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Heathen Child – Ein Vorgeschmack auf Grinderman 2

Wer noch immer die Dreckigkeit des Debüts von Grinderman, dieser aus Nick Cave, Warren Ellis, Martin Casey und Jim Sclavunos bestehenden Clique,  aus den Boxen kratzt, darf das Schrubben getrost beenden. Mit der am 10. September erscheinenden Scheibe Grinderman 2 wird wohl abermals eine Ruppigkeit und Rohheit Einzug halten, die dieses grimmige Nebenprojekt bereits bei ihrem Erstling geadelt haben. Der erste Vorbote des neuen Albums nennt sich Heathen Child – und erfüllt etwaige hochgeschraubte Erwartungshaltungen. Düster und kräftig wummert es hier – und wem dies noch kein Schaudern über den Rücken zaubert, der sollte einen Blick auf das Cover der Single werfen, dessen unschuldsvoll-bedrohlicher Blick albträumerisch gerät.

Und hier ist der Stream von Heathen Child:

Heathen Child by MuteRecords

Update: Zur schlauen Besprechung des Album (samt Video und Download) geht es hier.

Link:

MySpace-Auftritt

SomeVapourTrails

Cogito, ergo Plumpsklo (Stippvisite 27/05/2010)

Cogito, ergo Plumpsklo. So oder so ähnlich agieren viele marktschreierischen Strolche, die im Internet ihre Ausscheidungsprodukte absondern, als Linkschleudern Traffic heischen und jeden kleinen Furz von einer Meldung aufbauschen. Ich hänge ja der Meinung nach, dass Neuigkeiten auch immer in einen Kontext zu setzen sind und einer Beurteilung harren. Wenn ich also auch heute wieder dem werten Herren oder der geschätzen Dame Empfehlungen aus dem Nähkästchen plaudere, dann in gesittetem Tonfall und mit der fein geschliffenen Klinge der Herzenswärme.

Lesetipp:

Benedikt von den Schallgrenzen hat kluge Überlegungen bezüglich Gewalt und Musikvideos angestellt. Dass diese weitgehend unkommentiert blieben, lässt eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen zu. Hat er nur das Offensichtliche in allzu ausladende Worte gepackt? Oder den Leser mit einem Thema gepiesackt, dass die intellektuellen Kapazitäten des durchschnittlichen Internet-Nutzers überfordert? Ich tendiere zu letzterer Vermutung.

Streamtipp:

Ich habe die Kanadierin Valery Gore bereits im Dezember unbedingt empfohlen. Daran halte ich mit Hartnäckigkeit fest. Darum sei nochmals auf ihr Album Avalanche To Wondering Bear von 2008 verwiesen. Anlass dafür liefert mir ein längerer Artikel auf PopMatters, die die Künstlerin nun mit gebührender Verspätung gewürdigt haben. Zurecht, besonders der Song Worried Head ist wundervoll beschwingt.

Fernsehtipp:

Für Geschmacksfetischisten ist es auf Völkerverständigung gedrillter Trash, für Fans seichter Unterhaltung eine Festivität von weltpolitischer Tragweite. Natürlich liegt die Wahrheit hinsichtlich des Eurovision Song Contests irgendwo zwischen Wahnsinn und Kult. Männliche wie weibliche Dilletanten, die noch Monate zuvor die Straßenstriche Mitteleuropas zierten, für Päderastenmagazine posierten oder als Heilpädagogen ihr zukünftiges Zielpublikum hautnah studierten, werden für kurze Zeit auf die einzigen Menschen losgelassen, die noch weniger Ahnung von Musik haben als die Protagonisten selbst: Das Publikum nämlich. Auch unser Blog wird dieses Phänomen am Wochenende ausgiebig beleuchten. Bis dahin sei auf die Analysen und Berichte von Oslog.tv verwiesen.

Konzerttipp:

Meine Wenigkeit hat ja vor einem Monat bereits White Hinterland einer positiven Erwähnung zugeführt. Das geschah keinesfalls leichtfertig. Und ebensowenig unbedacht empfehle ich deshalb die zwei Deutschland-Konzerte der Band. Als Einstimmung sei nochmals das Video zum Song Amsterdam in Erinnerung gebracht.

