Bundesvision Song Contest 2011 – Die Teilnehmer

Update (24.09.): Habe nun allerlei Infos (offizielle Clips und Streams, Veröffentlichungstermine) zu den teilnehmenden Songs zusammengetragen. ->HIER<- gibt es zudem auch noch ein Ranking der Teilnehmer. Sogar an eine Prognose habe ich mich gewagt.

Das sieht man sich zur Abwechslung mal wieder abends TV total an und prompt erfährt man die Teilnehmer am Bundesvision Song Contest 2011. Mir ist die heimische Musikszene eigentlich nicht unvertraut, und sei es nur durch ungezählte Promo-Mails, die große Versprechungen abgeben und sie in der Regel selten einlösen. Die diesjährige Liste freilich lässt mich noch mit vielen Fragezeichen zurück, klingt nichtssagender als die der Teilnehmerjahrgang von 2010. Weder Glasperlenspiel, Muttersöhnchen noch Kraftklub habe ich zuvor gehört. Manche der bekannteren Acts wiederum würde ich liebend gerne aus dem Gedächtnis streichen. Frida Gold etwa zählen für mich zu den überschätzten deutschen Acts, Jennifer Rostock habe ich auch nicht wirklich ins Herz geschlossen, wenngleich das eine oder andere Lied der Formation durchaus akzeptabel ist. Die Alin Coen Band beispielsweise habe ich ja bereits in der Vergangenheit auf diesem Blog mehrfach gelobt und nur ganz wenig getadelt. An großen Namen mangelt es 2011 hingegen, sieht man von Juli ab. Auch wenn  noch keine Songs feststehen, mit denen um den Sieg gerittert werden soll, könnte ich mir unter anderem die stets ein bisschen unterbewerteten Jupiter Jones als Anwärter vorstellen. Wir jedenfalls möchten uns auch 2011 wieder ausgiebig dem dieses Jahr in Köln stattfindenden Bundesvision Song Contest widmen, bis zum 29.09. den einen oder anderen Indie-Act entdecken und bei entsprechender Güte hier näher vorstellen. Schaut also ab und an mal vorbei…

Baden-WürttembergGlasperlenspielEcht
aus dem Album: Beweg dich mit mir (VÖ 30.09.11)


Glasperlenspiel — Echt – MyVideo

Auftritt bei TV total: 08.09.2011

BayernAndreas BouraniEisberg
aus dem Album Staub und Fantasie (VÖ 10.06.11)


Andreas Bourani — Eisberg – MyVideo

Auftritt bei TV total: 19.09.11

BerlinTim BendzkoWenn Worte meine Sprache wären
aus dem Album Wenn Worte meine Sprache wären (VÖ 17.06.11)

Tim Bendzko – Wenn Worte meine Sprache wären from Columbia Deutschland on Vimeo.

Auftritt bei TV total: 05.09.2011

BrandenburgDoreenWie konntest du nur?
aus dem Album Vorsicht zerbrechlich (Vö 02.09.11)


Doreen – Wie konntest du nur von universalmusicdeutschland

Auftritt bei TV total: 14.09.2011

BremenFlo MegaZurück
aus dem Album Die wirklich wahren Dinge (VÖ 30.09.11)

Auftritt bei TV total: 06.09.2011

HamburgThees UhlmannZum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf
aus dem Album Thees Uhlmann (VÖ 26.08.11)

HessenJuliDu lügst so schön (Stream auf Simfy)
aus dem Album In Love (VÖ 17.09.10)

Mecklenburg-VorpommernJennifer RostockIch kann nicht mehr
aus dem Album Mit Haut und Haar (VÖ 29.07.11)

NiedersachsenBosse feat. Anna Loos – Frankfurt Oder
aus dem Album Wartesaal (VÖ 25.02.11)

Auftritt bei TV total: 07.09.2011

NRWFrida GoldUnsere Liebe ist aus Gold (Auftritt bei tape.tv)
aus dem Album Juwel (VÖ 15.04.2011)

Frida Gold
Tags: <a href=“http://www.viva.tv“>Viva TV</a>

Rheinland-PfalzJupiter Jones  – ImmerFürImmer
aus dem Album Jupiter Jones (VÖ 25.02.2011)

Auftritt bei TV total: 13.09.2011

SaarlandPierre Ferdinand et les CharmeursGanz Paris ist eine Disco
aus dem Album Moulin Groove (VÖ 16.09.11)

Auftritt bei TV total: 20.09.11

SachsenKraftklubBerlin (nichts zu finden)
aus dem Album Mit K (VÖ 20.01.12)

Auftritt bei TV total: 21.09.11

Sachsen-AnhaltFlimmerfrühstückTu’s nicht ohne Liebe
aus dem Album In allen meinen Liedern (VÖ 23.09.11)

Auftritt bei TV total: 15.09.2011

Schleswig-HolsteinMuttersöhnchenEssen Geh’n
aus dem Album 1 (VÖ 30.09.2011)

Auftritt bei TV total: 22.09.11

ThüringenAlin Coen BandIch war hier
von der EP Einer will immer mehr (VÖ 16.09.11)


Alin Coen Band — Ich war hier – MyVideo

Auftritt bei TV total: 12.09.2011

Link:
Teilnehmerliste auf tvtotal.prosieben.de

SomeVapourTrails

56 Gedanken zu „Bundesvision Song Contest 2011 – Die Teilnehmer

  1. Hab den Herrn Bendzko auch erst diese Woche entdeckt, erster Eindruck allerdings ist ob der belanglos gesülzten Lyrics doch ausgesprochen negativ. Anspruch vorzugaukeln zählt für mich zu den größten Sünden. Ich stelle die nächsten Tage ein paar deutschsprachige Alben vor, die wirklich, wirklich gut tönen, aber wohl nur einen Bruchteil an Aufmerksamkeit bekommen, die Herr Bendzko zuteil wird.

