Unsere Lieblingslieder 2014

Heute wollen wir den werten Lesern unsere 30 Lieblingslieder des Jahres 2014 vorstellen. Diese 30 Tracks sind uns ans Herz gewachsen und werden auch 2015 nicht aus dem Gedächtnis purzeln. Natürlich hätten wir locker 100 Songs nennen können, der Übersichtlichkeit halber haben wir uns auf diese Liste beschränkt. Weiters gilt: Nummerierungen sind Schall und Rauch, höchstens die Top 5 sind mit einem besonderen Ausrufezeichen versehen. Viel Vergnügen beim Erlauschen!

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1. Wanda – Bologna

Schon das erste Lied der Platte gerät zum Volltreffer. Bologna gefällt als verhinderte Inzest-Hymne (“Ich kann sicher nicht mit meiner Cousine schlafen/ Obwohl ich gerne würde, aber ich trau mich nicht“), lässt Italien als Sehnsuchtsort für Amore und Dol­ce­far­ni­en­te wiederauferstehen. All den Irrungen und Wirrungen des Fühlens steht ein kehlig geschmettertes, die Liebe bejahendes Lebensgefühl entgegen.

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2. Andreas Dorau – Reden wir von mir

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Unsere Lieblingslieder 2014 – Ein Zwischenstand

Wir haben uns auch dieses Jahr die Ohren wund gehört und so manch Lied hat sich als Balsam für die Gehörgänge entpuppt. Und was wir erst alles (noch) nicht erlauscht und erfühlt haben, weil gut Ding halt Weile braucht und die Zeit ohnehin verrinnt! Nun also zwanzig in loser Unordnung zusammengetragene Songs, die mich und die derzeit schweigsamere Co-Bloggerin in den letzten 6 Monaten bewegt haben.

Andreas DorauReden wir von mir

Begründung: Dorau liefert mit dem famosen Reden wir von mir eine großartige Parodie auf die gegenwärtige Selbstbezogenheit und bewahrt sich dabei eine Naivität, die man einfach knuddeln möchte. (Kurzrezension) [Album: Aus der Bibliothèque / 17.01.2014 / Bureau B]

Mikko JoensuuLand of Darkness

Begründung: Da ich momentan noch zu enthusiasmiert bin, überlasse ich die Einschätzung der werten Eva-Maria vom Polarblog, wo ich auch auf dieses wunderbare Lied gestoßen bin. Sie konstatiert: “Der Track ist ein feines, krautrockig ausuferndes Meditationsstück, dass den üpppigen 70er-Synthiewelten von Vangelis nahesteht. Aber Mikko Joensuu wäre nicht er selbst, wenn der Track nicht in eine Auseinandersetzung mit Glaubensfragen wäre und der liebe Gott mit kindlichem Vertrauen angerufen würde.“ (Hörtipp) [EP: Land of Darkness / Lake of Fire / 07.03.2014 / Fullsteam]

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Wie Phönix aus der Asche – Strand of Oaks

Wenn ich die Biografie Timothy Showalters richtig deute, hat er unter dem Projektnamen Strand of Oaks bereits so manche in den Genres Folk und Americana beheimatete Platten veröffentlicht. Und dann kam eine persönliche Lebenskrise, eine Phase der Unzufriedenheit. Das Schreiben von Songs geriet zur Ka­thar­sis, an deren Ende nun die Veröffentlichung eines sinnigerweise HEAL benannten Werks steht. Dieses offenbart sich als Vintage-Rock-Album, das in vielerlei Hinsicht an das vor wenigen Monaten veröffentlichte, famose Lost In The Dream von The War On Drugs erinnert. Beide Platten sind bei verschwisterten Labels (Dead Oceans und Secretly Canadian) erschienen, das jedoch mag Zufall sein. HEAL stellt sich als kraftvolle musikalische Neuorientierung dar, welche von Stadion-Rock bis hin zu balladeskem Rock reicht. Mal dominiert ein kerniger, urtümlicher Gitarrensound, dann wieder Synthies samt Flair der Achtziger. Der Pressetext fasst die Chose folgerichtig so zusammen: „HEAL is a bold new beginning, with a thrilling full-tilt sound that draws on Showalter’s love of ’70s, ’80s and ’90s rock and pop, with the singer and guitarist playing the intense valedictory confessor.“

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Photo Credit: Dusdin Condren

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