Empfehlungen

Hier sollen ein paar Alben einen Einblick in unsere musikalischen Vorlieben gewähren. Diese Platten hören wir gern. Sie stammen von Künstler, denen wir auf dem Blog bereits so manche Zeile gewidmet haben – und dies auch in Zukunft tun werden.

Scanners

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Die Londoner Formation Scanners hat sich mit den Alben Violence Is Golden und Submarine nachhaltig in unsere Herzen gespielt. Quasi als Sahnehäubchen erweist sich der 2013 erschienene Drittling der Band, Love Is Symmetry. Das Werk zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Prise britischer Kultiviertheit mit schwelgerischer Attitüde und Anklängen alternativer Rotzlöffeligkeit verbindet. Die Scanners polieren eine Zärtlichkeit auf Hochglanz, entwickeln zurückhaltende, feine Pophymnen, zugleich dominiert eine spielerische Leichtigkeit, welche auch die eine oder andere Ungezügeltheit erlaubt. Die Band bietet auf dem jüngsten Werk jede Menge Abwechslung, robuste, atemlose Lärmigkeit und stupend ausgestaltete Balladen.

Small Feet

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Die Debüt-EP Liar Behind The Sun (2013) besticht als pastellfarbener Soundtrack für Mußestunden voll Tiefgang und Sehnsucht. Die schwedische Formation Small Feet ist das Vehikel von Sänger Simon Stålhamre, der filigranen Folk mit einer hohen, zärtlichen Stimme krönt, dabei eine Verletzlichkeit entblößt, die geradezu sakral auf den Hörer niederhallt.

Dark Dark Dark

Das 2011 mit ein wenig Verspätung auch in Deutschland veröffentlichte Album Wild Go der amerikanischen Formation Dark Dark Dark ist eine ausnahmslos elegante Scheibe, die aus Schwermut nie Langeweile werden lässt, die wohldosiertes Temperament anstelle von Monotonie anzubieten hat. Dark Dark Dark versprühen chansonesquen Charme, mengen den Liedern einer gehörige Prise Folk oder Jazz bei, kleiden die Lieder mit der Schmissigkeit von Pop aus.

Clem Snide

Die Indie-Rock-Formation Clem Snide hat schon einige Jährchen im Musikgeschäft auf dem Buckel. Mit ihrer 2010 erschienen Platte The Meat of Life hat die Band ihren bisherigen Zenit erreicht. Einen perfekten Spagat zwischen gefälligen Melodien und spitzzüngigem Songwriting fabriziert. Dies Werk sei humorbegabten Melancholikern ins Stammbuch geschrieben!

The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble

The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble ist ein niederländisches Kollektiv der Nu-Jazz-Kategorie, das sich auch unter dem Alter Ego The Mount Fuji Doomjazz Corporation verdient gemacht hat. Eine gleich einer Fata Morgana wie aus tausendundkeiner Nacht gestaltete Scheibe ist Here Be Dragons von 2009.

Her Name is Calla

Mit The Quiet Lamb (2010) vermochte die britische Post-Rock-Band Her Name is Calla ein Werk voll heiliger Momente zu erschaffen. Fast wirkt The Quiet Lamb wie ein in finsteren Farben gemaltes Bild, in dem sich in irgendeiner Ecke ein Lichtstrahl verbirgt. Dieser Fetzen Helle rückt mit jeder Betrachtung stärker in das Blickfeld, weicht die komprimierte Dichte der Düsterkeit ein klein wenig auf, setzt einen erlösenden Akzent.

Sharon Van Etten

Die amerikanische Singer-Songwriterin Sharon Van Etten steigert sich mit jeder Platte. Jüngstes Beispiel ist das Anfang 2012 veröffentlichte Album Tramp. Ihre Songs üben sich in Bekenntnissen, vermeiden doch eine tränenreiche Beichte, verströmen Verletzlichkeit, doch findet man Narben, wo blubberndes Blut effektvoller wäre. Den geschilderten Krisen wird nicht mit Tatütata begegnet, das Happy End biegt nie mit Blaulicht um die Ecke. Wo andere Gott und die Welt zum Drama bitten, übt Van Etten die kleinen Gesten.

 

Weitere Empfehlungen folgen demnächst…

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