    SVT

  2. Das wird vor allem bei „Es kommt zurück“ deutlich: Der Text will in eine Richtung, spricht dann aber nichts definitives aus, will sich nicht festlegen und wird dadurch in alle Richtungen interpretierbar. Demgegenüber natürlich die Stimme, die angenehmen Songs etc. Was ich dieses WE auch noch besprechen will, ist auf jeden Fall Sebastian Block (war der nicht mal Sänger bei Mein Mio?!?).

  3. Ich bin auch kein Freund Bendzkos Stimme, aber das ist mein rein subjektiver Geschmack. Ja, Sebastian Blocks Platte will ich auch hier vorstellen, vermutlich Sonntag. Und ja der ist – hoffentlich nicht war – bei Mein Mio.

  4. es waren letztes jahr auf jeden fall bekanntere acts dabei, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass tim bendzko und jupiter jones gute chancen haben werden 😉 bosse hatte auch einige gute lieder, er spielt auch live gut, allerdings bin ich nicht so ein fan seiner neuen platte, gleiches gilt für juli.
    als schleswig holsteinerin finde ich es natürlich schade, dass so eine unbekannte band ins rennen geht, dessen lied man nicht einmal bei youtube findet… da waren stanfour letztes jahr auf jeden fall besser 😉

  5. Ich finde es nicht gut das in vielen Bundesländer bekannte Bands spielen. Es wär sicherlich viel interesanter wenn der Wettbewerb mit New Commer währen.

  6. MUTTERSÖHNCHEN ?! Für Schleswig-Holstein ? Tut mir leid aber die sind sch*iße -.- Die haben doch überhaupt keine Chance.
    Aber wnigstens sind’s Newcomer.

  7. Oh man,
    wie kann es sein, dass man auf irgendwelchen Künstlern aufgrund ihrer Texte rumhackt. Wie hat es denn jemand wie Bushido geschafft? Letztendlich geht es den Menschen doch nur darum wie es klingt und in etwa in das Schema der heutigen Situation passt, ob politisch oder sonst was. Nachher wird die Band oder der Künstler gewinnen, der einfach die beste Melodie und Stimme hat! Nicht mehr und nicht weniger

  8. Was ist gut und was ist das Beste? Es gewinnen selten die besten Sänger oder Lieder, sondern die Musiker, die sich besonders zu präsentieren wissen. Die diesjährige Ausgabe des BuViSoCo hat besonders mäßige Titel anzubieten. Bis auf wenige Ausnahmen, die wohl unter ferner liefen landen, sind viele Songs ausgesprochene Schonkost.

  9. Naja, als Bremer habe ich nun zum erstenmal „unsere“ Band gehört. Nett. Belanglos. Gut zum nebenbei hören und schnell wieder wird sie vergessen sein. hm.

    Jupiter Jones ist sehr gut. Also, auf Platte. Auf der Breminale haben sie im Sommer live gespielt und eine richtig schlechte Performance abgeliefert, insbesondere gesanglich waren viele Zuhörer enttäuscht.

  10. Hab Jupiter Jones mal im Rahmen von TV Noir gesehen: Sehr sympathisch, klang auch gut. Kann also wirklich nichts Schlechtes über Jupiter Jones sagen. Dieser Flo Mega hingegen ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei, aber es geht auch viel schlimmer.

  11. @lieinthesound: Ich hab da auch so ne Todsünde für mich entdeckt: Wenn man nur rumkrittelt und dann noch nicht mal Ross und Reiter nennt. Welche Songs sind denn Schonkost? Und welche sind denn die Guten, die „unter ferner Liefen“ landen werden? Mal ganz davon abgesehen, dass du das nicht wissen kannst, passt es wohl eher nicht in dein Weltbild, dass ein aus deiner Sicht gutes Lied von der Mehrheit der Menschen auch gemocht wird. Man sollte eben schon das Kind bein Namen nennen, so eine allgemeine, übergeordnete Kritik halte ich jedenfalls für unangebracht. Mir hat jedenfalls bis jetzt jedes Siegerlied des BUVISOCO gefallen und das wird dieses Jahr nicht anders sein, da Tim Bendzko hoffentlich noch von Jupiter Jones, Bosse oder Thees Uhlmann abgefangen wird. Aber du dürftest ja alles, was ein bisschen bekannter und „mainstream“-erfolgreich ist, als musikalische Schonkost bezeichnen…

  12. Wir werden erst dann alle Songs bewerten, wenn auch alle Songs in voller Länge verfügbar sind. Das war bis vor wenigen Tagen beim Saarland nicht der Fall, für Muttersöhnchen hab ich diesbezüglich noch nichts gefunden. Sobald alle Lieder vorliegen, wird auch eine begründete Kritik erfolgen. Generell lässt sich sagen, dass Peter Fox vor zwei Jahren völlig verdient gewonnen hat und Unheilig letztes Jahr ein billiger Witz war. Es geht also hier nicht darum, den Mainstream zu verteufeln (Fox zählt ob den Verkaufszahlen in die Kategorie, auch wenn sein Werk großartig ist). Der werte Leser darf sich auf diesem Blog sicher sein, dass hier so fair wie kritisch geurteilt wird.

