iamamiwhoami: Klopapierfantasien für den intellektuellen Lokus

Ich geb zu, ne Zeit lang brannte ich für das Internetphänomen. Wir waren uns ganz sicher, hinter der Kampagne steht Chris Cunningham und alles wird in einem nie dagewesenen sinnekitzelnden Feuerwerk enden. Irgendwann dann, stieg ich aus, es war schlicht und einfach kein Vergnügen mehr, der Spur weiter zu folgen. Auch musikalisch wurd’s so eher nett statt klasse. Dass es wieder etwas Neues gibt von iamamiwhoami verrieten mir die zunehmenden Sucher, die über Google auf unsere Seite stießen. ; john ist das neue Video betitelt und zeigt in stylischen Bildern ein Auf-dem-Bett-Rumgehüpfe, dessen Kryptik in der Verwendung von Klopapierrollen als Matrazenbau gipfelt. So erkannte gleich ein Fan auf Youtube – Iambounty (die Fanseite) – Bounty = Klopapierhersteller. Letztlich ist Sinn der ganzen Sachen wohl allein, viele vermeintliche Spuren zu legen und Assoziationsketten bei den Hörern/Zuschauern in Gang zu bringen. Genau das ist iamamiwhoami, nicht mehr und nicht weniger. Musikalisch gesehen bewegt sich das Projekt im ok-gutem Mittelfeld, weit hinter Röyksopp, Aphex Twin und Ladytron. Eben jenes Versprechen, wir hätten es mit Genialität und Grandiosität zu tun, wurde klanglich nicht eingehalten.

iamamiwhoami – ; john

Bisher erschienen sind folgende Videos:

1. „Prelude 699130082.451322-5.4.21.3.1.20.9.15.14.1.12“ („goat“)
2. „9.1.13.669321018“ („owl“)
3. „9.20.19.13.5.723378“ („whale“)
4. „13.1.14.4.18.1.7.15.18.1.1110“ („bee“)
5. „15.6.6.9.3.9.14.1.18.21.13.56155“ („llama“)
6. „23.5.12.3.15.13.5-8.15.13.5.3383“ („monkey“)
7. „b“
8. „o“
9. „u-1“
10. „u-2“
11. „n“
12. „t“
13. „y“
14. „20101001“
15. „20101104“
16. „20101109“
17. „101112“
18. „101112-2“
19. „101113“
20. „101114“
21. „101115“
22. „http://towhomitmayconcern.cc/“ (gelöscht am 16. November)
23. „101115-2“
24. ‚; john‘

Die Videos der In Concert-Reihe („101112“ – „101115-2“, „20101001“, „20101109“, und „http://towhomitmayconcern.cc/“) könnt ihr euch auf www.iamconcert.com ansehen.

Als digitale Singles veröffentlicht wurden bisher:

  • „b“ (15 März 2010)
  • „o“ (11 April 2010)
  • „u-1“ (3 Mai 2010)
  • „u-2“ (7 Mai 2010)
  • „n“ ( 4 Juni 2010)
  • „t“ (30 Juni 2010)
  • „y“ ( 5 August 2010)
  • „In Concert“ (4 Dezember 2010)
  • „In Concert; b“ (4 Dezember 2010)
  • „In Concert; o“ (4 Dezember 2010)
  • „In Concert; u-2“ ( 4 Dezember 2010)
  • „In Concert; n“ (z 4 Dezember 2010)
  • „In Concert; t“ (4 Dezember 2010)
  • „In Concert; y“ ( 4 Dezember 2010)
  • „In Concert; .“ ( 4 Dezember 2010)
  • „; john“ (15 May 2011)

Remixe:

  • „b – Tara Busch Remix“ ( 19 April 2010)
  • „o – Adrian Lux Remix“ ( 29 April 2010)
  • „n – Eineinmeier Remix“ (25 Juni 2010)
  • „u – The Blacksmoke Organisation Remix (8 Juli 2010)
  • „u – Khonnor Remix“ (16 Juli 2010)
  • „t – Tele Tele Remix“  (24 September 2010)
  • „y – Zoo Brazil Remix“ (3 November 2010)

Quelle: Wikipedia (englisch), die Seite ist sehr ausführlich und bietet Beschreibungen aller Videos + Hintergrundfakten. Knapper gehalten sind die Infos auf der deutschen Wikipedia.

