Schlagwort-Archive: The Warm Inventions

Schlaglicht 78: Hope Sandoval & The Warm Inventions

Wenn die einzigartige Hope Sandoval neue Klänge veröffentlicht, wird uns stets warm ums Herz. Noch freudiger ist man gestimmt, wenn völlig aus dem Nichts eine EP angekündigt wird. Die im September erscheinende EP Son of a Lady ist als Nachklapp zum letztjährigen Album Until The Hunter zu verstehen. Sandoval und ihr kongenialer Partner Colm Ó Cíosóig hatten wohl noch das eine oder andere Liedchen im Köcher. Wie schade wäre es gewesen, wenn diese Tapes Staub angesetzt hätten! Zumal es keine Überraschung wäre, wenn sich Hope Sandoval & The Warm Inventions wieder eine mehrjährige Pause verabschieden würden. Die scheue und mysteriöse Grazie ist ohnehin nicht als veröffentlichungswütig verschrien, dazu kommt noch, dass die Wiederauferstehung von Mazzy Star hoffentlich mehr als nur ein wildromantisches Strohfeuer war. All die Faktoren machen Son of a Lady zu einem unverhofften Geschenk. Mit Sleep gibt es auch eine Hörprobe zu bestaunen. Schlaglicht 78: Hope Sandoval & The Warm Inventions weiterlesen

Unsere Lieblingslieder 2016

Nach einer kleinen gesundheitlichen Zwangspause geht es jetzt munter weiter…

Musik ist für die Ewigkeit gemacht. Sie läuft nicht davon. Gerade im Zeitalter digitaler Verfügbarkeit nicht. Es muss wohl diese Erkenntnis gewesen sein, die mich 2016 dazu veranlasst hat, viele – sehr viele – Platten bewusst nicht zu hören. Ich habe noch in keinem Jahr meines Bloggerdaseins mir aus verschiedensten Gründen so viele Alben geliebter Künstler aufgespart. Etwa das Vermächtnis Leonard Cohens, die Trauerbewältigung Nick Caves, und viele mehr. Paul Simons diesjährige Scheibe werde ich erst 2017 so richtig hören, auch The Divine Comedy muss noch warten. Und ob ich je tiefer ins jüngste Werk Radioheads eintauche, wird die Zeit zeigen. Und diese neu gewonnene Seelenruhe soll sich 2017 auch stärker auf dem Blog äußern. Eine Platte verliert nicht an Relevanz, nur weil sie bereits den einen oder anderen Monat oder sogar Jahr am Buckel hat. Natürlich ist mir bewusst, dass sich Promotionfirmen und Labels geballte Berichterstattung ums Datum der Veröffentlichtung wünschen. Das sollen aber Magazine leisten. Ein Blog ist ein Blog – und kein Einmannmagazin. Da sich die Co-Bloggerin und meine Wenigkeit 2016 intensiv in der Flüchtlingshilfe engagiert haben und dieses Engagement nicht abnehmen wird, wird dieser Blog 2017 noch mehr Hobby sein denn je zuvor. Ein Hobby aber, das wir nicht missen möchten. Und nun genug der Vorrede. Hier sind die Lieder, die uns im letzten Jahr über den Weg gelaufen sind. Die uns erfreut und bewegt haben. Unsere liebsten Lieder halt!

1. James – Nothing But Love (Review)

2. Kevin Morby – I Have Been to the Mountain (Review)

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Fast alles wie gehabt – Hope Sandoval & The Warm Inventions

Musikalische Weiterentwicklung wird meist überschätzt. Wenn man das, was man macht, in großartiger Manier macht, besteht wenig Grund für Veränderung. Und deshalb widmet sich Hope Sandoval weiterhin jenen Klängen, die sie in absoluter Perfektion beherrscht. Zusammen mit ihrem kongenialen Partner David Roback ist sie durch Mazzy Star längst zum Inbegriff von Dream-Pop geworden. Das vor über 15 Jahren mit Colm Ó Cíosóig gegründete Projekt Hope Sandoval & The Warm Inventions setzt den Akzent eher auf psychedelischen Dream-Folk. Während der 17 Jahre dauernden Schaffenspause Mazzy Stars hat Sandoval mit The Warm Inventions einen Sound geschaffen, dessen reduzierte Instrumentierung den verhuschten Gesang noch weiter in den Vordergrund rückt. Schon das 2013 veröffentliche Mazzy-Star-Comeback Seasons Of Your Day hat die ohnehin eher in Details liegenden Unterschiede zwischen den beiden Formationen endgültig verwischt. Diese Entwicklung setzt sich auf Until The Hunter, dem mittlerweile dritte Studioalbum mit The Warm Inventions, fort.