  13. Stimmt, kritisch bist du in der Tat. Aber fair? Wenn du das letztes Jahr als „Witz“ bezeichnest, meinst du nicht auch, dass das gegnüber einem Künstler, der das erfolgreichste Album der letzten zehn Jahre produziert, gschrieben und gesungen hat, ein bisschen unfair? Und schon sind wir wieder beim Thema: Du brauchst dich nicht mit Peter Fox rausreden. Es geht in deinen Kommentaren, auch in der Einleitung um nichts anderes, als polemisch jeden Künstler und jede Band, die gerade anfängt, ein bisschen „massenkompatibler“ zu werden, fertig zu machen. Ich sehe mir dann das Video von Frida Gold an und denke mir: Nicht meine Musik. Was ich aber nicht denke, ist: Die sind total überbewertet. Denn es gibt objektive Kriterien für Musik und diese Frau kann singen. Als Fan möchte ich zu Unheilig gar nichts weiter sagen, da dich das eh nicht interessiert. Du bist ja hier, um ganz unabhängige Kritik zu üben, da nehm ich mich dann gerne zurück. Frage mich bloß, wie selbstgefällig man über Musik urteilen kann und meint im Besitz einer wie auch immer definiert Wahrheit oder Deutungshoheit zu sein, um dann auf jegilche Kritik mit einer unerträglichen Süffisanz (der werte Herr Leser kann sich sicher sein) zu antworten, die ganz klar impliziert, dass man sich ja sowieso für was Besseres hält und der Rest der Welt mit Sicherheit weniger Ahnung von der Materie hat, als man selbst.

    P.S.: Und nein, ich muss wahrlich nicht dafür rechtfertigen, Fan vom Grafen zu sein, alle seine Lieder zu kennen und ihn auch immer noch toll zu finden, wenn er statt vor 400 vor 400 Leuten spielt!

  14. Ereifer dich mal nicht so. Letztes Jahr hab ich beim BuViSoCo für Selig und Silly die Daumen gedrückt, meines Wissens haben auch diese Bands den einen oder anderen Fan. Du bist ein Fan von Unheilig – nun, dann ist dir natürlich nicht zu helfen. Dann wirst du Musik immer als simpel gestrickten Gefühlskitsch erfahren. Das ist natürlich eine legitime Art der Musikerfahrung, aber eben eine begrenzte. Das Problem an den meisten Mainstream-Songs ist nicht ihr Erfolg, vielmehr ist es das unkreative musikalische Strickmuster, aus dem solch Lieder gewebt sind. Wenn man diese durchschaut, ist man deshalb nicht selbstgefällig, vielleicht einfach nur Experte.

  15. @Alex: Der sehr geschätzte Herr Autor des Blogs tut sich an dieser Stelle stets durch sehr objektive und rücksichtsvolle Einschätzungen hervor, und keinesfalls fühlt er sich in irgendeiner Art besser, auch dann nicht, wenn er recht bissig werden kann.
    Ahnung hat er, jepp, und man mag ihm gerne widersprechen, aber das dann bitte inhaltlich und nicht, weil er (eine) Ahnung hat und sich äußert. Und was ist daran auch schlimm? Hilft auf jeden Fall gegen Opportunismus und Beliebigkeit.

  16. @Lennart: Du nennst folgende Aussage also objektiv „Du bist ein Fan von Unehilig. Nun, dann ist dir natürlich nicht zu helfen. Dann wirst du Musik immmer als simpel gestrickten Gefühlskitsch erfahren.“ Tut mir leid, aber objektiv ist das Letzte, was mir dazu einfällt.

    @lieinthesound: Aber das würde ich dann eher demjenigen sagen, der das Ganze auch geschrieben hat. Es gibt wohl vieles, was nicht in dein arrogantes und ignorantes Gehirn passt: Zum Beispiel, dass ein Mensch viele verschiedene Arten von Musik gut finden kann. Ich hätte mich letztes Jahr beispielsweise fast genauso für Silly gefreut, weil mir dieses Lied (oh Wunder) fast genauso gut gefallen hat. Nun gibt es auch bei Silly allerhand Leute, die diese Musik ebenfalls als simpel gestrickten Gefühlskitsch bezeichnen würden. Die hätten dann genauso wenig Ahnung von Silly wie du von Unheilig. Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie du zu diesem Urteil kommst. Wenn du Musik nur technisch betrachten willst, bitte. Dann nennst du das eben Gefühls-
    kitsch. Mit der Beschreibung simpel gestrickt kann ich leider nichts anfangen. Welche Lieder sind denn dann NICHT simpel gestrickt? Das müsstest du mir mal definieren. Unabhängig scheint dir wohl nicht allzu wichtig zu sein, dass ein Künstler mit seiner Musik vor allem die Gefühle von Menschen anspricht. Diese Menschen sind deiner Meinung bloß ziemlich simpel gestrickt. Diese Haltung finde ich sehr intolerant, eigentlich vor allem dem Künstler gegenüber, aber da der da eher drüber steht, vor allem gegenüber den Menschen, die dort zu Tausenden zu den Konzerten gegangen sind. Also in Mein Menschenbild passt es jedenfalls nicht, dass allles iditotische, gefühlsduselige Männer und Frauen sind, denen man nicht helfen kann und die angeblich alle keine Ahnung von Muskik haben. Du scheinst dich da eher elitär zu fühlen. Aber ich kann dir versichern: Ich bin zum Glück nicht der einzige Mensch auf dieser Erde, der bei so zienmlich jeder Musikrichtung etwas findet, das ihn berührt (außer bei Schlager und Volksmusik). Und ja, die Betoung liegt auf berührt. Also ein Gefühl wach ruft. Ob das nun Freude, Trauer, Partylaune, Nachdenklichkeit oder sonst was ist, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Und wenn Menschen das beim ein oder anderen Künstler finden und dann Leute kommen, die das derart arrogant abqualifizieren, dann sagt das zum einen nichts gutes über deren Charakter aus und zeigt auf der anderen Seite ein ziemlich eingeengtes und engstirniges Musikverständnis, mit dem ich persönlich nun überhaupt nichts anfangen kann.