DifferentStars

Prelistening: Ladytron: „White Elephants“

 

Vorhin sprach ich schon davon, jetzt ist es endlich da. Klingt wie schon erwähnt sehr nach Abba, was aus meiner Sicht der Qualität mitnichten Abbruch tut. Zu den Schweden hab ich schon manch schönen Abend vertanzt und auch White Elephants läßt mich ähnlich wie Mobys The Day abheben und in Gedanken um die Sterne schwirren.

Weniger Wut und Aggresion als beim kongenialen Destroy Everything You Touch, säuselnder als Ghosts White Elephants schleicht sich subtiler ran und offenbart die Abgründigkeit erst bei genauerem Hinhören. Nicht fehlten sollten auch gewisse Sprachkenntnisse. White Elephant ist im Englischen die Beizeichnung für einen Besitzt, dessen Unterhalt einen ruinieren kann oder eine Sache, die mehr Ärger bringt als Nutzen. Legendär ist die Geschichte des Mannes der ruiniert wurde, da ihm der König von Siam die Verantwortung für einen weißen Elefanten übertrug. Mark Twain widmete dieser Anekdote die Erzählung Der gestohlene weiße Elefant.

Die Single ist Vorbote des am 9. September erscheinenden Albums Gravity The Seducer. Der Albumtitel bezieht sich auf eine Songzeile von 90 Degrees. Das neue Album soll laut Pressetext „ätherischer und melodiöser, ein Hauch abstrakter an einigen Stellen als zuvor, Barock n’ Roll“ werden.
Als Co-Produzent fungierte Barny Barnicott (Artic Monkeys, Kasabian, Editors) Die Band, verspricht man uns weiter: „wollte für Gravity The Seducer einen erhabenen Sound mit barocken Elementen. Fans können sich auf verträumte, romantische, wunderschöne und üppige neue Stücke freuen.“ Ich geb zu: Ich freu mich, bin ja auch Fan von Ladytron. Kasabians und Editors stehen auch ganz oben auf meiner Lieblingsliste nur wer diese Artic Monkeys sind, hab ich schon wieder vergessen.

Hier erstmal im Stream: White Elephants

Ladytron – White Elephant by nettwerkmusicgroup

Gravity the Seducer

Tracklist:

01 White Elephant
02 Mirage
03 White Gold
04 Ace of Hz
05 Ritual
06 Moon Palace
07 Altitude Blues
08 Ambulances
09 Melting Ice
10 Transparent Days
11 90 Degrees
12 Aces High

DifferentStars

Free Mp3 Shortcuts: Elektropoppunkpartydingsbums und so aus deutschen Landen

Nachdem unser aufstrebendes Kreuzkölln (Ureinwohner hassen den Begriff) nun zum Trendviertel mutiert und ich auch immer wieder gezwungen werde, zwecks abendlicher Unternehmungen das feindliche Mitte zu besuchen, klappen mir leider nicht die Schuppen vor die Augen, sondern: Meine Hoffnung, das 80er Revival sei nun durch, wird nicht bestätigt. Schlimmer noch, es beginnt erst so richtig. Neonfarbenes, Stulpen, Graffiti-Drucke auf allem Möglichen aus T-Shirt-Stoff und ähnlich Grässliches, sind wieder da. Ich könnte jetzt also ohne Weiteres meine Teenie-Fotos auf MySpace u. Facebook hochladen und offiziell wieder 13 sein.

Sowohl musikalisch, als auch klamottentechnisch werden die Karten jedoch neu gemischt und was damals noch Ausdruck unterschiedlicher, sich von einander abgrenzender Jugendkulturen war, wird bunt vermengt – pardon – geremixed. Jüngst erlebt: Grufti-Ausfallschritt-Getanze zu Nena-Outfit. Da hätte es früher Prügeleien gegeben. Häufig mit im Gepäck sind seit einiger Zeit die NDW und alles was so Richtung B 52’s und Blondie klingt. Außerdem natürlich (und von mir mehr geliebt) die Neujüngerschaft von Joy Division, New Order und den jungen Depeche Mode. (Dazu bald mehr und nur das Feinste hier auf dem Blog – und Nein: Ich spreche nicht von Delphic).

