The View – Which Bitch?

Schöner rocken mit Schotten – und ähnlicher Unfug, zu dem mich diese Band so verbal verleitet. Das kommt davon, wenn man so rotzig und frech auftönt. Das rollende „R“ mit dem markanten, wohl in Szene gesetzten Akzent tut sein übriges. Wer sein Album Which Bitch?  nennt, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen… elegant haben sie so ein bekanntes Rockstar-Problem gelöst und in den Dankesworten zur gleichnamigen CD  einfach mal pauschal ihren Girlfriends gedankt- wer keine Namen nennt, vergisst auch keine 😉 Eine Sorge weniger.

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The View sind die zweite Band, die mich durchs  just vergangenen Wochenende geführt habt. Liefen im Wechsel mit den White Lies in Heavy Rotation.

Fernab jeglicher Düsterheit – rotzlöffeln sie wie die einst die Babyshambles. Versprühen den jungenhafte Größenwahn, Spielfreude und Rotz, mit der sonst nur die frühen Mando Diao brillierten, die Peter Doherty zum Exzess pushte und über die Grenzen der Strenge schlagen ließ.

So darf in der Bio des Sängers Kyle Falconer natürlich der fast schon obligatorische Rock’n’Rollsche Gefängnisaufenthalt wegen Drogenbesitzes nicht fehlen… Nur – die Musik der Band ist einfach zu Schade um in die Abgründe des Tam Tams drumherum zu versinken.

Immerhin – dem lieben Pete sollen sie dann auch ihre junge Karriere mit zu verdanken haben… mit Mando Diao sind sie zur Zeit auf Tour. Passt schon sehr zusammen. Kein Wunder, dass ich sie gleich in mein Herz geschlossen habe. Mit dem nötigen, ironischen Abstand genossen – versteht sich 😉

The View veröffentlichen mit Which Bitch? eines der frischesten Alben 2009. Wild wird durch die unterschiedlichsten Musikstile gewildert. Voller Spielfreude und Lust am Leben,  dem Rocken wo und was nur geht. Das reißt einen nicht nur vom Stuhl, dass lässt einen ekstatisch vom Sofa springen und wild durch die Wohnung pogen.

Das Quartett aus Dundee – Kyle Falconer (Gesang/Gitarre), Kieren Webster (Gesang/Bass), Pete Reilly (Leadgitarre) und Steve Morrison (Schlagzeug) liefert ein facettenreiches Album. Leise Töne und feine Orchestrierung (Distant Dubloon) finden hier ebenso ihren Platz wie jugendlicher Unfug (Double Yellow Line – wie man betrunken der Staßenmarkierung folgt um heim zu finden).

Liebe und Tod gehören eben genauso zum Leben, wie ab und zu die Notwendigkeit, der Liebsten die Bettdecke zu entwenden, um sie aufzuwecken und an den aktuell wichtigen Gedanken teilhaben zu lassen (Covers).

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Tourtermine:

DifferentStars

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