  17. Dass niemand anderem deine Engstirnigkeit auffällt, wundert mich schon sehr: Dass jemand Silly und Unheilig gleichzeitig gut findet und sogar Ähnlichkeiten entdeckt, scheint nicht in deinen Kopf zu passen. Ich könnte noch ewig so weiter machen und dir diesen und jenen Künstler nennen, der einfach nur Gefühle in mir weckt, aber so viel persönliches will ich jemandem wie dir gar nicht erzählen, da du ohnhein nichts damit anfangen kannst. Aber ich bin wirklich gespannt, was simpel gestrickte Musik ist. Har die Strophe und Refrain? Und nicht simpel gestrickte hat dann 5 Themen, keine Strophe und keinen Refrain? Oder drei unterscheidliche Refrains? Wie ist es denn nun, das Simple? Tut mir leid, dass ich die Musik liebe. Jemand, der meint, sie mit solch Begriffen umschreiben zu müssen, tut es ja offensichtlich nicht.

  18. Hmm, ich glaube, du interpretierst zuviel in meine Zeilen hinein, biegst sie so hin, als würde ich bereits zum Frühstück Musiker fressen. Das tue nicht. Ich werde in den nächsten Tagen zu allen Songs etwas schreiben, dann kannst du dich ja davon überzeugen, ob ich Musik tatsächlich mit Füßen trete oder einfach nicht auf jeden Hokuspokus reinfalle.

  19. „Dir ist nicht zu helfen.“ Das ist für mich ne klare Ansage, in die ich nichts hinein interpretiert habe, weil es da nichts zu interpretieren gibt. Da du letztes Jahr für Silly warst, nehme ich stark an, dass wir mehrfach einer Meinung sein werden bei deinen Beurteilungen. Darum geht es mir doch aber gar nicht! Sondern darum, dass es -jenseits der eigenen Vorstellungskraft- eine Musik gibt, die, obwohl man selbst damit nichts anfangen kann, anderen Menschen unheimlich viel gibt und die in ihren Ohren auch großartig und nicht simpel klingt. Diesen Menschen zu sagen, sie hätten keine Ahnung, ihnen sei nicht mehr zu helfen oder sie würden auf Hokuspokus reinfallen. (auch der letzte Satz lässt keinen Interpretationsspielraum zu) Dass du zum Frühstück Musiker frisst, davon bin ich nie ausgegangen. Aber ich konnte lesen (das hast du ja nun so hingeschrieben), dass du mehr oder weniger nichts von einem Unheilig- Fan hälst, wenn du so etwas über mich schreibst. Da du aber immer mit Sicherheit noch nie bei einem Konzert des Grafen warst, dich noch nie mit den Leuten dort unterhalten oder dich gar für ihre Sicht der Dinge interessiert hast, finde ich diese Aussage eben ziemlich ignorant. Du würdest nämlich wahrscheinlich noch jede andere Betrachtungsweise- wie auch bei mir- mit irgendwelchen für dich bestehenden „Wahrheiten“ wegwischen. Zumindest wirkt das so auf mich, wenn du Dinge stupide feststellst und den Eindruck erweckst, jeder, der Ahnung hat, müsste das genauso sehen. Ich versichere dir, das ist nicht der Fall. Und nun freue ich mich auf deine Urteile.

  20. @Alex: Jepp, das halte ich für objektiv. Das Gegenteil von objektiv nämlich ist subjektiv. Beurteilungen, die auf Konzept der Subjektivität basieren, funktionieren für mich nach dem Schema „Jeder mag halt etwas anderes“, Ästhetik sei also rein subjektiv.
    Objektv hingegen ist es, Dinge von einem übergeordneten Entwurf einer bestimmten Ästhetik (die kann man in so einem Blog hier durchaus entwickeln) aus zu beurteilen. Darüber kann man dann auch streiten, klar, und gestritten werden soll auch. Und das dann eben objektiv, nicht subjektiv im Sinne von „Ich mag’s, Du nicht, und deshalb brauchen wir nicht darüber zu sprechen, solange Du nicht hinnimmst, dass ich das mag und es deswegen ja nicht schlecht genannt werden darf.“
    Um einmal von mir zu sprechen, mag ich zum Beispiel Bands, von denen ich ohne jegliche Ironie sagen würde, sie seien nicht gut, ja, sogar ziemlich schlecht.