Hier nun die Shortcuts aus unseren schönen Landen:

1. Großstadtgeflüster


Die Band hat schon so einige Höhen- und Tiefflüge hinter sich und schickt als Anheizer auf ihren dritten Longplayer „Alles muss man selber machen“ (VÖ: 30.04.10/ Label: BMGRight/Groove Attack) den Free Track Kaethe vorraus. Diesen könnt ihr euch auf der Bandseite downloaden.

Die Band fabriziert laut Promotext „detailverliebte Elektropoppunkpartydingsbums-Musik“, finde ich sehr passend beschrieben, scheint eh sehr angesagt im Moment dieses Genre, daher folgen noch ein paar weiter Acts, die so nicht besser gelabelt werden könnten.

1. Großstadtgeflüster – Lebenslauf


GROSSSTADTGEFLÜSTER-LEBENSLAUF

GRoSsSTaDtGEFLueSTER | MySpace Music Videos

2. Kafkas

Die Kafkas haben am 16.04.10 ihr neues Album „Paula“ (Label: Domcore) veröffenlicht. Kostenlose Hörproben in Hülle und Fülle findet ihr auf deren Homepage sklavenautomat.de

Hier hab ich den Vorboten zum aktuellen Longplayer gefunden.

KAFKAS – LD 50 (E.P.)
August 2008 / Domcore

Hörproben:
– …wenn es eine Hölle gibt
– Klatscht in die Hände!
– Irgendwas ging schief

Kafkas – Klatscht in die Hände!

3. Rainer von Vielen

Grad entdeckt und für grandios befunden, die neue Single von Rainer von Vielen. Berliner Leben schön verjodelt.

Rainer von Vielen – Mein Block (Sido-Cover)

Auf spiesser.de gibt’s (nach Anmeldung) den Song  „Kein zurück“ als Gratis-Mp3. Aktuell in den Regalen der Musikläden, steht seit März das Album „Milch & Honig„. Mehr Infos gibts auf der Homepage. Diese serviert uns auch diesen Free Track (der sehr nach SEEED klingt):

Mp3: Rainer von Vielen – Sandbürger

4. Markus Reinhardt (Wolfsheim) featuring Pascal Finkenauer


Weniger Party-hibbelig – mehr sophisticated klingt diese Reise in die 80er.

COMFORTABLE CAVE GOODBYE – “Travel In Time”

Travel in Time by Another Place

Den Song gibt’s für 3 Wochen via obigem Soundcloud-Widget als Gratis-Download.

Comfortable Cave Goodbye ist das neue elektronische Musikprojekt von Markus Reinhardt (Wolfsheim). „Travel In Time“ ist eine Kooperation  mit dem Solokünstler Pascal Finkenauer.  Ab dem 30. April 2010 gibt’s dann  „Travel In Time“ und „Travel In Time (jf’s JAW remix)“ als digitales Release in allen Onlinestores zu kaufen.

5. Audiolith Labelhappen

Frittenbude – Pandabär

Frittenbude – Pandabär by Audiolith

Bratze – Die auswendigen Muster (Rampue Remix)

Vom aktuellen Album „Korrektur nach Unten“ (VÖ: 19.03.10)

Bratze – Die auswendigen Muster (Rampue Remix) by Audiolith

Bratze – Ohne das ist es nur noch laut

BRATZE – Ohne das ist es nur noch laut from Audiolith Records on Vimeo.

Egotronic – Was solls (Nick Rave Remix)

Appetizer fürs neue Album „Ausflug mit Freunden“ (VÖ: 30.04.10).

Egotronic – Was solls (Nick Rave Remix) by Audiolith

Die volle Ladung:

Viel Spaß damit!

DifferentStars