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Schatzkästchen 76: Hope Sandoval & The Warm Inventions – Let Me Get There (feat. Kurt Vile)

Über die verehrte Hope Sandoval brauche ich eigentlich nicht mehr viel Worte verlieren – und tue es natürlich einmal mehr. Denkt man an die prägenden Stimmen des Dream-Pop der letzten 25 Jahren, ist ihr Name zuoberst auf der Liste. Sie ist zum Inbegriff einer scheuen Ikone geworden, deren Gesang stets von melancholischer Abgeschiedenheit getragen wird. Ob im Verbund mit David Roback als Mazzy Star oder unterstützt von Colm Ó Cíosóig als Hope Sandoval & The Warm Inventions, ihre seltenen Alben zählen stets zu den Highlights eines Musikjahres. Bereits im Frühjahr wurde im Zuge des diesjährigen Record Store Days mit dem Song Isn’t It True ein erstes musikalisches Lebenszeichen veröffentlicht, verbunden mit der Ankündigung, dass noch 2016 eine Platte folgen würde. Und siehe da, im November soll nun Until The Hunter, das mittlerweile dritte Album mit The Warm Inventions, erscheinen. Wie erfreulich! Auch weil der erste Vorgeschmack darauf schließen lässt, dass Sandoval ihre Magie nicht eingebüßt hat. Let Me Get There ist ein Duett, welches sie zusammen mit Kurt Vile bestreitet. Das Stück besitzt angenehm soulige und psychedelische Akzente, die Chemie zwischen Viles warmer Stimme und einer sacht leidenschaftlichen, sich dennoch in Gedanken räkelnden Sandoval stimmt von Beginn an. Schatzkästchen 76: Hope Sandoval & The Warm Inventions – Let Me Get There (feat. Kurt Vile) weiterlesen

Schatzkästchen 57: Hope Sandoval & The Warm Inventions – Isn’t It True

Soll ich überhaupt noch viele Worte über Hope Sandoval verlieren? Sie ist die Grande Dame des Dream-Pop und Dream-Folk, eine ob ihrer Zurückhaltung zur mysteriösen Ikone taugende Sängerin. Ob im Verbund mit dem kongenialen David Roback als Mazzy Star oder mit Colm Ó Cíosóig als Hope Sandoval & The Warm Inventions, ihr Gesang ist von großer Makellosigkeit und nachdenklicher Entrücktheit geprägt. Auch deshalb besitzt Sandoval abseits allen Popstar-Gehabes eine ihr fast kultisch huldigende Fangemeinde. Und da sie sich trotz mancher Kollaborationen mit anderen Musikern und Bands, ich denke da an The Chemical Brothers, Death in Vegas oder auch Massive Attack, eher rar macht, haben Albenankündigungen bei ihr immer etwas von Jubeljahr und Wunder. Für 2016 wurde unlängst erst ein neues Werk in Aussicht gestellt. Das soll bei Sandoval aber nichts heißen. Bereits 2009 hatte sie die Arbeit an einem Plattencomeback von Mazzy Star bestätigt, doch dauerte es noch bis 2013 ehe Seasons Of Your Day endlich veröffentlicht wurde. Was dieses Mal zuversichtlich stimmt, dass aus 2016 nicht etwa 2017 oder gar 2018 wird, ist ein erster Vorbote, der sich bereits digital und im Zuge des diesjährigen Record Store Days als farbiges 7″-Vinyl materialisiert hat. Isn’t it True bleibt dem verträumten Folk früherer Alben von The Warm Inventions treu. Schatzkästchen 57: Hope Sandoval & The Warm Inventions – Isn’t It True weiterlesen