  21. Tja, Lennart, das tut mir jetzt leid, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann. Ich würde nie eine Band, die ich mag, als ziemlich schlecht bezeichnen, was wahrscheinlich daran liegt, dass deine Subjektivität meine Objektivität ist und umgekehrt. Wer sagt „Jeder mag halt was anderes“ ist so dermaßen objektiv, das heißt er steht so über den Dingen, dass das selbst mir zu weit geht. Subjektiv- also vom eigenen äastehtischen Empfinden ausgehend. ist genau der von dir benannte übergeordnete Entwurf, der aber überhaupt nicht objektiv sein kann, da derjenige, der ihn entwirft, ein Mensch und kein Computer ist. Wenn du das, was ich geschrieben habe, so deutest, wie „Ich mags, Du nicht usw.“ dann hast du mich zieimlich missverstanden. Es darf schlecht genannt werden, was immer ein Mensch schlecht nennen will. Nur hat das niemals etwas mit Objektivität zu tun. Objektiv wäre tatsächlich das Anerkennen von anderen Sichtweisen und die Schlussfolgerung, dass durchaus die Möglichkeit besteht, nicht im Besitz einer „Wahrheit“ zu sein, die für dich Objektivität darstellt, für mich aber in Wirklichkeit das Subjektiviste ist, dass man sich vorstellen kann. Eine angebliche Objektivität, wie du sie dir vorstellst, müsste nun wirklich aus etwas anderem bestehen aus so fundamental subjektiven Äuerungen wie „du wirst Musik immer nur als dieses und jenes begreifen“. Solche Sätze sind Urteile über den Musikgeschmack von Menschen, über die Künstler selbst und über das eigene elitäre und „richtige“ Verständnis von Musik, dass der Autor aus meiner Sicht in Anspruch nimmt. Das hat mit Objektivität aber nichts zu tun. Das wäre der von dir beschriebene Satz „jeder mag was anderes“. Jemand, der so über Musik denkt, sagt einem anderen nicht-der sich als Fan bezeichnet-, dass ihm nicht mehr zu helfen sei und dass er ein so oder so geartets Musikverständnnis habe. Das macht nur jemand, der schon ein vorgefertigtes, subjektives und vor allem als komplett richtig erachtetes Musikverständnis besitzt und auf dieser Grundlage zu Urteilen über Fans anderer Bands kommt, die diesem Musiverständnis nicht entsprechen und somit einen besch… eigenen musikalischen Anspruch haben. Das bezieht er dann sowohl auf den Künnstler als auch die Fans selbst, wobei ich mich gerne wiederhole, dass mir vor allem Urteile über Fans irgendwelcher Künstler oder Bands wie das vom Autor dieses Blogs nie in den Sinn kommen würden. In meinem vorletzen Satz im letzten Kommentar steht eigentlich die Quintessenz des Ganzen: Nämlich, dass es egal ist, ob der Autor einen objektiven oder subjektiven Anspruch hat. Beides wird von Menschen, die ebenfalls eine leichte Ahnung von Musik haben, nicht genauso gesehen, was bei der Subkjektivität in meinem Fall ziemlich klar ist und bei einer wie auch immer gearteten Objektivität im Bezug auf die Band Unheilig sehr wohl in Zweifel gezogen werden kann bzw. schlicht und ergreifend anders gesehen WIRD. Das kann ich mit Sicherheit sagen. Und deshalb freue ich mich auch schon so auf die unheimlich objektiven Urteile über die Songs. Also wenn du einen objektiven Kulturkritiker (Egal ob Literatur, Kunst oder Musik) kennst, bitte nenne ihn mir. Ich bin sehr gespannt, wie das zusammen geht: Einerseits einen objektiven Anspruch zu haben und andererseits vollkommen subjektive Urteile zu fällen…

  22. Ich merke gerade, dass es etwas schwierig ist, hoffe aber, dass du mir folgen konntest, alles andere wäre schade um die schöne Diskussion! 😀

  23. @Alex Ich wollte deine Beiträge eigentlich schon mit Schweigen bedenken. Schlichtweg, weil du mit einem Schwall an Worten Argumente vorzutäuschen versuchst. Denn es ist natürlich nicht so, dass eine subjektive Beurteilung nicht auch anhand objektiver Kriterien getroffen werden kann. Du versuchst mit elendslangen Posts Geschmack als etwas nicht rein Persönliches zu definieren, eben als ein Urteil, welches bestenfalls das Kollektiv verifizierendarf. Diese Ansicht sei dir nicht genommen, aber du darfst nicht erwarten, dass ich ihr zustimme. Ich will ein längeres Beispiel liefern. Weltweit pilgern Menschen zu McDonalds. Nicht etwa, weil Fast Food den Gipfel der Hochgenüsse repräsentiert, vielmehr wegen der Berechenbarkeit des Essens. Ob in Denver oder Madrid, McDonalds serviert überraschungsarmes Mahlzeiten, die den Mindestanforderungen des Gaumens genügt. Diese über die Zeit aufgebaute Vertrautheit lässt den Besuch lohnenswert erscheinen. McDonalds serviert keine Kuheuter auf Rucolasalat, experimentiert kaum mit Exotik. Deshalb schätzt man den Schnellimbiss, weil er keine kulinarischen Herausforderung im Köcher hat, die neben dem Kauen auch ein ausgiebiges Erschmecken einfordern. Ist der für kulinarische Experimente empfängliche Zeitgenosse mit seinem Essen glücklicher? Vielleicht ja, weil er oder sie die Gerichte intensiver wahrnehmen, sich vielleicht mehr Zeit dafür nehmen, die Kaumuskel mit weniger Automatismen belegen. Das lässt sich auf die Musik ummünzen. Unheilig ist Fast Food, weil mit viel Tamtam die ewig gleiche Soße über den Hörer geschüttet wird. Schwülstigkeit ist ein Rezept, aber ohne Kniff und Trick von höchst simpler Rezeptur. Dass der von dir so ehrfürchtig wie albern als Graf titulierte Sänger damit Erfolg hat, mag nicht verwundern, macht jedoch eine sachlich vorgebrachte Kritik keinesfalls zu einer hemmungslos subjektiven, nicht fassbaren Wertung. Subjektivität wird nicht durch breiten Konsens zur Objektivität. Ein Urteil, das der eigenen Meinung grundlegende Fachkenntnis beimengt, zählt viel. Dazu muss man nicht einmal Koch, respektive Musiker, sein. Es genügt schon die Zusammensetzung der Zutaten und ihre Wirkungsweise zu verstehen. Die Beschäftigung damit ist ein Gut, dass auch du nicht mit Ereiferung und viel Blabla vom Tisch zu wischen vermagst.

