Auf Tour: Suzan Köcher

Verträumt-hippiehafte Vagabundenromantik, mal mit französischem Chic unterlegt, mal als düsteres Roadmovie mit Twang im Gepäck dargeboten, so tönt das letzten Herbst erschienene Album Moon Bordeaux. Vashti Bunyan meets Thelma & Louise, derart ließe sich die psychedelisch-folkige Chose vielleicht auf den Punkt bringen. Verantwortlich dafür zeichnet keine Newcomerin aus dem Mittleren Westen der USA, auch keine Singer-Songwriterin von der Insel, die die klassische britische Folktradition mit ein wenig Film noir auffrischt. Und die Klänge sind schon gar nicht französischer Provenienz. Nein, Suzan Köcher nennt Solingen ihre Heimatstadt. Das mag einigermaßen überraschend sein, zugleich soll die nicht eben alltägliche Herkunft dieser Musik nicht als Aufhänger dieser Zeilen dienen. Mit dieser Platte reist man freilich nicht durch Deutschland, mit diesem Album macht man sich ohne Umschweife auf den Weg zum SXSW-Festival! Und trotzdem tourt Köcher momentan durch Deutschland, um Moon Bordeaux live zu präsentieren. Welch Glück!


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