Die Jungs aus Leicester – Kasabian

Es existiert diese Demut und Bescheidenheit vorgaukelnde Phrase, wonach man sich noch ganz genau entsinnen könne, woher man komme. Das sagen gerne diejenigen, die bescheidenen Verhältnissen entstammen und es zu Ruhm und Ehre in der großen weiten Welt gebracht haben. Solch Menschen wollen zum Ausdruck bringen, dass sie den Aufstieg in elitäre Sphären aus eigener Kraft geschafft haben. Die britische Formation Kasabian kann sich nicht mit solch Worten schmücken. Sie ist noch immer die Band aus Leicester, einer nicht eben als musikalisches Zentrum verschrienen Stadt in Mittelengland. Die Mitglieder von Kasabian sind bei ihren Wurzeln geblieben, müssen somit nicht im Gedächtnis kramen, um sich ihre Ursprünge zu vergegenwärtigen. Die Gruppe um Sänger Tom Meighan und Songwriter Sergio Pizzorno ist auf der Insel mittlerweile eine feste Größe, besitzt Headliner-Qualitäten bei den größten Festivals. Kasabian hat in den vergangenen 10 Jahren von Leicester aus das Rockstartum kultiviert. Doch so erfolgreich sich die Formation auch in Großbritannien präsentiert, so wenig wird sie in Deutschland wahrgenommen. Hierzulande denkt man noch immer an permanente Minderleister wie Coldplay, wenn man erfolgreiche britische Acts nennen soll. Dabei ist Kasabian eine Entdeckung wert, weil mit jedem Album neue Qualitäten lässig unters Volk gestreut werden, während Coldplay der Arsch doch längst auf Grundeis gegangen ist und sich Chris Martin und Co. nur noch als Besitzstandswahrer verdingen. Meighan, Pizzorno und Konsorten dagegen sind die mit den Eiern in der Hose, wie auch die neue Platte 48:13 belegt.

KASABIAN

Photo Credit: Charlie Gray

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