  24. ganz schön viel Gutes hier…aber ich drück die Daumen für Flo Mega und ich denke das es keinen Bremer gibt, der da anderen Meinung ist…FLO MEGA…juhu

  25. @lie: Urteil über mich: „Du versuchst mit elend langen Posts Geschmack als etwas nicht rein persönliches zu definieren.“ Habe ich mich wirklich so unklar ausgedrückt? Das Gegenteil ist der Fall! Natürlich ist Geschmack etwas rein subjektives und es liegt mir nun wirklich fern, etwas, das viele Leute gut finden, als objektiv gut zu bzeichnen. Deshalb sprehce ich ja die Leute immer persönlich an. Dich wollte ich zum Beispiel darauf aufmerksam machen, dass du durchaus offen für Meinungen sein könntest, die Unheilig nichts als MC`Donalds betrachten. Du hast nun in jedem deiner Kommentare bewiesen, dass du dafür unzugänglich bist. Deshalb ist ein Witz, wenn du für dich in Anspruch nimmst, objektiv zu sein oder über das Gut, dass du im letzten Abschnitt beschreibst, zu verfügen. Denn ich konnte noch keine Fachkenntnis erkennen, mit denen du deine Urteile beimengst. Deshalb ist deine Kritik wie die Kritik eines jeden, der meint, Musiker und deren Fans dermaßen beleidigen zu können, so subjektiv. Ich persönlich finde sie auch unverschämt. Wenn du einen emotionalen Bezug zur Musik hättest, dann würdest du das verstehen. Dann würdest du auch verstehen, warum ich mich so ereifere. Es ist jedenfalls schon erstunlich, dass jemand, der behauptet, einen musikalischen Anspruch zu haben, nicht die Musik eines Künstlers bewertet, sondern seinen Namen oder die Tatsache, dass er die Musik macht, die ihm gefällt. Ich kann dir nur (aus meiner Sicht) sagen, dass Erwarrtbarkeit etwas ist, dass du auf so ziemlich alle Künstler auf unserem schönen Planteten beziehen kannst und nenne mir doch bitte einen vernünftigen Grund, warum ein erfolgreicher Künstler aufhören sollte, die Musik zu machen, mit der er zu seiner goßen Freude so erfolgreich geworden ist, weil sie ihm nämlich ziemlich gut gefällt. Es gibt auch Künstler, deren Musik besteht aus Unberechenbarkeit. Die ist dann aber auch erwartbar. Ansonsten ist auch dieses Erwarten etwas rein subkeltives, denn ob der Hörer etwas erwartet oder nicht, liegt bei ihm. Ich kann dir nur zustimmen: Geschmack ist rein subjektiv. Auch deiner.
    Übrigens: Deine Kommentare waren auch nicht viel kürzer.

  26. Vier Bemerkungen:

    1.) Streiche das „nicht“ aus meinem Zitat, das ist mir leider versehentlich hineingerutscht und hat die Aussage verdreht. Verzeihung. Urteile sind nur bedingt subjektiv, warum habe ich bereits mehrfach ausgeführt.

    2.) Das Fabrizieren von Musik ist immer auch Weiterentwicklung. Wenn du im Stricken gut bist, wirst du früher oder später neben Babysocken auch mal einen Pullover wagen. Jeder Mensch trachtet nach Weiterentwicklung, in jedem Bereich. Deine Behauptung, dass sich ein Künstler nicht verändern möchte, weil er damit erfolgreich ist, zeigt ja bereits, dass er kommerziell denkt und nicht den Gipfel der Kunst oder zumindest Unterhaltung anstrebt. Genau das macht Unheilig. Aber dann darfst du sein Tun auch nicht als das künstlerisch wertvolles Gefühlsnonplusultra darstellen.

    3.) Deine Argumente strotzen vor hartnäckigen Trotzigkeit. Aber auch wenn du noch so lange behauptest, dass die Erde eine Scheibe sei, wirst du trotzdem genug Experten finden, die das bestreiten. Und wenn du dann wie Pumuckl herumspringst und zu fühlen meinst, dass die Erde eine Scheibe ist, werden dir andere aus triftigen Gründen widersprechen und sich keinen Deut um dein Fühlen scheren.

    4.) Ich verrate dir noch ein Geheimnis: Nicht nur Geschmack ist subjektiv, sondern auch die Wahrnehmung. Aber auch wenn jeder von uns eine Farbe in feinsten Nuancen unterschiedlich sieht, kann aus Rot dennoch nicht einfach Blau werden.

  27. So weit ich weiß, ist Musik keine Naturwissenschaft. Du behandelst sie aber so. Und was ich wie bezeichnen darf, das ist Gott sei Dank immer noch meine Entscheidung. Ich wusste, dass Punkt 2 kommt. Und auch wenn es nicht in dein oberflächliches Gehirn passt und du es niemals glauben wirst: Unheilig hat sich weiterentwickelt. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Musik durchaus von Anfang muiskalisch wertvoll sein kann. Ich widerhole mich nur ungern: Aber wer Muski derart unemotional betrachtet wie du, wird selbstverständlich immer denken, er rede mit trotzigen Kindern, die keine Ahnung von Musik habe, nur weil sie etwas als künstlerisch wertvoll betrachten, das er „Fast Food“ nennt. Aber für eine Menge Menschen ist die Musik des Grafen ein 5-Sterne-Restaurant und das hat viele Gründe, mit denen du dich, in Wahrheit der Trotzige und Ignorante von uns beiden, niemals beschäftigen wirst. Das verbietet dir dein elitäres Gehabe mit dem Blick auf die Idioten, die solch eine Musik hören und sich natürlich niemals rausnehmen dürfen, diese Musik als künstlerisch wertvoll zu bezeichnen, weil sie alle völlig ahnungslos sind. Wie Menschen, die nicht wissen, wie ungesund Fast Food ist. Ich habe es schon mehrmals geschrieben: Ich versichere dir, dass diese Menschen nicht so sind und dass es eben genug Experten gibt, die der Meinung sind, dass du genau das tust, was du mir vorwirfst: Du glaubst, dass die Erde eine Scheibe ist. Und den Farbkasten hast du ebenfalls nicht erfunden. Ich habe noch keinen einzigen musikalischen Maßstab für deine Bewertung lesen können und ich habe auch die Hoffnung aufgegeben, dass das noch passiert. Wer aber nach dem Hören von drei Liedern seine Urteile fällt, von dem kann man wohl auch keinen besonders großen musikalischen Anspruch erwarten.

