Schatzkästchen 102: James – Better Than That

James sind ein echtes Phänomen. Vor 35 Jahren ist die Band aus Manchester erstmals auf auf der Bildfläche erschienen, seit den Neunzigern war sie für die vordersten Plätze in den Charts gut. Auf die 2001 durch den Abgang des Sängers Tim Booth vollzogene Auflösung folgte 2007 die geglückte Wiedervereinigung. Auch die jüngsten Veröffentlichungen erfuhren kommerziellen Zuspruch. James stehen somit keinesfalls im Verdacht, abgehalfterte, der Pension ins Auge blickende Musiker zu sein, die nur vom einstigen Ruhm zehren. Angesichts ihres 2016 erschienen Albums Girl At The End Of The World hatte ich die Band gar auf dem Zenit der Schaffenskraft gesehen. Dieser Tage nun gibt es wieder Neuigkeiten zu vermelden. Für Mai hat die Band die EP Better Than That angekündigt, dem Titeltrack darf man bereits lauschen. Und was soll ich sagen, der Song belegt einmal mehr die Klasse der Formation. Mit lässigem Trotz fordert Booth die Widrigkeiten des Lebens heraus, hat für selbige nur ein „You can do better than that“ übrig, fordert das Schicksal fast höhnisch mit den Worten „Hit me again and show me where I’m cracked“ heraus. Der aufgeweckte, vor Dynamik strotzende Track kommt im James-typischen Sound daher. Better Than That erweist sich als ein Song, der viele jüngere Semester verdammt alt aussehen lässt. James, das lässt sich ohne geringsten Zweifel feststellen, stehen nach wie vor voll im Saft. In Anbetracht dessen möchte man tatsächlich dem (Irr-)Glauben anhängen, dass Rock jung hält!

Die EP Better Than That erscheint am 18.05.2018.

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Ein Gedanke zu „Schatzkästchen 102: James – Better Than That

  1. Ich finde es ja sehr sympathisch, dass James irgendwie ihrem Sound treu geblieben sind und trotzdem auch immer mal wieder Neues ausprobieren. Schade, dass außerhalb von England wohl kaum jemand Notiz von den Jungs nimmt (aber das war ja in den 90ern auch schon so).

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