small Feet

Ich plaudere keine streng geheime Lebensweisheit aus, wenn ich meine Beobachtung preisgebe, wonach die bescheidensten Menschen oft mehr Talent haben als Großkotze. Wenn sich also ein Musiker den Namen Small Feet verpasst, scheint die Chance groß, dass er vom Können her eigentlich auf großem Fuß lebt. Mastermind Simon Stålhamre hat mich bereits 2013 mit der EP Liar Behind The Sun beeindruckt, damals fasste ich mein Staunen so zusammen: „Filigraner Folk samt einer hohen, zärtlichen Stimme entblößen eine Verletzlichkeit, die geradezu sakral auf den Hörer niederhallt.“. Für August gibt es endlich, endlich ein Albumdebüt namens From Far Enough Away Everything Sounds Like The Ocean zu vermelden, bereits vorab darf man sich den Song All And Everyone zu Gemüte führen. Und dieser ist im Vergleich zur EP nochmals altmodischer ausgefallen. Das Trio Small Feet taucht bei diesem neuen Song tief in die Sechziger ein, könnte auf jener Zeitreise locker die Vorgruppe von The Byrds geben. Oder gar bei Woodstock für gute Laune sorgen. All And Everyone ist ein fröhlich vor sich pfeifender Track, der das unstete Sein der Hippie-Epoche prima einfängt. Schlaglicht 18: Small Feet weiterlesen

Unsere 20 Lieblingssongs 2013

Bestenliste_Song_2013

Was haben wir in diesem Jahr nicht alles für großartige Songs gehört. Sie aufzuzählen, das würde Bücher füllen. Wir wollen uns heute auf 20 Tracks beschränken, die uns 2013 unheimlich viel Freude bereitet haben. Diese Lieder haben uns in diesem Jahr begleitet – und werden es auch in Zukunft tun.

1. LowJust Make It Stop

Just Make It Stop, ein geradezu beschwörerisches, mit der Welt haderndes Lied. Vielleicht das beste Stück, welches Low je komponiert haben, vermutlich der beste Song, der 2013 veröffentlicht wird.

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Indie-Track-Auslese 2013 (März/April/Mai/Juni) – Teil 2

Heute wollen wir nochmals ein paar Songs hervorstreichen, die bei uns in den letzten vier Monaten für Enthusiasmus gesorgt haben. Dies ist der zweite Teil einer kleinen Indie-Track-Auslese, erweitert um ein Leckerbissen aus dem Juni. Hoffentlich findet sich auch diesmal wieder die eine oder andere Empfehlung!

Alice BomanWaiting (Schweden) EP: Skisser (VÖ: 22.05.2013 auf Adrian Recordings)

Besides DanielUntouched and Burning (USA) Album: This Marvelous Grief (VÖ: 13.03.2013)

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Schmächtig und ganz groß – Small Feet

Mit sich im Reinen sein. Ein schwieriges Unterfangen! Im Einklang mit der Welt zu sein, das gerät schon fast zur Unmöglichkeit. Man könnte jetzt darüber verzweifeln. Die Dummheit der Menschen verdammen, intellektuelle Kälte anprangern, die Wirtschaftsgläubigkeit geißeln. In einer keineswegs durch und durch schlechten, aber doch oft unerfreulichen Welt ist neben der Liebe und dem Glauben vor allem Kunst ein Mittel zu zeitweiliger Glückseligkeit. Dabei kommt es weniger auf die Botschaft oder gar auf die Qualität des Buchs, Films, Bilds oder Songs an. In der Hauptsache geht es geht um die Behaglichkeit, welche Emotionen, Seele und Intellekt baumeln lässt. Natürlich darf Kunst auch aufwühlen, verstören, standpunkten. Aber dies Element tritt meist erst dann hervor, wenn wir längst schon eine Zuneigung zur Kunst gefasst haben. Ich vermag mich berührende Klänge daran zu erkennen, dass ich sie schon längst in mir geglaubt habe. Dass sie zu den Reminiszenzen und Wünschen passen, die schon lange im Kopf herumspuken, schönen wie trüben Gedanken einen Soundtrack geben. All das trifft auf die EP Liar Behind The Sun der schwedischen Formation Small Feet zu. Für mich sind es die perfekten 15 Minuten, eine zaghafte Nostalgie, in der Blässe der Erinnerung schimmernde Töne. Weich, jedoch ohne Flausch.

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