Schlagwort-Archive: World Music

Zeitlosigkeit statt Nostalgie – Orchestra Baobab

Mitteleuropäer werden wohl nicht gerade mit großen Kenntnissen glänzen, wenn die Sprache auf den Senegal kommt. Vermutlich können sich hier Sportfans besonders hervortun, Motorsportfreunde kennen die Hauptstadt Dakar von der gleichnamigen Rallye, auch wenn diese mittlerweile aus Sicherheitsgründen in Südamerika gefahren wird. Das Nationalteam Senegals wiederum überraschte bei der Fußball-WM 2002. Durchschnittseuropäer werden zumindest die französische Kolonialvergangenheit anführen können. Für Schlagzeilen taugt das westafrikanische Land kaum. All seine Probleme wurden in den Jahrzehnten seit der Unabhängigkeit 1960 von gravierenderen Krisenherden am afrikanischen Kontinent in den Schatten gestellt. Doch wieder einmal taugt eine afrikanischen Band dazu, ein bisschen in die Höhen und Tiefen eines Landes einzutauchen. Dieses Mal wollen wir uns das Orchestra Baobab ein wenig näher ansehen. Und natürlich auch das jüngst erschienen Album Tribute To Ndiouga Dieng nicht unerwähnt lassen.

Photo Credit: Youri Lenquette

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Der alte und neue Kampf um Heimat – Tinariwen

Heimat ist nichts, dessen man beim achtlosen Blick durchs Küchenfenster ansichtig wird. Heimat offenbart sich bestenfalls in besonderen, erhebenden Momenten. Mehr noch aber in der Sehnsucht, wenn Heimat zum verlorenen Paradies erwächst. Tinariwen können das eine oder andere Lied darüber singen! Die Wurzeln der Formation liegen in algerischen Flüchlingslagern, in welchen die erste Generation der Musiker aufwuchs, da das Volk der Tuareg seit den Sechzigern in Mali verfolgt wurde. Was Ende der Siebzigerjahre als loses Kollektiv musikalisch Gleichgesinnter entstand, war zunächst Ausdruck des Widerstands und der Bitterkeit des Exils. Die Inhalte der Musik fokussierten sich natürlich stark auf das Thema Revolution und bereiteten somit den geistigen Nährboden für die 1990 begonnene Rebellion der Tuareg, die letztlich in einem Friedensvertrag mit der malischen Regierung mündete. Doch Geschichte wiederholt sich. Auch die nächste Generation, die nun neben der alten zu den Instrumenten greift, sieht sich abermals mit Vertreibung und dem Fehlen von Heimat konfrontiert. Sein ein paar Jahren treiben die islamistischen Extremisten von Ansar Dine in der Region ihr Unwesen. Solch Musik, die der Einklang mit Tradition und Lebensraum umtreibt, ist reaktionären, repressiven Eiferern selbstverständlich ein Dorn im Auge. Das neue Album Elwan erfährt seine Existenzberechtigung allein schon darin, dass es sich schlicht nicht unterkriegen lässt. Tinariwens zwischen Moderne und Folklore verorteten Wüstenblues weiter kultiviert.

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Schlaglicht 67: Baba Commandant & The Mandingo Band

