Musikalisches Tohuwabohu (XI): Escondido, Dengue Dengue Dengue, My Brightest Diamond

Und wieder habe ich feine Klänge aus dem Kladderadatsch erhaltener Mails, Newsletter und Social-Media-Feeds herausgesucht. Möge die Musik auf gespitzte Ohren stoßen!

Escondido

Seit der Veröffentlichung des wunderbaren Albums Walking With A Stranger bin ich ein großer Fan des US-Duos Escondido. Der Sängerin Jessica Maros und dem Gitarristen Tyler James gelang eine herrliche Melange aus Country, Pop und Desert-Rock, die Platte halte ich nach wie vor für mit das Beste, was 2016 veröffentlicht wurde. Im letzten Spätsommer bereits wurde mit Darkness die erste Single der neuen Platte Warning Bells vorgestellt. Darkness entwickelte eine gewisse Schwüle mit südamerikanischem Flair. Man durfte also gespannt sein, ob das neue Album generell einen Aufbruch in neue Gefilde bedeuten würde. Nun ist mit You’re Not Like Anybody Else ein weiterer Vorbote von Warning Bells zu vermelden. Und Mensch, die Nummer ist vom Feinsten! Diese warme und retroeske, melodisch beschwingte Country-Ballade mit textlicher Träne im Knopfloch geht mitten ins Herz. Der geschmeidige Sound und der bedauernde Gesang, hinter dem das eine oder andere Tränchen lauert, machen You’re Not Like Anybody Else zu einem jener Lieder, die das ausdrücken, was Facebook mit seinem Beziehungsstatus „Es ist kompliziert“ wohl meint. Wenn es noch ein oder zwei solcher Lieder auf Warning Bells gibt, steht das kommende Album der fabelhaften Vorgängerplatte um nichts nach!

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