Buch der Erinnerungen – Manic Street Preachers

Anfang letzten Monats hatte ich mit den unverwüstlichen James über eine jener Bands geschrieben, die in Großbritannien lange schon auch kommerziell erfolgreich sind und auch nach Dekaden im Musikgeschäft noch immer künstlerisch wertvolle Musik machen. Das Gleiche lässt sich auch über die Manic Street Preachers sagen. Selbst zu ihren Glanzzeiten, in denen sie sowohl bei den Singles als auch bei den Alben die britischen Charts anführten, waren James Dean Bradfield, Nicky Wire und Sean Moore in Deutschland unter ferner liefen. Selbst einer der ganz großen Songs des Britpop, If You Tolerate This Your Children Will Be Next aus dem Jahre 1998, war in Deutschland nie ein Gassenhauer. In Deutschland, so das Fazit, werden die Manic Street Preachers mit ihren fast fünzig Lenzen wohl nicht mehr in den Olymp der Stars aufsteigen. Auch nicht mit ihrem jüngsten Werk Resistance Is Futile. Das ist so bedauerlich wie wohl unabänderlich. An der Güte der Musik liegt es nicht. Das neue Album entpuppt sich als klassisches, fein melodisches Rockalbum. Bradfield und Konsorten versuchen erst gar nicht, den neuesten Trends im Indie-Rock hinterherzuhecheln, sie verlassen sich schlicht darauf, dass ihr kräftiger Vortrag und kompakter Sound auch 2018 ein Publikum finden. Zu Recht!

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