07.06.10 Hamburg – Uebel & Gefährlich
08.06.10 Berlin – NBI

Herztipp:

Artig wollen wir uns bei denen bedanken, die Lie In The Sound am 25.05. im Rahmen der Aktion Ein ♥ für Blogs ihr Wohlwollen hier oder da und hüben wie drüben ausgesprochen haben. Für all die Nettigkeiten bedanken wir uns aufrichtig und versprechen auch weiterhin mit ungebremster Freude zu schreiben. Dass auch wir unsere Herzen längst gewissen Blogs geöffnet haben und selbigen freundschaftlich verbunden sind, wird jeder Stammleser freilich wissen. Unsere Blogroll ist keinesfalls gedankenlos zusammengestellt, beinhaltet neben Instanzen wie Daytrotter auch ein paar überaus geschätzte Kollegen. Deshalb wollen wir auch nochmals betonen, dass wir unser Herz für diese Blogger 365 Tage im Jahr schlagen lassen und sie den Freunden unseres Blogs zu jeder Zeit besonders empfehlen. Ob in Indie versponnene Seiten wie Hey Tube oder Coast Is Clear oder all die Kumpanen, die hier regelmäßig in den Kommentaren ihren leckren Senf beisteuern, wir schätzen sie alle sehr.

SomeVapourTrails

Alte Liebe rostet nicht – Cowboy Junkies

Es wird irgendwann im Herbst 1994 gewesen sein, ich war gerade in die große Stadt gezogen, machte mich mit jugendlichem Leichtsinn ans Studium und genoss nebenbei in vollen Zügen die Annehmlichkeiten einer eigenen Wohnung samt Kabelfernsehen. MTV lief bei mir oft, hatte noch Stil und tatsächlich musikalischen Wert. Eines Nachts flimmerte ein Video über den Schirm, welches ich davor und danach nie mehr auf MTV erhaschte. Trotz aller Gebanntheit vermochte ich den Bandnamen nicht auszumachen und so stiefelte ich in den darauf folgenden Wochen durch die Plattenläden Wiens und suchte. In Vor-Internet-Zeiten machte man das. So fahndete ich, und als ich schon das Lied geträumt zu haben meinte, nach einer halben Ewigkeit kam plötzlich ein Heureka aus meinem Munde. Die Band nannte sich Cowboy Junkies und sollte mir seitdem viele Jahre versüßen. Es hat etwas mit der Passion des Findens zu tun, dass das Gefundene so überaus schimmert – und den Glanz auf den Entdecker überträgt.

Auch nach weit über 20 Jahren sind die Cowboy Junkies mit ihrer je nach Album verschiedentlich ausgeprägten Mischung aus Alternative Country, Folk und Rock ein Fixstern am kanadischen Musikhimmel. Wenngleich ich mit den Veröffentlichungen der letzten Dekade weniger anzufangen weiß und vielmehr die ersten 6 Platten als das Nonplusultra ihres Schaffens ansehe, so kann ich nicht umhin, das Lebenswerk der Formation abgöttisch zu verehren. Bereits das 1986 erschienene Debüt Whites Off Earth Now!! präsentierte intensive, fast schon verstörend bluesige Coverversionen von Bruce Springsteens State Trooper oder John Lee Hookers Decoration Day samt virtuos arrangierter Gitarre, die ein veritabel düsteres Gegengewicht zum Gesang von Frontfrau Margo Timmins darstellte. Das eigentlich Magnum opus gelang der Band bereits zwei Jahre später mit The Trinity Session, in der Church of the Holy Trinity in Toronto aufgenommen. Von lullend-ausdrucksstarker Engelsgleiche getragen entfalteten sich in beseelter Atmosphäre getragene Klänge, die von Sehnsucht, Abschied und Verlust kündeten und deren Lyrics mit der Feder eines reinen Herzens geschrieben wurden. To Love Is To Bury oder Misguided Angel gerieten zu wundersamen Eigenkompositionen, Sweet Jane wurde auf ewig Lou Reed gestohlen. Und über allem die Ummäntelung des Klassikers Blue Moon in ein eigenes Gewand: Blue Moon Revisited (Song For Elvis).