  28. Nochmal zu dem künstlerisch Wertvollen und der Weiterentwicklung: Wenn man das so beurteilt wie du, dann frage ich mich, ob du Musik im Allgemeinen, in ihrer Gesamtheit wirklich schätzt oder ob du nur bestimmte Sachen überhaupt als Musik bezeichnest. Oder aber ob in der Musikgeschichte dann einiges fürchterlich schief gelaufen und die heutige, allgemeine Betrachtungsweise völliger Mumpitz ist. Die Beatles haben nach drei Jahren nur noch dasselbe gemacht, Die Rolling Stones machen seit 40 Jahren dasselbe, Mozart hat eine traurige Oper geschrieben und ansonsten auf die gleiche, den Hörer mit Freude erfüllende Musik gemacht. Bitte unterstelle mir jetzt nicht, ich würde Künstler vergleichen, das tu ich nämlich nicht. Ich stelle nur fest, dass- nach deiner Definition- all diese Künstler keine künstlerisch hochwertige Musik fabriziert haben. Oder haben sie überhaupt Musik fabriziert? Das ist der Eindruck, der entsteht, wenn man wie du Musik rein rational betrachtet und die Emotion, wenn überhaupt, ganz zum Schluss in die Beurteilung mit einfließen sollte. Und da die sie bei mir an erster Stelle kommt, ziehe ich den Schluss, dass das wohl der fundamentalste Unterscheid zwischen uns ist.

  29. Ok, bevor du jetzt völlig drollig (ich könnte es auch mit „t“ schreiben) wirst, mal eine ernsthafte Verständnisfrage: Sag mir doch in 5(!) klaren, ungeschwafelten Sätzen, warum man Unheilig aus musikalischer Sicht respektieren sollte. Was an der Musik mehr als nur Gefühlsduselei ist, was sie vom Schlager abhebt? Diese Frage stelle ich jetzt nicht, um meine Bloggerkollegen, die bei deiner Nennung von Beatles und Mozart durchaus Heiterkeit verspürt haben, weiter bei Laune zu halten. Und biete mehr auf als Subjektivismus und Sympathie. Ich singe auch unter der Dusche, was meine Freundin wohl sympathisch findet, deshalb würde sie mich trotzdem nie für Caruso halten.

  30. Gut, das wäre dann wohl die Stelle, an der ich mich verabschieden sollte. Du leitest einen deiner Kommentare mit den Worten „eigentlich wollte ich schweigen“ ein, lässt dich in deiner unendlichen Weisheit dann aber doch dazu herab, mir zu sagen, nochmal richtig drauf zu hauen und mir zu sagen, wie beschissen du mich und meinen Musikgeschmack findest. Das würde mir- egal, wer sich als Fan von wem bezeichnen und egal wie ich diese Musik finde- niemals einfallen. Dass du mich dann weiterhin die ganze Zeit über von oben herab behandelst und dich am Ende sogar noch über mich lustig machst, liegt wohl in der Natur der Sache. Menschlich war es schon immer fast unterträglich mit dir zu diskutieren, aber ich erhoffte mir wenigstens auf rationaler Ebene ein wenig Erleuchtung. Du warst aber bis jetzt leider nicht in der Lage, zu erklären, warum denn Unheilig aus musikalischer Sicht nur Gefühlsduselei ist und sich nicht vom Schlager unterscheidet. Und nun stellst du mir die umgekehrte Frage, womit ja nun zu rechnen war, weil sich ja aus deiner Sicht derjenige zuerst erklären muss, der den Meister kritisiert. Du warst aber der erste, der anfing, mich zu beleidigen und mir zu sagen, dass mir nicht zu helfen sei. Du hast einen derart verkorksten, wissenschaftlichen Ansatz von Musik, dass du von mir selbstverständlich keine für dich auch nur annähernd wertvolle Antwort bekommen wirst, da ich natürlich Subjektivismus und Smypathie anführen werde. Warum, hab ich zu Genüge erläutert. Außerdem bin ich leider nur der Untermensch. Aber da ich Menschen, was auch immer sie für ignorante A…löcher sein mögen, gerne zum Lachen bringe, hier meine fünf Sätze (wobei du wohl kaum von mir verlangen kannst, dass ich dir bei deinem Befehl der ungeschwafelten Sätze bedingungslos folge, denn ich habe den Kriegsdienst verweigert, weil ich mir nicht von irgendwelchen Kindern, die mit ihren Freunden vor einem Blog sitzen und sich tot lachen, Befehle erteilen lassen möchte):