Heute möchte ich einen Konzerttipp loswerden. Wer diesen Blog hier öfter besucht, wird bereits festgestellt haben, dass wir bei allem Indie auch ein ausgeprägtes Faible für das haben, was allgemein als Weltmusik bzw. World Music firmiert. Speziell der afrikanische Kontinent hat es mir in seiner klanglichen Vielfalt angetan. Und hier speziell der Afrobeat. Weil er im ewig Widerstreit zwischen Tradition und Moderne auf einen gemeinsamen Nenner zurückgreifen. Er steht stets für eine selbstbewusste Identität, die Länder- und Sprachgrenzen überwindet, eine panafrikanische Botschaft entwickelt. Afrobeat vereint die ganze Diversität des schwarzen Afrikas auf sich. Aus diesem Selbstverständnis heraus hat im Afrobeat ein traditionelles Instrument wie Ngoni ebenso seine Berechtigung wie eine E-Gitarre. Und so freut es mich, wenn man beim Afrobeat nicht nur vom Glanz früherer Tage sprechen kann, sondern auch einen gegenwärtigen Vertreter als Beweis für die Qualität dieser Rhythmen anführen kann. Baba Commandant & The Mandingo Band zählen definitiv dazu. Der charismatische Sänger Mamadou Sanou aka Baba Commandant stammt aus Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt Burkina Fasos. Das sprachliche Universum, in welchem er sich bewegt, ist jenes der Mande-Sprachen Westafrikas. Das 2015 veröffentlichte Album Juguya zeigt einen mitreißenden Künstler, der mit seiner stimmlichen Präsenz das Sammelsurium an Einflüssen stets zusammenhält. Juguya ist in höchstem Maße unterhaltsam, darüber hinaus ist es einerseits eine Hommage an die goldenen Zeiten des Afrobeat, andererseits verankert es das Genre auch fest in der Gegenwart. Der Einfluss des großen Fela Kuti ist zwar unüberhörbar, aber Sanou gelingt es jederzeit, eigene Akzente zu setzen. Die Bandbreite reicht von energetischem Afrobeat bei Ntijiguimorola, der durch eine starken Vortrag samt gackerndem Gebrüll aufgefettet wird, über I Kanafo, bei dem das Call-and-Response zwischen Baba Commandant und dem Orchester mit wiehernden Bläsereinsätze bereichert wird, bis hin zu einem Track wie Siguisso, dessen traditionellen Percussion und Ausgestaltung eher im Umfeld eines Toumani Diabaté anzusiedeln ist. Als weiteres Highlight dieses schlicht umwerfenden Werks wäre Tilé zu nennen, das sich im Grunde so anhört, als hätte man es mit einem ewigen Klassikers des Genres zu tun, was einer stimmigen Instrumentierung voll funkigem Esprit zu verdanken ist. Auch Djanfa gefällt sehr, wie sich hier gegen Ende vom Hip-Hop inspirierter Sprechgesang mit einer rockigen Grundstimmung mischt, empfinde ich als ansprechend und innovativ.

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Schatzkästchen 78: Tinariwen – Ténéré Tàqqàl

Wenn es um afrikanische Traditionspflege geht, zählen Tinariwen seit vielen Jahren schon zu den Besten ihrer Zunft. Nur zur Erinnerung: Tinariwen sind ein Kollektiv aus Mali stammender Tuareg-Musiker, die als Kinder in algerischen Flüchtlingslagern aufwuchsen, da das Volk der Tuareg seit den Sechzigern in Mali verfolgt wurde. Sie gehören somit einer Generation an, die im Exil als Krieger erzogen wurde. Ende der Siebzigerjahre entstand eine lose Formation musikalisch Gleichgesinnter, die die traditionelle Kultur ihres Volkes sacht modernisierten. Die Inhalte der Musik fokussierten sich natürlich stark auf das Thema Revolution und bereiteten somit auch den geistigen Nährboden für die 1990 begonnene Rebellion der Tuareg, welche schließlich in einem Friedensvertrag mit der malischen Regierung mündete. In den letzten fünfzehn Jahren geriet die Band durch zahlreiche Auftritte in Europa zu bejubelten World-Music-Vertretern, deren weise Folklore von einem bewegten Leben erzählt. Dies wird fraglos auch auf dem für Februar 2017 angekündigten Album Elwan deutlich werden. Ein Kulturpessimismus, der der Moderne mit all ihren  Veränderungen voll Ratlosigkeit begegnet, trifft bei Tinariwen auf poetische Schönheit, die auf wunderbare Art und Weise ein Ringen um Heimat zu vermitteln vermag. Die Musiker von Tinariwen erzählen die Geschichte von Entwurzelung, verbunden mit der bitteren Erkenntnis, dass die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln letztlich vielleicht gar nicht gelingen kann. Der Track Ténéré Tàqqàl etwa beklagt die Bitterkeit in den Gesichtern der Unschuldigen, die in schweren und schmerzlichen Zeiten keine Solidarität mehr erfahren. Die Stärksten würden ihren Willen durchsetzen, die Schwächsten zurücklassen. Viele wären gestorben, sämtliche Freude wäre gewichen. Man sei von all der Falschheit erschöpft.