Wie vermag man ein Überwerk, welches vielleicht sogar das Vorstellungsvermögen der Band übersteigt, mit einem Danach zu versehen, das nicht in blanke Enttäuschung bei Fans und Kritikern mündet? Daran hatten auch die Cowboy Junkies zu knabbern, vermochten auf The Caution Horses (1990) und Black Eyed Man (1992) jedoch Antworten zu finden, die zwar nicht mehr über die komplette Länge einer Platte überzeugten, aber Highlights wie Neil Youngs Powderfinger oder Sun Comes Up, It’s Tuesday Morning vollbrachten das Kunststück, den Charme der Band weiter zu auszuprägen. Black Eyed Man vermochte auch mit einem zärtlich countryesquen Duett mit dem heillos unterschätzten John Prine zu entzücken, If You Were The Woman And I Was The Man lautete der Titel. Townes Van Zandt widmete den 3 Geschwistern Michael, Margo und Peter Timmins sowie Bassist Alan Anton das Cowboy Junkies Lament, dem sie einen standesgemäßen Spirit einhauchten. Die folgende Platte Pale Sun Crescent Moon verlor ein wenig an Eindringlichkeit, es mangelte besonders an zum Staunen anregenden Covern. Die Songs Crescent Moon sowie White Sail freilich setzten die große Tradition gebührend fort.

Wenn es einen Wendepunkt gab, an dem sich die Gruppe kurzzeitig in die Gefilde des Mainstreams vorwagte, dann darf dieser mit 1996 angesetzt werden. Lay It Down klang direkter, die Stimme von Sängerin Margo Timmins wurde stärker in der Musik verankert, schwebte endgültig nicht mehr in einer eigenen Verfasstheit. Die Ballade Angel Mine bildete den fast schon heiteren Höhepunkt eines wenig schwermütigeren Werks. Wie auch Hold On To Me Hoffnung versprühte, das Blei der Schwere ins Bockshorn jagte.  Die letzte Veröffentlichung der Cowboy Junkies benannten sie Miles From Our Home (1998). Und in der Tat hatten sie sich von den Anfängen emanzipiert, waren aufwändiger produziert, ohne jedoch die Magie des frühen Schaffens vollends zu behalten. Das beste Lied des Albums stammte einmal mehr aus der Feder des damals eben erst verstorbenen Townes Van Zandt: Blue Guitar.

Mit diesem Album endete auch meine Amour fou mit der Band. Trotz vereinzelt an alte Größe anknüpfende Songs vermochten mich die Aufnahmen der letzten 10 Jahre nicht mehr so in den Bann zu ziehen. Doch alte Liebe rostet nicht. Bis zu diesem Tag zaubern mir die Lieder ein Glitzern in die Augen, stellen auch nach Jahren des steten Hörens eine fokussierte Ästhetik dar, die sich nicht abnutzt, ein lebenslanges Begleiten verspricht. Und natürlich springen meine Sinne stets wieder einer neuen Platte der Band entgegen. Das am 15. Juni erscheinende Renmin Park streckt seine Fühler aus – und schleicht sich näher ans Zentrum meines Herzens, als dies die unmittelbaren Vorgänger durften. Noch will ich mich zu keinem Urteil aufschwingen, zu frisch wirkt der Eindruck, aber so ein klitzekleinwenig lodert und brodelt es wieder vermehrt in mir, erscheinen die Songs der Cowboy Junkies wie Küsse samt vorwitziger geführter Zunge. Dem mag ich mich gar nicht erst entziehen.

Zwei kostenlose Downloads des neuen Werks, die Songs Stranger Here und Cicadas finden sich hier.

Link:

Offizielle Webseite

SomeVapourTrails

Free Mp3: Kate Nash – I Just Love You More

Während ich die vergangenen Tage ein wenig gebummelt habe, hat Julian von die Kopfhörer schon voller Vorfreude über das neue Album berichtet.

Am 23.04.10 veröffentlicht Kate Nash ihren zweiten Longplayer My Best Friend Is You – auch hier gibt’s vorab eine kostenlose Mp3. Kleiner Wermutstropfen, dass Geschenk gilt nur für die Fans in Deutschland. Ösis und Schweitzer haben hier das Nachsehen. Nach E-Mail-Registrierung kommt der Download-Code, der im Umusic-Store eingelöst werden kann. Zum Sign-Up geht’s hier.