    1.: Der Graf hat eine sehr warme, tiefe, angenehme Stimme, er verfügt über einen recht hohen Tonumfang, kann das Tonvolumen problemlos dosieren, hält Töne länger als jeder Schlagersänger und springt problemlos zwischen drei Oktaven hin und her.
    2.:Ich weiß nicht, wie es um dein Schlagerwissen bestellt ist, aber ich konnte dort noch nie elektronische Musik, mit Schlagzeug und E-Gitarre gepaart, vernehmen, eine Mischung, die ich auch sonst eher selten zu hören kriege, zumal, wenn sie so eingesetzt werden wie bei Liedern wie „Unter Feuer“ oder „Abwärts“, die das Gegenteil von gefühlsduselig, sondern vielmehr der Beweis dafür, dass der Künstler mehrere Musikstile beherrscht, sind.
    3.: Die Alben, die der Künstler in zehn Jahren produzierte, drehen sich sowohl textlich, als auch musikalisch um ein Thema, welches der Künstler durch die Anneinanderreihung der Lieder wie eine einzelne, für sich selbst stehende Geschichte beschreibt und das Intro- in dem der Hörer durch die Sprache des Musikers zum Thema hingeführt wird- und Outro -ein reines Musikstück, das durch die musikalische ähnlichkeit zum Intro das Thema quasi „vollendet“- in jedem Album einen unverwechselbaren Rahmen erhält, wodurch jedes Album einen individuellen Klang erhält und sich teilweise fundamental vom vorherigen Album unterscheidet, was man an den Alben „Zelluloid“ -in dem es um die Lebensgeschichte des Künstlers geht- und „Moderne Zeiten“- ein rein politisches Album- besonders gut beobachten kann.
    4.: Nicht nur die Musik des Grafen ist vielfältig, sondern auch seine Texte, in denen es um nahezu alle menschlichen Gefühle- Liebe, Trauer, Hoffnung, Schmerz, Freude, Verzweiflung, Mut, Hass- geht und die dadurch jeden empathiefähigen Hörer ansprechen, da er mindestens eine beschriebene Situation bereits erlebte und sich dadurch sehr gut in das Gehörte hineinversetzen kann, was die Lieder für ihnb zu so genannten „Lebensliedern“ macht, wobei noch erwähnt werden muss, dass er ebenso politisch vom Künstler angesprochen wird und dass des-weiteren eine Nachprüfung dieser Themenvielfalt in den Liedern „Zauberer“, „Freiheit“, „Bestie“, „An deiner Seite“, „Ich gehöre mir“ oder „Goldene Zeiten“ wunderbar erfolgen kann.
    5.: Das alles zusammengefasst und mit einem Charisma verbunden, über das jeder Musiker verfügen sollte und über das der Graf verfügt, macht ihn zu einem wertvollen Künstler, dessen Vielfalt einen ebenso vielfältigen Kreis an Menschen verschiedenster Herkünfte, Milieus, der äußeren Erscheinung, des Familienstandes und der Altersstruktur erreicht, was nicht gegen, sondern für den Künstler spricht, weil jeder Einzelne von diesen Menschen im Künstler etwas anderes sieht, was ich für ziemlich bewundernswert halte und einmal mehr zeigt, dass der Künstler sich ganz und gar nicht einer bestimmten Linie unterordnet und der Vergleich mit einer Fast-Food-Kette, die immer nur dasselbe anbietet, ziemlich hinkt.
    6.: Wenn der angesprochene Kritiker sich mit dem Künstler intensiv beschäftigt oder gar ein Live-Konzert von ihm besucht hätte, was selbstredend eine utopische Vorstellung ist, wüsste er das alles.

    Zu guter Letzt: Menschen haben Gefühle, die sie teilweise in einer bestimmten Art von Musik wiederfinden. Eine Beleidigung dieser Musik ist -vor allem, wenn der Musiker dem Hörer durch eine schwierige Phase seines Lebens begleitet hat- eine Verletztung dieser Gefühle. Dass mir diese Diskussion nicht sonderlich gut getan hat, daran bin ich selbst schuld, da ich schon früh merkte, dass sich mein „Gegen- über“ nicht sonderlich viel aus Gefühlen anderer macht. Von einem Fan die objektive Beurteilung „seines“ Künstlers zu erwarten, fällt zwar fast in den Bereich des Unmöglichen, aber ich habe mich bemüht, deinen Wünschen zu entsprechen und dein Bild von mir zu bestätigen. Das kleine Wort „bitte“ hätte an dieser Stelle trotzdem nicht geschadet. Ebenso wenig wie das Wort „Entschuldigung“, das du aber wohl nur gebrauchst, wenn du aus der Dusche steigst.
    Ich schreibe übrigens dann sehr kurze Kommentare, wenn mich das Thema nicht sonderlich beschäftigt. Das verhielt sich hier etwas anders. Du kannst dich also geehrt fühlen. Der drolligste Troll der Welt wünscht dir ein lustiges Leben.

  31. herrje, auch ich blicke hier nicht mehr durch. habe aber zur kritik an sich neulich, also gestern, etwas sehr hübsches gelesen, und zwar Oscar Wildes mehr oder wniger geschickt konstruierten Dialog „Der Kritiker als Künstler“. die form ist dabei so lala, der inhalt aber recht fein, was heißen soll: ich fand mich darin wieder, teilweise. auf jeden fall recht anregend, da geht’s um den kritiker als interpreten, den segen des subjektivismus, kontemplation und solches zeugs. keine ahnung, ob das an dieser stelle noch passt (wie gesagt, kann nicht mehr folgen), aber leseswert isses.

  32. also ich würde es ja besser finden wenn jennifer rostock ein anderes lied singen würde, genauso wie tim bendzko.
    aber egal. ich find den beitrag von thüringen garnicht schlecht.
    viel glück an alles kandidaten. (:

  33. Finds auch blöde, dass so viele Bekannte dabei sind. Die anderen Länder (Schleswig-Holstein etc.) brauchen doch gar nicht anzutreten :/ Zumindest nicht um zu Gewinnen.

  34. Ich drücke Tim Benzko die Daumen…hoffe es wird eine geile bühnenshow…
    TIM ROCK DAS DING!!!!
    liebe grüße aus Osnabrück
    annanasbomber da stimme Ich dir voll zu
    beide daumen hoch!!!!

  35. Alin coen Band——————>großartig,Super,unglaublich,AUF DEUTSCH gesagt „GEIL“,was gerstern passiert ist,ist unfair und erklärt alles über Bundesvision Song Contest:aber bin ziemlich sicher viele haben gestern eine Grobartige Band kennen gelernt:
    Alin coen bitte weiter so singen und wenn es möglich ist auf andere Sprachen zb: (Englisch,Spanisch…..),damit das ganze welt deine Music genießen kann

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