Hier (k)leben Street-People Teil 3

Teil 3 unserer Street-People-Reihe führt heute ins schöne idyllische Rixdorf, der Heimat von Josef aka Street-Yoga, der die kleinen Gesellen geschaffen hat. Der Weg dorthin mutete mehr als surreal an. Bei schönstem Sonnenschein erstrahlte der 1. Mai nicht nur in vollem Glanze, sondern versprühte den rohen Charme der drohenden Krawalle. Ortsfremde Polizeiwägen samt Besatzung säumten den Weg, der uns über die Karl-Marx-Straße ins Bilderbuchreiseziel mit kleinstädtischer Heilewelt-Atmosphäre führte. In den Seitengassen schlenderten Grüppchen schwarzgewandeter Touris auf dem Weg zum „rockisten“ Open-Air-Event des Jahres – Wacken kann ja schließlich jeder. Mit Anarcho-Sternen geschmückt Steine werfen nur die Härtesten. Selten so ein krasses Kontrast-Program in dieser ewig janusköpfigen Hauptstadt erlebt. Wenden wir nun den Blick wieder auf die schönen Dinge, denn genau darum ging es Josef, als er die ersten Street-Yogis, Brüder der Streetpeople erschaffen hat. Mehr über das erste Projekt erfahrt ihr im  Interview auf dem TAZ-Street Art-Blog. Auch wenn der werte Herr niemandem verrät, wo sich sein Freilicht-Pinnboard versteckt, haben wir es doch entdeckt. Dort tummelt sich allerlei. Viele der Collagen sind leider schon sehr verwittert, dafür erstrahlt Flix‘ Pusteherzenmädchen besonders.

Überwachungskamera von OWYS

mit Street-People „Akrobat“

Street-People – Der Glöckner aus der Hertzbergstraße

Street-People – Good Luck

Das Pinnboard

Street-People mit EMESS – Cut and Go

Street-People mit EMESS – Stiertänzer

Street-People – Der Schelm

Street-People – Der Seiltänzer

Street-People – Ballerina

Street-People mit BSR

Pusteherzenmädchen von Flix

Unter dem Pusteherzenmädchen kleben natürlich, mancher wird es schon auf den ersten Blick gesehen haben, 2 Werke von Dave the Chimp, dazu aber mehr in einem anderen Artikel 😉 Bis dahin könnt ihr in Teil 1 und Teil 2 mehr Street-People sehen. In diesem Mixtape gibt’s Neuköllner Street Art von anderen Künstlern.

Viel Spaß damit!

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Hier (k)leben Street-People Teil 2

Das schöne an Urban Art ist, dass selten etwas für die Ewigkeit in Stein gemeißelt wird. Meist lassen Witterung, Hausmeister, Platzhirsche mit längeren Schwänzen und anderen Widrigkeiten die Werke schnell schwinden. Aber ebenso wie sich die Street-People zu anderen Blickfängen gesellen, prangte schwuppdiwupp plötzlich noch eine Pudelmütze auf seinem Häuptchen und das jetzt bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, wollen wir hoffen, dass diese ihn auch im Winter noch wärmt. Den Strickliebhaber ohne Kopfbedeckung findet ihr in Teil 1 meiner Street-People-Fotoschau.

 

Besser zu den Temperaturen passt da schon der Surfer, leider diesjährig einbeinig unterwegs.

Street-People mit Unbekannt – Aller Anfang ist schwer (Surfen)

 

 

 

Street-People mit Kartoffeltierchen – Haftpapier macht attraktiv

 

 

Street-People mit Bronco – Die Drohung

Wenn du mich nicht liebst, werde ich es tun!

Peng…

 

 

 

Street-People mit Dave the Chimp – Der Plakatkleber

This poster and it’s placement here made possible by the generosity of Nina Meyer

Mehr über das spannende Maintaining The Balance – Project 3 von Dave the Chimp erfahrt ihr auf seiner Homepage.

 

Street-People mit Dave the Chimp – Der Ausrufer

Und gleich noch eines von Dave the Chimp, diesmal das Maintaining The Balance – Project 2.

This is an advert for my latest print of the same design

 

 

Hier musste ich mehrmals lang gehen um’s zu finden:

Street-People – Zeitreise oder Schneckentempo

Auf der gleichen Brücke gegenüber, leider schon übersprayet… die Party war halt wichtiger…

Street-People mit Unbekannt – Fliegende Kinder

 

 

Zum Abschluß als kleiner Bonus ein Street Yogi:

 

Das wars,… bis ich morgen oder übermorgen den nächsten Street-People sehe und dann noch einen und noch einen…. Teil 2 war schneller da, als ich dachte und sowieso haben wir viele tolle andere Sachen entdeckt, die ich euch auch unbedingt vorstellen möchte.