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Eine kleine Geschichte über Migration – Sarathy Korwar

Von den Siddi, einer afrikanischstämmigen Bevölkerungsgruppe in Indien, können wir eine ganze Menge lernen, speziell die euphorischen Befürworter und dezidierten Gegner der Globalisierung unter uns. Ob Chancen oder Gefahren, im gegenwärtigen Diskurs wird gern so getan, als wäre die globale Welt Fluch oder Errungenschaft der vergangenen Jahrzehnte. Vielleicht sollten wir um die Globalisierung ohnehin keinen solchen Lärm machen, denn sie ist in ihrer derzeitigen Form nur vorläufige Momentaufnahme eines seit Menschheitsbeginn andauernden Prozesses. Und hier kommen die Siddi ins Spiel, die als Sklaven, aber auch Seefahrer und Händler teils wohl schon vor mehr als tausend Jahren nach Indien gelangten. Die Siddi sind ein Beispiel für eine über Jahrhunderte erfolgte, fraglos oft forcierte Migration. Ihr bis heute andauerndes Schattendasein in der indischen Gesellschaft belegt, dass Migration nicht zwangsläufig früher oder später zu Integration führt. Das Volk mag sich im Lauf der Zeit angepasst haben, wuchs vermutlich überhaupt erst in der Fremde zu einer Ethnie zusammen, vergaß im Zuge dessen aber auch auf die eigenen sprachlichen Wurzeln. Lediglich in ihrer Musik haben sich uralte afrikanische Elemente erhalten. Die Siddi leben heute hauptsächlich im westindischen Bundesstaat Gujarat. Und eben dorthin hat sich der in den USA geborene, in Indien aufgewachsene und nun in London beheimatete Musiker Sarathy Korwar aufgemacht, um quasi als Musikethnologe trancehafte Gesänge und polyrhythmische Percussion aufzunehmen. Diese Folklore hat er anschließend mit Jazz und elektronischen Komponenten zu einer spannenden Platte namens Day To Day geformt.

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Schatzkästchen 60: Sarathy Korwar – Indefinite Leave To Remain

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Wenn Musik richtig im Fluss ist, mäandert sie durchs Gehirn, reißt Assoziationen mit, lässt viele Gedanken gleich winzigen Papierschiffchen auf der Melodie tanzen. Ich liebe Musik, die durch den Kopf sprudelt. Klänge ins Herz zu plätschern und Lieder in die Magengrube sickern zu lassen, das ist gar nicht so schwer. Im Hirn vor Anker zu gehen, erscheint mir die größere Herausforderung. Dem in den USA geborenen, in India aufgewachsenen and nun in London beheimateten Musiker Sarathy Korwar ist dies geglückt. Seit einigen Tagen schon lausche ich dem Track Indefinite Leave To Remain und merke richtiggehend, wie das Stück in meiner Vorstellungskraft Wellen schlägt. Korwars Lebenslauf spiegelt sich auch in dieser Nummer wieder. Minimalismus trifft hier auf jazzigen Jam und indische Einflüsse. Die erste Hälfte von Indefinite Leave To Remain zeichnet sich durch repetetive Elemente aus, die Percussion führt geradezu zur Trance, der zweite Teil des Tracks wirkt unstruktierter, versinkt in einer faszinierenden Improvisation. Schatzkästchen 60: Sarathy Korwar – Indefinite Leave To Remain weiterlesen