In voller Länge anhören könnt ihr euch das Album Dank Full-Length-Stream-Widget hier auf dem Blog.

Sehr schön geworden ist auch das Video zur ersten Singleauskopplung Do-Wah-Doo.

Live erleben:

26.05. Berlin, Astra
27.05. Dresden, Alter Schlachthof
28.05. Hamburg, Große Freiheit 36
31.05. Köln, Essigfabrik

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Stippvisite – 19/02/10

Auch heute wollen wir auf Fundstücke verweisen, die sich in den letzten Tage so angesammelt haben…

Hörtipp:

Xavier Rudd verschenkt den kleinen, wirklich feinen Song Love Comes and Goes aus seinem im April erscheinenden Album Koonyum Sun. Gegen Bekanntgabe der E-Mail-Adresse ist dieser hier erhältlich.

Konzerttipp:

Die dänische Formation Under Byen, dem Indie-Fan wahrlich keine Unbekannte, stellt auf ihrer aktuellen Tour das neue, noch nicht in hiesigen Gefilden veröffentlichte Album Alt er Tabt vor.

Termine:
20.02.10 St. Gallen (CH) – Nordklang Festival
13.03.10 Berlin – Admiralspalast
20.03.10 Hamburg – Molotow

Under Byen „Alt Er Tabt“ from the album Alt Er Tabt. from Paper Bag Records on Vimeo.

Diesen Track gibt es auf der Homepage von Under Byen als kostenlosen Download.

Hörtipp:

Was schert mich das Geplärre einer aufgetaktelten Joanna Newsom, die von Spiegel Online völlig überschätzt wird? Die wahre Perle im Erscheinungswust der nächsten Woche ist neben Johnny Cash – natürlich! – das neue Album The Meat of Life von Clem Snide. Berührende Lieder von betörender Schlichtheit und unglaublich feinen Melodien. Hochgradig empfehlenswert!

Lesetipp:

Anlässlich der Veröffentlichung von Kollaps Tradixionales gibt es auf The Quietus ein Interview mit Efrim Menuck, dem Mastermind von Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra. Auch ein Video zum Track I Built Myself A Metal Bird wurde soeben veröffentlicht.

I Built Myself A Metal Bird – Thee Silver Mt. Zion from Constellation Records on Vimeo.

Hörtipp:

Vor kurzem ist das Album Memoirs at the End of the World von The Postmarks auch in hiesigen Gefilden erschienen. Felix von Beautiful Sounds hatte bereits im August letzten Jahres auf dies wirklich gute Album hingewiesen. Der gefällige Retro-Sound im Stil von James-Bond-Filmen kommt in sehr gelungenem Album-Artwork daher.

Go Jetsetter – The Postmarks from Unfiltered Records on Vimeo.

Viel Vergüngen mit unseren Empfehlungen!

SomeVapourTrails

Stippvisite – 06/02/10

Auch heute wollen wir auf Fundstücke verweisen, die sich in den letzten Tage so angesammelt haben…

Hörtipp:

Die in Brooklyn lebenden Sharon Van Etten gehört zu den derzeit aufstrebenden Talenten im  Singer-Songwriter-Bereich. Ihr 2009 erschienenes Album Because I Was in Love vermag aufgrund der emotionalen Dichte nicht nur Lo-Fi-Folk-Anhängern zu gefallen.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, findet bei Eardrums Music einen Verweis zum kostenlosen Download eines neuen Tracks namens Love More. Es bestehen eigentlich keine Zweifel, dass diese junge Frau für höhere Weihen bestimmt ist und den Status des Geheimtipps bald endgültig hinter sich lassen wird. Weitere überzeugende Argumente kann man sich auf der MySpace-Seite Sharon Van Ettens anhören.

Lesetipp:

Wenn man als deutschsprachige Newcomer-Band Erfolg haben will, darf man durchaus versuchen, die hiesige Blogger-Szene und Online-Magazine um den Finger zu wickeln. Die Wiener Band mob wurde in den letzten Wochen und Monaten für ihr Album Mich kriegt ihr nicht mehrfach gelobt. Und zwar hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch ich werde in der kommenden Woche noch meinen Senf beisteuern. Die Band ist schlicht und ergreifend zu gut, um unerwähnt zu bleiben.