 

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Hier (k)leben Street-People

Zwischen an die Wand gepupsten Duftmarken und durchstylter Designerkunst findet man an Neuköllner Wänden einen besonders liebenswerten Gesellen, ich nenn ihn immer Neuköllner, auch wenn der offizielle Titel  Street-People, die [pl.] lautet . Wahrscheinlich verlasse ich meinen Kiez einfach zu selten, um ihnen schon woanders begegnet zu sein 😉

Waren die Schlümpfe in meinen Kindertagen meine Lieblings-Comicfiguren, so muss ich sagen, dass auch das Finden (mit vorherigem Suchen) der Street-People einen gewissen Suchtfaktor entfacht. Nach dem mich Josef in der virtuellen Welt so nett mit der Nase drauf gestoßen hatte, musste ich unbedingt mal ans Recherchieren gehen. Jetzt brauch ich wenigstens den Liebsten nicht mehr zum Spazierengehen nötigen, dies wär ja reines Freizeitvergnügen, sondern es gibt einen wichtigen Grund durch die Straßen zu streunern. Josefs Verhältnis zu den Street-People ist wohl ähnlich wie das von Peyo zu den Schlümpfen und in seiner eigenen Galerie tummeln sich allerhand Straßenmenschen.  Neben einfacher Freude am Tun bzw. Sehen und Entdecken, gibt’s natürlich noch eine Metaebene, die mir zum ersten Mal den Slogan der Streetart-Szene erschloss: „Reclaim Your City“. Erobere dir die Stadt zurück. Vollkommen mietfrei bewohnt das Kerlchen die immer chicker werdenden Häuser unseres Bezirks, wider bzw. unabhängig der hier zur Zeit explodierenden Mieten, gerne mit dem Modewort Gentrifizierung beschimpft.

 

Street-People mit Unbekannt – Urban Knitting

Gesehen direkt bei uns um die Ecke in der Fontanestraße, lustiger Weise wurde unser Fotografieren gleich von zwei Passsanten kommentiert, die uns wichtig fragten, ob wir auch schon in den Medien über die Straßenstrickereien gelesen hätten. Gut informierte TAZ-Leser, wie mir scheint. Für uns natürlich ein alter Hut, gaben wir zu verstehen, nicht ohne auf den umso wichtigeren Street-People zu verweisen. Leider wollten die beiden meinen fachkundlichen Ausführungen nicht weiter folgen und zogen von dannen. So ein Pech, jetzt muss ich mich hier auf dem Blog ausleben.

 

Street-People mit Urban Knitting

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Street-People mit Urban Knitting

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Street-People mit Urban Knitting

Mehr zum Thema Urban Knitting – dem einzigen legalen Streetart-Vergnügen findet ihr auf knittaplease.

 

Street-People mit Haftpapier von Kartoffeltierchen

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Mehr Haftpapier findet ihr auf Josefs Street-Yoga-Blog.

 

Street-People mit Human Bein von Dave the Chimp

Die Werke von Dave the Chimp sind insbesondere rund um die Weserstraße im Reuterkiez sehr häufig zu sehen. Der werte Künstler ist nicht nur in Berlin unterwegs und hat in der Szene wohl den klingensten Namen. Gerüchteweise soll auch Bansky sich in unserem Stadtteil verewigt haben, andere wieder schreiben dies seien nur Imitate. Ich mag die Arbeiten von Dave the Chimp sehr und werde ihm in Kürze  eine eigene Fotoschau widmen.

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Mehr Bilder von Dave the Chimp findet ihr beim Street-Yoga und beim TAZ-Streetart-Blog.

 

Street-People mit Unbekannt – Reiterspiel

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Street-People mit Unbekannt – Schildkröten

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Streetpeople mit Karl Addison – Gegenverkehr

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Auch Herr Addison ist im Reuterkiez sehr fleißig. Mehr Bilder findet ihr beim Street-Yoga.

Street-People mit Broken Window – Broken Window


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Diese Version von Broken Window gab’s bei uns schon einmal ohne Street People zu sehen. Das Stencil ziert einige Häuser und Jalousien und gefällt mir als Mädchen natürlich sehr 😉

Streetpeople mit Unbekannt – Gärtner

Leider etwas von der Sonne verstrahlt, diese Blume tauchte bei uns in der Wissmannstraße auf und wurde alsbald vom Gärtner ergänzt. Die schwarzen Asphaltpflanzen sprießen an vielen Häuserwänden in Neukölln und bringen nun ja – nicht gerade Farbe in die Stadt. Etwas unscheinbar die Gewächse, aber den Gärtner bei uns zu sehen, hat mich sehr gefreut.

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Street-People mit Unbekannt – Würfelakrobatik

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Streetpeople mit Unbekannt – Aller Anfang ist schwer (Jonglieren)

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Update: Mehr Street-People findet ihr in Teil 2 meiner Street-People-Fotoserie.

 

So das wars für heute. Für sachdienliche Hinweise bin ich immer dankbar. Nur Anmerkungen wie „Kamera nicht immer so schief halten“ werden nicht so gerne entgegen genommen. Ich werd‘ natürlich versuchen mehr über die „Unbekannt“ gelabelten Künstler zu erfahren und nach und nach die Infos ergänzen. Solltet ihr eines der Fotos auf eurer privaten Seite verwenden wollen, gebt mir doch per E-Mail Bescheid (siehe Impressum). In der Regel sag ich da gegen Namensnennung und Link nicht Nein.

 

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