Das Stigma der Flucht – Aziza Brahim

Im gegenwärtigen Diskurs wird Flucht als Fahrt nach Disneyland dargestellt. Oder als eine Art vergnügliche Reise mit ein wenig Camping-Flair und jeder Menge Action verharmlost. Das Verlassen der Heimat scheint nur noch Suche nach einem Schlaraffenland-Eldorado zu sein. All diese euphemistischen Darstellungen lassen jedoch außer Acht, dass Flucht überwiegend im Elend mündet. In irgendwelchen Flüchtlingscamps in einem vegetativen Niemandsland, aus dem Boden gestampft auf Wüstengrund oder Brachland. In solch einem Flüchtlingscamp in der algerischen Wüste wurde Aziza Brahim 1976 geboren, nachdem ihre Familie im Zuge des Westsaharakonflikts dorthin fliehen musste. In der algerischen Provinz Tindūf enstanden zu dieser Zeit Lager, in denen bis heute circa 180.000 Saharauis, Mitglieder eine maurische Ethnie in der Westsahara, leben. Der ganze Konflikt steht exemplarisch für die Nachwehen des Kolonialismus. Die Westsahara war in den Siebzigern von Spanien aufgegeben worden, Marokko nutzte diese Gelegenheit zur Annexion. Bis heute teilt der verminte marokkanische Wall den von Marokko verwalteten Teil von jenen unter Kontrolle der sahrauischen Befreiungsbewegung Frente Polisario befindlichen Gebieten. Ein in das Thema einführender Beitrag zu dem Konflikt findet sich übrigens auf der Webseite des Deutschlandradios. Aziza Brahim freilich hatte das Glück, ein Schülerstipendium zu bekommen und mit 11 Jahren nach Kuba gehen zu können. Als sie dort jedoch für ein Musikstudium nicht zugelassen wurde, kehrte sie jedoch 1995 in die algerischen Camps zurück, wo sie sich der National Sahrawi Music Group anschloss. Die Musik führte sie in den 2000er-Jahren nach Spanien, wo sie jetzt auch lebt.

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Ein Treffen der Temperamente – Monoswezi

Die Prämisse ist bewährt und nie aus der Mode. Das Aufeinanderprallen von Gegensätzen funktioniert immer. Da wäre zum einen eine quirlige afrikanische Lebensfreude voller Traditionen, zum anderen nüchterne skandinavische Coolness im Hier und Jetzt. Aus jener Verschiedenheit heraus bezieht die Formation Monoswezi ihren musikalischen Ansatz. Sogar der Name der Band spielt auf die verschiedenen Herkunftsländer an. Die Buchstaben Mo stehen für Mosambik, No für Norwegen, Swe ist das englische Länderkürzel für Schweden und Zi verweist ebenfalls auf die englische Schriftweise von Simbabwe. Monoswezi machen aus ihrer Intention also wirklich kein Hehl. Und dieser ehrliche, schnörkellose Zugang trägt bei der Platte Monoswezi Yanga Früchte. Die Folkore Südostafrikas trifft auf nordeuropäische Jazz-Vorlieben. Aus diesem Spannungsfeld heraus entsteht ein sehr klischeearmes, unverkramptftes Crossover-Album, bei dem sich Kulturkreise auf Augenhöhe begegnen.