Hörtipp:

Noch mag der Name Hannah Georgas auch musikalischen Insidern kein Begriff sein. Die Kanadierin wird im Frühjahr ihr Debüt veröffentlichen. Nach der EP The Beat Stuff darf man vielleicht kein Meisterwerk, aber sicherlich ein feines Stück Musik erwarten. Wer sich vorab mit ihrem Schaffen vertraut machen will, kann sich die Hörproben auf MySpace zu Gemüte führen. Oder bereits das Video zu Thick Skin, einem neuen Song, als optischen Appetithappen ansehen:

Lesetipp:

Owl City ist das völlig überschätzte Projekt von Adam Young. Der BBC-Review von Ocean Eyes kann ich nur zustimmen. Doch auf jedes schwache Album kommt ein famoses. Jaga Jazzist haben mit One-Armed Bandit eine prima Scheibe gezaubert. Zu dieser Platte werde ich demnächst auch noch das eine oder andere Wort verlieren. Bis dahin sei auch in diesem Fall die Einschätzung der BBC geteilt.

Konzerttipp:

Auf dem Blog von Analogsoul entdeckt und für gut befunden, habe ich trio.Schmetterling. Und auch wenn mir die Label-Definition von „instrumental-jazz-pop-kammermusik-experimental-große-geste-miniaturen“ eine Falte auf die Denkerstirn zaubert, so klingt die Musik doch sehr angenehm und nicht überexperimentell. Ein Erlauschen via MySpace wird empfohlen!

06.02.10 Jena – Kunsthof
07.02.10 Leipzig – Galerie KUB
08.02.10 Berlin – Hause der Sinne
09.02.10 Görlitz – Stille Post
11.02.10 Dresden – Blue Note
12.02.10 Erfurt – Franz Mehlhose (Löberstr. 12)
13.02.10 Stuttgart – Kiste

SomeVapourTrails

Stippvisite – 02/12/09

Wir sind ja gerade mit dem Basteln unseres Adventskalender durchaus beschäftigt, weiters tippt meine Co-Bloggerin gerade fleißig die Tonbänder der in den letzten Tagen geführten Interviews ab. Einige bislang in der deutschen Blogosphäre noch recht unbesprochene Veröffentlichungen harren ebenso einer lobenden Erwähnung unsererseits. Und doch haben wir in den letzten Tagen auch über den Tellerrand geguckt und auf auf diversen Blogs und in Magazinen einige interessante Beiträge gefunden.

Adventskalender:

Viele Webseite erfreuen derzeit mit kleinen Geschenken, kostenlosen Mp3s oder Gewinnspielen. Auch das Netlabel analogsoul verschenkt derzeit Musik – wie Peter von Schallgrenzen entdeckt hat. Und die ersten 2 Tracks sind für Anti-Mainstream-Apostel durchaus eine Offenbarung.

Hörtipp:

Die Band Rodeo Massacre wurde vorgestern auf HeyTube als rockröhrenhart beschrieben. Und wenngleich man die Vorbilder sehr deutlich raushört, so klingt die Chose doch recht frisch. Die Single The Game ist beim Label Smoky Carrot erschienen.

Hörtipp:

Ebenfalls durch den geschmacksicheren Blog HeyTube bin ich auf Cory Chisel aufmerksam geworden und werde Euch den Herren in den nächsten Wochen noch ausführlicher präsentieren. Vorerst soll ein Radio-Mitschnitt ein wenig Einblick in das Denken und Werk des Songwriters geben.

Lesetipp:

Ein interessanter, auf die Nutzung neuer Medien abzielender Vergleich zwischen Bon Jovi und John Mayer findet sich bei Lefsetz Letter. Des Englischen Mächtige werden vielleicht nicht gänzlich zustimmen, aber vom Ansatz her stimmt die Analyse.

Hörtipp:

Von den Großmäulern als neueste Supergroup präsentiert, bei uns bereits vor über einem Jahr erwähnt: Apparatjik. Nun kann man gegen Bekanntgabe seiner E-Mail-Adresse hier einen kostenlosen Download erhaschen.