Ein Garant für das Gelingen des Werk ist wohl der Vortrag von Hope Masike. Ihr Gesang wirkt angenehm zurückhaltend, schön erzählerisch. Masike kommt nicht über die überbordende Emotion, ihre Eindringlichkeit tritt erst bei genauerem Hinhören hervor. Ein Treffen der Temperamente – Monoswezi weiterlesen

Lass Hoffnung sein! – Xavier Rudd & The United Nations

Ein Flugzeug stürzt in den französischen Alpen ab, der Aktienkurs von Lufthansa sackt daraufhin in den Keller. Millionen Tonnen Plastik gelangen Jahr für Jahr in die Ozeane, Müllvermeidung juckt uns dennoch nicht. Die Bill & Melinda Gates Foundation möchte wohltätig sein, erzielt seine Rendite jedoch durch Investments in Firmen, die den Lebensraum von Menschen zerstören. Ob Zynismus, Ignoranz oder Dummheit, all die Attitüden haben uns fest im Griff. Sie werden immer mehr zu Grundpfeilern zivilisierten Denkens. Muss das so sein? Kann man einen radikalen Gegenentwurf überhaupt denken, ohne gleich als naiv oder wirtschaftsfeindlich gebrandmarkt zu werden? Der australische Singer-Songwriter Xavier Rudd versucht nicht erst seit gestern, einen Weg zurück nach vorn aufzuzeigen. Er betont das archaische Element, eine Einheit mit der Natur, die Rückbesinnung auf spirituelle Energie. Für ihn sind Denken und Fühlen des Menschen in solidarischen Stammesgemeinschaften entstanden. Jedwede Verbundenheit mit den Ahnen – sowie ein Bewusstsein für Geschichte – erachtet er als Grundvoraussetzung, um an ein Morgen zu denken, die Kurzsichtigkeit des Hier und Jetzt zu überwinden. Nun könnte man Rudd als esoterischen Öko-Spinner abtun, seine Vision diskreditieren. Aber was haben uns die Verfechter der Marktwirtschaft an ethischen Angeboten zu machen? Was haben sie außer einer geradezu im Dogma des Zynismus gehaltenen rigorosen Evolution anzubieten? Welche Frohbotschaften, welche sinnstiftenden Werte hat der westliche Gesellschaftsentwurf der Gegenwart im Talon? Da bleibt nicht viel, wenn man Materialismus und Konsum nicht als der Weisheit letzter Schluss ansieht. Vielleicht lohnt es also doch Rudds neuem Album Nanna zu lauschen. Selbiges hat er mit einer Reihe großartiger Musiker aus allen Winkeln der Welt aufgenommen. Als Xavier Rudd & The United Nations kreieren sie einen von Reggae befeuerten, exzeptionellen Sound.

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Schlaglicht 9: Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba

Die Ngoni ist eine Laute mit Steg, man kann sie sich als betagten Vorgänger des Banjos vorstellen. Verbreitung findet sie vor allem in Westafrika. Und so spannend es fraglos auch ist, in den Kosmos alter und in Europa fraglos exotisch anmutender Musikinstrumente einzutauchen, erscheint es nicht minder faszinierend, hautnah zu erleben wie ein Musiker Tradition und Moderne miteinander verknüpft. Der malische Musiker Bassekou Kouyaté lässt sich von der vermeintlichen Limitierung einer in der Regel drei- bis viersaitigen Ngoni nicht abschrecken, motzt diese auf bis zu sieben Saiten auf, elektrifiziert das Instrument. Zusammen mit seiner Band Ngoni Ba bietet er auf dem mittlerweile vierten Album Ba Power derart mitreißenden Afro-Rock, dass nicht nur der wackere Fan von Weltmusik ins Schwärmen kommt. Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba stehen sowohl für eine Fortführung der Griot-Tradition als auch für eine Offenheit gegenüber westlichen Populärsounds. Einen ersten Vorgeschmack auf das für April angekündigte Album vermag der Song Siran Fen zu liefern. Im Vergleich zur erdigen Vorgängerplatte Jama ko verlässt dieser Track die heimatliche Scholle, entwickelt einen weltumspannenden, dynamischen und natürlich noch immer afrikanisch verbrämten Groove. Ein Ohrwurm, made in Afrika! Man darf sich somit viel von dem neuen Werk Ba Power erhoffen!

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