SomeVapourTrails

Stippvisite – 18/11/09

Heute mal wieder bei den Kollegen vorbeigeschaut und sowohl feine, als auch abstruse Sachen gefunden.

Sehtipp:

EELSLittle Bird Video. Auf die kostenlose Mp3 haben wir ja schon hingewiesen. Felix von Beautifulsounds hat jetzt das Video dazu gefunden:

Hörtipp:

Peter von den Schallgrenzen ist ganz begeistert von Helgi Hrafn Jonsson, kürt das Album For The Rest Of My Childhood schon jetzt zu seinen „grossen Favoriten 2009“, obendrauf gibts bei ihm noch den Gratis-Download von Lay It Down.

Lesetipp:

Erfolgreich angesteckt haben wir Michael von Småstad – womit, könnt ihr hier lesen: Achtung Baby!

Wegsehtipp:

Pubertärer Scheiß. Rote Raupe rät ab: AMOS XXXmas

Und wir versprechen, so was kommt nicht in unseren Adventskalender.

Schmunzeln oder ernst nehmen?

Pretty-Paracetamol wartet mit Nerdkram auf und findet ne Grafik, die den Zusammenhang zwischen der Ölfördermenge und den “Rolling Stone 500 greatest songs of all time” beweist.

Noch mal Wegsehen!

Wer obiges XXXmas-Video gesehen hat und mehr von so Kram vertragen kann. Gibt’s bei die Kopfhörer in „noch schlimmer“. Der Ugly Dance Contest (real existierendes Grauen). Das Video war mir aber zu gruselig, um es hier einzubauen.

Hinhören:

Eben erscheint die amerikanische Deluxe-Version des gleichnamigen Albums von Fever Ray. Und diese beinhaltet auch eine Live-CD: Live At Lulea. Der Stream ist für kurze Zeit auf NPR verfügbar.

Gegen Herbstdepressionen…

sind schwungvollere Töne mitunter hilfreich. Selbige habe ich hier entdeckt. Cumbia Ya! nennt sich die Formation und zu wohltuendem Erlauschen lädt ihre MySpace-Seite ein.

DifferentStars

Bilanz einer Songwriterin – Carly Simon

Was macht man im Herbst einer langen Karriere? Neben dem Versprühen von Altersweisheit darf ab und an auch Bilanz gezogen werden. Und dies tut derzeit Carly Simon auf dem soeben in den Staaten veröffentlichten Album Never Been Gone, auf welchem sie Neuinterpretation ihrer größten Erfolge mit veränderten Arrangements wagt. Sie wirkt in Würde gealtert, stimmlich abgeklärt. Das Album mit einem wahrlich unschmeichelhaften Cover-Bild ist zweifelsohne mehr als der simple Versuch, noch den einen oder anderen Dollar in die Kasse zu hieven. Insgesamt mögen zwar manche Lieder Kilometer hinter den Originalen hinterher hinken und freilich wäre eine noch harschere Reduktion ein radikalere Standortbestimmungen gewesen, dennoch wirkt die CD durchaus als mit einem Hauch Melancholie verbrämte Erinnerung an große Zeiten. Boys In The Trees und Anticipation sind als Anspieltipps empfohlen, auch das unvermeidliche You’re So Vain klingt nach wie vor kräftig, wenngleich nachvollziehbarerweise die Greifbarkeit der Wut fehlt.

NeverBeenGone

Wer eine Neuerfindung erwartet und mit dem Werk Simons noch nie etwas anzufangen wusste, dürfte auch mit Never Been Gone nicht auf den Geschmack kommen. Wohlmeinende Fans dagegen werden Anerkennung nicht verhehlen können. Wer sich mit Carly Simon bislang nicht näher beschäftigt hat, der erhält derzeit ausgiebige Gelegenheit ihr zu lauschen.  Dazu geeignet ist einerseits die aktuelle Daytrotter-Session, und natürlich auch der Album-Stream auf ihrer Webseite. Viel Vergnügen dabei!

Gegen die Bekanntgabe seiner E-Mail bekommt man auf der Homepage die kostenlose, legale Mp3 von Let The River Run.

Link:

Daytrotter-Session

Offizielle Webseite

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